02.04.2025
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Techbold bekommt neue CEOs – Izdebski wechselt in Aufsichtsrat

Techbold-Gründer Damian Izdebski gibt nach zehn Jahren die Rolle des CEOs ab.
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Damian Izdebski (l) mit Gerald Reitmayr (r). | Foto: Techbold

​Techbold, gegründet von Damian Izdebski, hat sich auf die Bereitstellung sicherer IT-Systeme für mittelständische Unternehmen spezialisiert. Seit seiner Gründung im Jahr 2015 hat Techbold insgesamt 18 IT-Unternehmen übernommen und in die Techbold Secure IT GmbH integriert -brutkasten berichtete. Im Dezember 2024 erfolgte die jüngste Akquisition mit der Übernahme der ComKom EDV Komplettlösungen GmbH, einem IT-Dienstleister mit fast 30 Jahren Erfahrung und Sitz in Wien.

Izdebski übergibt Führung von Techbold

Nun gibt es einen Wechsel an der Spitze des Unternehmens. Izdebski zieht sich aus der operativen Geschäftsführung zurück, meldet der Kurier. Seine Rolle übernehmen mit 1. April Gerald Reitmayr und Matthias Stieber. Beide waren zuvor bereits im Unternehmen tätig – Reitmayr seit 2016 als COO, Stieber seit einem Jahr als CFO.

Der Gründer selbst ist nun Mitglied des Aufsichtsrats. „Ich freue mich darauf, techbold künftig auf strategischer Ebene weiterzuentwickeln und neue Chancen zu erschließen, auch wenn ein Rückzug aus dem operativen Tagesgeschäft für mich als Hands-On-Unternehmer sicherlich nicht einfach sein wird“, wird Izdebski im Kurier zitiert.

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Mit Ignite Ventures ist die WU eine von fünf Hochschulen, die im Rahmen von Modul 1 der Spin-off Initiative eigene Beteiligungsstrukturen aufgebaut haben. | (c) BOAnet_LC

Österreichs Hochschulen sollen als Quelle neuer Unternehmen an Schlagkraft gewinnen. Im Rahmen von Modul 1 der Spin-off Initiative unterstützt das Austria Wirtschaftsservice (aws) dafür ausgewählte Hochschulen mit einer Anschubförderung von insgesamt 1,5 Millionen Euro beim Auf- und Ausbau professioneller Ausgründungs- und Beteiligungsstrukturen, die internationalen Standards entsprechen.

Finanziert wird die Förderung aus Mitteln der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung (Fonds Zukunft Österreich), die Projektlaufzeit beträgt rund drei Jahre. Ziel ist es, akademische Spin-offs frühzeitig auf Gründungs- und Skalierungstauglichkeit vorzubereiten und damit jene strukturelle Lücke zu schließen, die Österreich im internationalen Vergleich seit Jahren aufweist.

Was die einzelnen Häuser vorweisen

Die BOKU University begleitet mit der hundertprozentigen Tochter Connective Base GmbH Spin-offs und Startups aus dem universitären Umfeld vom ersten Prototyp bis zum Exit. Im ersten Jahr wurden gemeinsam mit internationalen Expert:innen die rechtlichen und strukturellen Grundlagen für einen professionellen und raschen Ausgründungs- und Investmentprozess geschaffen. Erste Beteiligungen und Spin-offs befinden sich laut Aussendung bereits in Umsetzung.

An der JKU wurde im September 2025 die JKU Technology Transfer GmbH (TTG) gegründet. Als Teil des House of Research and Innovation (HoRI) entwickelt sie Schutzrechts- und Verwertungsstrategien, initiiert Kooperationen mit Unternehmen und begleitet Forschende auf dem Weg zum Spin-off.

Das 2024 gegründete MedLifeLab der Medizinischen Universität Innsbruck begleitet Wissenschaftler:innen und Gründer:innen in den Bereichen Life Sciences, MedTech und BioTech von der Idee bis zur marktreifen Lösung, von Technologietransfer und IP-Management bis zu Unternehmensgründung und Finanzierung. Über Bildungsangebote und Community Building soll ein Ökosystem entstehen, das Tirol regional und international vernetzt.

Die TU Wien hat mit NOCTUA Science Ventures gemeinsam mit Speedinvest einen eigenen Spin-off-VC-Fonds aufgebaut. Er soll mehr als 40 österreichische Spin-offs finanzieren und bis Ende 2026 ein Zielvolumen von bis zu 25 Mio. Euro erreichen. Bis dato wurden über 200 österreichische Spin-offs gesichtet und evaluiert. Über die technischen Hochschulen der TU Austria als Gesellschafter und Partner soll eine tiefe Verankerung in den Universitäten sichergestellt werden.

WU Ignite Ventures setzt bereits am sogenannten „Ignite Moment“ an. Gründer:innen erhalten bis zu 50.000 Euro Pre-Seed-Kapital in zwei Tranchen über ein gründerfreundliches SAFE-Instrument, dazu Zugang zum WU-Netzwerk und eine Alumni-Co-Investment-Plattform. Drei Investments wurden bereits getätigt, zudem startete gemeinsam mit VC-Partnern ein VC Analyst Program für WU-Studierende.

Tipp der Redaktion

brutkasten hat sich dem Thema akademische Ausgründungen im vergangenen Jahr in der Serie From Science to Business gewidmet und dabei beleuchtet, wie aus Forschung heraus Unternehmen entstehen und welche Strukturen es dafür braucht.

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