23.11.2020

Auswertung von 1,5 Millionen Daten zeigt: Autonome Mitarbeiter sind glücklicher

Das HR-Startup hat 1,5 Millionen anonymisierte Datensätze aus Mitarbeiter-Feedbacks ausgewertet. Ergebnis: Autonomie macht glücklich.
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Autonomie macht glückliche Mitarbeiter
TeamEcho hat 1,5 Millionen Datensätze ausgewertet. © TeamEcho

In den fünf Jahren nach der Gründung hat das auf Mitarbeiter-Feedback spezialisierte Linzer HR-Startup TeamEcho 1,5 Millionen Inputs von Angestellten verschiedenster Branchen erhalten. Diese anonymisierten Daten hat das Team rund um Barbara Stiglbauer, assoziierte Uniprofessorin und TeamEcho-Head-of-Research, nun analysiert und entsprechende Rückschlüsse daraus abgeleitet.

Autonomie macht glücklich

Im Zentrum steht dabei das Thema Arbeitszufriedenheit. Dabei ergab sich, dass die Zufriedenheit mit den eigenen Arbeitsaufgaben und die wahrgenommene Autonomie (als Kombination aus Handlungsfreiheit und Einflussmöglichkeit auf die eigenen Arbeitsergebnisse) den stärksten Effekt auf die Arbeitszufriedenheit haben.

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„Möchte ich als Führungskraft die Arbeitszufriedenheit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigern, sind die Arbeitstätigkeiten und Autonomie zwei wirksame Hebel, bei denen ich ansetzen kann“, sagt Stiglbauer. Konkret könnte das bedeuten, Arbeitsaufgaben und Rollen besser an den Stärken und Bedürfnissen der MitarbeiterInnen auszurichten, etwa durch einen gemeinsam festgelegten Karriereplan, der auch im Mitarbeitergespräch thematisiert wird.

„Um die Autonomie zu stärken, bietet sich beispielsweise die Arbeit mit gemeinsam festgelegten Zielen an, die den MitarbeiterInnen genügend Entscheidungs- und Handlungsspielraum lassen,“ ergänzt Stiglbauer.

Warum Mitarbeiter kündigen

Eben diese Zufriedenheit spielt auch bei Themen wie Commitment und Kündigungsabsicht eine wichtige Rolle. Ob Angestellte das Unternehmen verlassen wollen, hängt aber gleichermaßen auch von der unmittelbaren Führung ab: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen nicht das Unternehmen, sondern ihren Chef“ ist also nicht umsonst eine weit verbreitete Aussage in HR-Abteilungen.

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Außerdem hat die subjektiv empfundene Sinnhaftigkeit einen signifikanten Effekt auf die Kündigungsabsicht, wie die Daten zeigen. „Um es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu ermöglichen, die Sinnhaftigkeit der eigenen Aufgaben zu erkennen, sollten Unternehmen vermehrt auf Transparenz setzen“, sagt Stiglbauer: „Wer versteht, welchen Nutzen andere (z.B. andere Teams, die Gesellschaft) auf Basis der eigenen Arbeit generieren können, kann die Sinnhaftigkeit deutlicher wahrnehmen.“

Übrigens wurden die – über alle Teams und Befragungen hinweg – durchschnittlich schlechtesten Werte bei der Frage nach dem Stresslevel erzielt. Auch hier lohnt es sich anzusetzen.

TeamEcho veranstaltet Deep-Dive-Webinar

Am 24.11. veranstaltet TeamEcho ein Webinar, in dem Barbara Stiglbauer und die beiden TeamEcho-Gründer Markus Koblmüller und David Schellander ihre wichtigsten Learnings aus fünf Jahren teilen. Weitere Infos und Anmeldung unter: https://www.teamecho.com/webinar-hr-insights. Die Teilnahme ist kostenlos.

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Gruppenfoto bei den Circular Innovation Awards | (c) Rafael Haider_Circular Economy Forum Austria

Am 28. Oktober wurde im Wiener Haus der Industrie erstmals der Circular Innovation Award Austria verliehen. Aus 57 Einreichungen wählte eine internationale Jury fünf Kategoriesieger und zwei Sonderpreisträger aus. Der Innovationspreis steht unter der Patronanz des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft und soll Unternehmen sichtbar machen, die mit neuen Technologien und Geschäftsmodellen die Kreislaufwirtschaft vorantreiben.

refurbed und Vetropack unter den Gewinnern

In der Kategorie „Circular Business Model Innovation“ wurde das Wiener Scaleup refurbed ausgezeichnet. Der Marktplatz für generalerneuerte Elektronik ist mittlerweile in 24 Ländern aktiv und nach eigenen Angaben seit 2024 profitabel. Insgesamt sollen durch das Geschäftsmodell bereits rund 474.000 Tonnen CO₂ eingespart worden sein. Zuletzt erweiterte das Unternehmen sein Trade-In-Programm, über das nun auch gebrauchte Gaming-Konsolen und Tablets zurückgekauft werden.

Den Preis für „Circular Industry Innovation“ erhielt Vetropack Austria. Das Unternehmen entwickelte mit „Rezon“ nach eigenen Angaben die weltweit erste Mehrweg-Glasflasche in gehärteter Leichtbauweise. Sie benötigt weniger Material und soll gleichzeitig mehr Umläufe ermöglichen. Damit will Vetropack den Ressourcenverbrauch reduzieren und Mehrwegsysteme attraktiver machen.

Fünf weitere Auszeichnungen vergeben

Das Grazer Startup byeagain erhielt den Titel „Circular Startup of the Year“ für seine KI-gestützte Aufbereitung von Retourwaren. Brantner Green Solutions wurde für seine GLASY-Technologie mit dem „Technological Circularity Breakthrough Award“ ausgezeichnet. Damit kann Glas aus der Restmüllverwertung zurückgewonnen und erneut für Verpackungen verwendet werden.

Der „Circular Collaboration Award“ ging an GzG Gipsrecycling, ein Gemeinschaftsunternehmen von PORR, Saint-Gobain Austria und Saubermacher. Dessen Anlage verarbeitet alte Gipskartonplatten zu wiederverwendbarem Gips und kann damit bis zu 40 Prozent Naturgips ersetzen.

Zwei Sonderpreise gingen an BauKarussell für die Verbindung von zirkulärem Gebäuderückbau mit sozialer Beschäftigung sowie an den Textildienstleister Salesianer für sein auf Langlebigkeit, Reparatur und Recycling ausgerichtetes Mietmodell.

Fortsetzung für 2027 geplant

Hinter dem Award stehen das Circular Economy Forum Austria, Schiefer Rechtsanwälte und die Raiffeisen-Landesbank Steiermark. „Wir holen Unternehmen vor den Vorhang, die mit konkreten Lösungen zeigen, dass Kreislaufwirtschaft wirtschaftlich tragfähig und wettbewerbsrelevant ist“, sagt Karin Huber-Heim, Präsidentin Circular Economy Forum Austria.

Der Circular Innovation Award soll auch 2027 wieder vergeben werden. Unternehmen können ihre Projekte ab April kommenden Jahres einreichen.

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AI Summaries

Auswertung von 1,5 Millionen Daten zeigt: Autonome Mitarbeiter sind glücklicher

  • In den fünf Jahren nach der Gründung hat das auf Mitarbeiter-Feedback spezialisierte Linzer HR-Startup TeamEcho 1,5 Millionen Inputs von Angestellten verschiedenster Branchen erhalten.
  • Diese anonymisierten Daten hat das Team rund um Barbara Stiglbauer, assoziierte Uniprofessorin und TeamEcho-Head-of-Research, nun analysiert und entsprechende Rückschlüsse daraus abgeleitet.
  • Dabei ergab sich, dass die Zufriedenheit mit den eigenen Arbeitsaufgaben und die wahrgenommene Autonomie (als Kombination aus Handlungsfreiheit und Einflussmöglichkeit auf die eigenen Arbeitsergebnisse) den stärksten Effekt auf die Arbeitszufriedenheit haben.
  • Eben diese Zufriedenheit spielt auch bei Themen wie Commitment und Kündigungsabsicht eine wichtige Rolle.
  • Ob Angestellte das Unternehmen verlassen wollen, hängt aber gleichermaßen auch von der unmittelbaren Führung ab: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen nicht das Unternehmen, sondern ihren Chef“ ist also nicht umsonst eine weit verbreitete Aussage in HR-Abteilungen.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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