09.05.2022

techbold zahlt Crowdinvestor:innen mehr als 50 Prozent Rendite aus

Vor fünf Jahren nahm techbold über die Crowdinvesting-Plattform Conda rund 700.000 Euro Darlehen von von 381 Privatinvestor:innen auf.
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Damian Izdebski, Gründer und CEO von techbold und Gerald Reitmayr, COO von techbold | (c) Marin Lazarov
Damian Izdebski, Gründer und CEO von techbold und Gerald Reitmayr, COO von techbold | (c) Marin Lazarov

Wer sich an einem Startup-Crowd-Investment beteiligt wird zum Risiko-Kapitalgeber. Nicht erst ein Projekt auf den diversen heimischen Plattformen endete in den vergangenen Jahren ohne Auszahlung an die Investor:innen. Das umgekehrt auch eine überraschend hohe Rendite dabei herausschauen kann, die deutlich über den Erwartungen und Versprechungen am Anfang liegt, zeigte nun das Wiener IT-Unternehmen techbold von Damian Izdebski. 2017 hatte sich das damals frisch gegründete Startup über die Plattform Conda etwa 700.000 Euro von 381 Crowdinvestor:innen in Form von Nachrangdarlehen geholt. Nun wurde das Kapital ausbezahlt. Zusätzlich zum jeweiligen Investitionsbetrag und den jährlichen Zinsen von 4,5 Prozent gab es einen Wertsteigerungszins von rund 32 Prozent, wodurch eine Gesamtrendite von 54 Prozent erreicht wurde.

techbold sieht Erfolg der „anorganischen Wachstumsstrategie“

„Wir haben mit der harten Arbeit der letzten Jahre das Vertrauen unserer Investoren bestätigt und ihnen eine bemerkenswerte Rendite ausbezahlen können. Sie haben damals an ein junges, visionäres Team geglaubt und wurden ordentlich belohnt“, kommentiert Gründer Izdebski. Und COO Gerald Reitmayr meint: „techbold hat die Ziele, die im Jahr 2017 noch ambitioniert geklungen haben, übererfüllt. Wir werden den bisherigen Erfolgsweg konsequent weiterverfolgen und das Unternehmen noch stärker am heimischen Markt etablieren. Die Entscheidung, anorganisch zu wachsen, hat sich als sehr erfolgreich erwiesen“. Im Zuge der besagten anorganischen Wachstumsstrategie übernahm techbold bislang neun heimische IT-Unternehmen und integrierte sie komplett in die Gruppe.

Viele Crowd-Investor:innen wurden nun zu Aktionär:innen

Zuletzt machte das Scaleup auch mit einer erfolgreichen Aktienemission auf sich aufmerksam, bei der 1,9 Millionen Euro von 169 neuen Aktionär:innen investiert wurden. Auch den Crowdinvestor:innen von 2017 machte man nun ein entsprechendes Angebot. Für diese gab es im Zuge einer Sachkapitalerhöhung im März 2022 die Möglichkeit, ihren Darlehensbetrag inklusive des Wertsteigerungszinses in techbold-Aktien zum Ausgabe- und Angebotspreis von zehn Euro zu wandeln. 119 davon mit einer Darlehenssumme von 334.000 Euro hätten dieses Angebot angenommen und seien zu Aktionär:innen geworden, heißt es vom Unternehmen. Ausgehend von einem Wert von zehn Euro je Aktie liegt die Kapitalisierung der techbold-Gruppe aktuell bei rund 18 Millionen Euro.

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Bei den Technology Talks Austria diskutieren mehr als 800 Teilnehmende aus der österreichischen Forschungs- und Technologie-Community mit hochkarätigen internationalen Expert:innen (im Bild ein Panel der Technology Talks Austria 2025) | (c) AIT/Valerie Maltseva

Zum dritten Mal gehen die Technology Talks Austria in ihrer neuen Form im MuseumsQuartier Wien über die Bühne. Die Konferenz ist aus den Technologiegesprächen hervorgegangen, die über Jahrzehnte im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach stattfanden. 2024 führte das AIT Austrian Institute of Technology das traditionsreiche Format gemeinsam mit zentralen Organisationen der österreichischen Forschungs-, Technologie- und Innovationscommunity fort und brachte es nach Wien. Mittlerweile hat sich die Veranstaltung als jährlicher Fixpunkt der heimischen FTI-Community etabliert.

Sechs Plenary Sessions und zwölf Workshops

Das Programm spannt einen Bogen von technologischen Fähigkeiten und strategischen Infrastrukturen über Industrialisierung und Sicherheit bis hin zu technologischer Souveränität und europäischen Rahmenbedingungen. Im Zentrum stehen sechs international besetzte Plenary Sessions:

  • Strategic Infrastructures and Resilient Innovation Ecosystems
  • The Way Forward: From Scientific Excellence to Industrial Leadership
  • Dual-Use Technologies: Innovation, Security, and Spillovers
  • Technological Sovereignty and European Resilience
  • EU Framework Conditions for Innovation, Scaling and Impact
  • National Innovation Systems: Unlocking Europe’s Innovation Potential

Zwölf jeweils 90-minütige Workshops vertiefen die Plenardebatten und erweitern sie um konkrete technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen. Ergänzt wird das Programm durch Keynotes, Special Events, eine Exhibition Area und Möglichkeiten zur Vernetzung.

„Kein Schaufenster“, sondern ein „Denkraum“

„Die Technology Talks sind kein Schaufenster, in dem wir einander bereits Erreichtes präsentieren. Sie sollen ein Denkraum sein: ein Raum, in dem unterschiedliche Erfahrungen aufeinandertreffen, Annahmen überprüft, Lösungen weiterentwickelt und neue Kooperationen begründet werden“, sagt Brigitte Bach, Sprecherin der Geschäftsführung des AIT und Vorsitzende des Veranstaltungskuratoriums.

Andreas Kugi, Vorsitzender des Programm-Komitees und Scientific Director des AIT, ergänzt: „Entscheidend wird sein, wie wir wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in technologische Führungspositionen, industrielle Wertschöpfung und resilientere Systeme übersetzen können.“

Veranstalter ist das AIT, in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, dem Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung, dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und der Industriellenvereinigung. Die Konferenz findet direkt im Anschluss an das FFG-Forum am 9. September statt. Alle Infos gibt es unter www.technology-talks-austria.at.

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