23.11.2020

Teamazing: Grazer Startup startet mit Online-Weihnachtsfeiern aus Corona-Tief durch

Das Grazer Teambuilding-Startup Teamazing feiert ein selbstgemachtes Weihnachtswunder. Nach Monaten heißt es nun wieder Recruiting statt Kurzarbeit.
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(c) Teamazing: Zoom-Teammeeting
(c) Teamazing: Zoom-Teammeeting

Mit seinen selbstentwickelten Teambuilding-Programmen gewann das Grazer Startup Teamazing in den vergangenen Jahren viele Kunden, darunter viele klingende Namen, und expandierte erfolgreich nach Deutschland.

Doch dann kam Corona. An die physischen Team-Workshops, die das Startup anbietet, war über weite Teile des Jahres nicht zu denken. „Die Branche erwartet für 2020 einen Umsatzeinbruch von über 80 Prozent. Mit Juli und August lebte die Hoffnung zwar wieder etwas auf. Doch als sich der zweite Lockdown ankündigte, fielen wir wieder auf den Boden der Realität. In diesem Moment wurde uns die Tragweite der Krise und die Tatsache bewusst, dass sie uns wohl länger beschäftigen wird“, erzählt Gründer Paul Stanzenberger.

Teamazing Nr.1 im DACH-Raum bei virtuellen Weihnachtsfeiern

Bereits im ersten Lockdown hatte das Startup digitale Angebote aufgebaut, um sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Knapp vor dem zweiten Lockdown kam aber die zündende Idee: virtuelle Firmen-Weihnachtsfeiern – der brutkasten berichtete. „Von der Idee bis zur ersten Landingpage sowie zu Medienberichten und Fernsehbeiträgen vergingen nur wenige Wochen“, erzählt Stanzenberger.

Es waren Wochen, die es für das Startup in sich hatten. Inzwischen ist Teamazing die Nummer 1 bei virtuellen Firmen-Weihnachtsfeiern im DACH-Raum. Mehr als 400 Anfragen kamen mittlerweile herein, hunderte Feiern stehen im Kalender des Grazer Unternehmens. Zuletzt gab es sogar ein Feature im Infotainment-Fernseh-Format Galileo auf Pro 7. „Dieses Jahr ist wirklich eine Achterbahnfahrt sondergleichen“, meint der Gründer. „Ich bin deshalb so überglücklich, weil dieser Erfolg für uns das Ende der Kurzarbeit und sogar die Aufnahme neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet. Das hätte ich mir in unserer Branche und diesem Krisenjahr nie erträumen können“.

„Traum der schnellen Skalierbarkeit realsiert“

Arbeit hat das freilich auch genug mit sich gebracht. „Danke an alle, die sich die letzten Wochen den A**** aufgerissen haben“, schreibt Stanzenberger auf Instagram. Und der Gründer ist sich sicher: „Die virtuellen Weihnachtsfeiern sind nur der Anfang. Der Trend zu Online-Teamevents ist durchaus nachhaltig. Viele Unternehmen haben die Vorteile erkannt und wollen auch zukünftig internationale Zusammentreffen virtuell stattfinden lassen. Das ist eine absolut neue Facette unserer Branche, mit der wir jetzt bestens gestartet sind“.

Es gebe bereits einige Buchungen für Online Teambuildings für das Jahr 2021. „Lange Zeit hatten wir Probleme mit der schnellen Skalierbarkeit unseres Geschäftsmodelles. Mit Buchungen aus ganz Europa scheint dieser Traum nun realisiert worden zu sein“, so der Gründer.

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(c) x-tention / syndena

In den Kliniken liegt medizinisches Wissen aus Jahrzehnten überwiegend als Freitext vor. Für systematische Auswertungen und Forschung ist es damit nur mit erheblichem manuellem Aufwand nutzbar. Genau hier setzt syndena an: Das Unternehmen wandelt gewachsene klinische Dokumentation über einen KI- und NLP-gestützten Prozess mit menschlicher Qualitätssicherung in eine konsistente, interoperable Datenbasis um. Die so entstehenden Real World Data sollen laut Aussendung klinische Forschung und Versorgungsanalysen unterstützen, ohne die klinische Beurteilung zu ersetzen. Möglich werden sollen dadurch ein besseres Verständnis der Wirksamkeit von Therapien in der Versorgung sowie eine breitere Patientenrepräsentation.

Health-IT-Gruppe mit rund 850 Beschäftigten

Mit der nun verkündeten Mehrheitsübernahme erweitert x-tention sein Lösungsportfolio im Umfeld klinischer Daten. Die 2001 von Herbert Stöger gegründete Gruppe ist tief im Bereich Gesundheits-IT verankert: Sie deckt unter anderem Datenmanagement, ELGA, Konnektivität und Managed Services ab und betreut nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Kunden im Gesundheitswesen. Heute beschäftigt x-tention rund 850 Mitarbeiter:innen in Österreich, der Schweiz, Deutschland und England sowie in einem Office im Silicon Valley. Erst im Mai berichtete brutkasten über das von x-tention mitgegründete Cybersecurity-Startup SecurITe, das eine Seed-Runde im niedrigen zweistelligen Millionenbereich abschloss (brutkasten berichtete).

syndena bleibt in Innsbruck verankert

Der Hauptsitz von syndena bleibt laut Aussendung in Innsbruck, auch Forschung und Entwicklung sollen weiterhin von Tirol aus vorangetrieben werden. Zugleich soll die Partnerschaft dem Unternehmen die überregionale und internationale Skalierung der Technologie ermöglichen. Zu Kaufpreis und genauer Beteiligungshöhe machen die Unternehmen keine Angaben.

Vorbereitung auf den European Health Data Space

Hintergrund der Beteiligung ist der European Health Data Space (EHDS): Ab 2029 gelten erste zentrale Bestimmungen, darunter Regeln für die Sekundärnutzung der meisten Kategorien elektronischer Gesundheitsdaten. x-tention will österreichische Gesundheitseinrichtungen nach eigenen Angaben frühzeitig anschlussfähig an den Europäischen Gesundheitsdatenraum machen.

„Gesundheitsdaten sind das wertvollste und sensibelste Gut im System. Mit dem European Health Data Space rückt der verantwortungsvolle Umgang damit jetzt europaweit in den Fokus, und genau dafür holen wir syndena an Bord“, sagt Herbert Stöger, Geschäftsführer von x-tention.

Datenhoheit bleibt bei den Einrichtungen

Die Datenverarbeitung erfolgt laut den Unternehmen pseudonymisiert, die Datenhoheit verbleibt demnach bei der jeweiligen Einrichtung: Für Forschung und multizentrische Auswertungen werden Daten nur nach deren Freigabe bereitgestellt. Auf dieser Grundlage sollen auch Kooperationen mit Forschungs- und Life-Science-Partnern stattfinden. x-tention positioniert die Beteiligung zudem ausdrücklich als Gegenmodell zur Abhängigkeit von außereuropäischen Datenplattformen: europäisch, DSGVO-nativ und auf souveräner IT-Infrastruktur basierend.

„In den Krankenhäusern liegt ein jahrzehntelanger Wissensschatz, der bisher nur mit erheblichem Aufwand nutzbar ist. Wir machen ihn für Versorgung und Forschung systematisch nutzbar, ohne dass die Einrichtungen die Kontrolle über ihre Daten verlieren“, sagt Roman Weger, CEO von syndena.

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Teamazing: Grazer Startup startet mit Online-Weihnachtsfeiern aus Corona-Tief durch

  • An die physischen Teambuilding-Workshops, die das Startup Teamazing anbietet, war über weite Teile des Jahres nicht zu denken.
  • Bereits im ersten Lockdown hatte das Startup digitale Angebote aufgebaut, um sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen.
  • Knapp vor dem zweiten Lockdown kam aber die zündende Idee: virtuelle Firmen-Weihnachtsfeiern.
  • „Von der Idee bis zur ersten Landingpage sowie zu Medienberichten und Fernsehbeiträgen vergingen nur wenige Wochen“, erzählt Stanzenberger.
  • Inzwischen ist Teamazing die Nummer 1 bei virtuellen Firmen-Weihnachtsfeiern im DACH-Raum.
  • Mehr als 400 Anfragen kamen mittlerweile herein, hunderte Feiern stehen im Kalender des Grazer Unternehmens.

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