03.04.2025
1.235

Tausendundein Dach: Erstmals Photovoltaikanlage auf denkmalgeschütztem Gebäude

Die Photovoltaik-Initiative Tausendundein Dach rund um Cornelia Daniel hat mit der Errichtung der Photovoltaikanlage am Schloss Rodaun ihr 1.235 Dach vollendet.
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Tausendundein Dach, Denkmal, Schloss Rodaun
© Tony Gigov - (v.l.n.r.) Alfred Hödl, pädagogischer Geschäftsführer Institut Sta. Christiana, Florian Bauer, GF Institut Sta. Christiana, Gerald Bischof, BV Liesing, Cornelia Daniel, Gründerin Tausendundein Dach,, Claus Baumgartner, Projektleiter von 10hoch4 Photovoltaik und Martin Lackner, Geschäftsführer 10hoch4 Photovoltaik.

Tausendundein Dach wurde 2014 von Cornelia Daniel, Inhaberin der Solarberatung Dachgold und dem Photovoltaikspezialisten 10hoch4, gegründet. Vor über zwei Jahren erreichte man ein langgehegtes Ziel und enthüllte das 1001. Photovoltaik-Dach auf der Interspot Film GmbH in Wien – brutkasten berichtete. Nun vermeldet man einen weiteren Erfolg, der sowohl technische als auch rechtliche Herausforderungen mit sich brachte.

Tausendundein Dach am Schloss Rodaun

Der Schulverein Institut Sta. Christiana, bekannt für seine über 230-jährige Tradition in Erziehung und Krankenpflege, ließ vom Wiener Unternehmen eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 81,9 kWp am Schloss Rodaun errichten und erweitert so seine bisherigen Bemühungen zur Nutzung erneuerbarer Energie. Die Anlage wurde auf dem Eternitschindeldach des denkmalgeschützten Gebäudes erbaut und war kein leichtes Unterfangen, wie Cornelia Daniel erzählt.

Zu den Kriterien zur Montage auf denkmalgeschützten Gebäuden zählen, dass die Flächenanordnung möglichst geschlossen und symmetrisch sein soll, d.h. es darf keine Einzelflächen geben. Zudem sollen die Flächen von der öffentlichen Straße nicht einsichtig sein.

„Die Errichtung dieser Anlage auf einem historischen Dach war eine spannende Herausforderung. Die Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt ist für uns essentiell, und wir stehen in engem Austausch, um sicherzustellen, dass alles den Vorschriften entspricht. Die Genehmigung für dieses Projekt zeigt, dass auch denkmalgeschützte Gebäude einen Beitrag zur Energiewende leisten können“, erklärt Florian Bauer, kaufmännischer Geschäftsführer der katholischen Privatschule.

„Bewahrung der Schöpfung“

Dies ist nicht das erste Mal, dass der Schulverein auf die Nutzung von Photovoltaik setzt. Davor wurden Anlagen wie die 42 kWp PV-Anlage an weiteren Standorten in Wien, die 28,10 kWp PV-Anlage in Frohsdorf sowie die 89,91 kWp PV-Anlage in Wr. Neustadt installiert.

„Für uns ist die Bewahrung der Schöpfung ein zentrales Anliegen. Die Investition in Photovoltaikanlagen ist nicht nur ein Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung, sondern auch ein Ausdruck unseres Glaubens an die Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen“, sagt Alfred Hödl, pädagogischer Geschäftsführer der Schule.

Die größten Herausforderungen bei der Errichtung dieser Anlagen lagen für Tasuendundein Dach in der Komplexität der Montage auf denkmalgeschützten Gebäuden sowie der Sicherstellung der optimalen Nutzung von historischen Dächern ohne ihre Struktur oder Ästhetik zu beeinträchtigen.

Tausendundein Dach vollbringt Projekt 1.235

„Durch die tolle Zusammenarbeit aller Professionisten und die gemeinsame Vorbereitung konnten wir die Dachmontage innerhalb einer Woche erledigen“, erzählt Claus Baumgartner, Projektleiter von 10hoch4 Photovoltaik.

Mit der Inbetriebnahme dieser neuesten Anlage am Schloss Rodaun wird die bereits bestehende Gesamtleistung der PV-Anlagen des Schulvereins auf über 240 kWp erhöht. Alle Projekte wurden in den letzten Jahren in Kooperation mit der Initiative Tausendundein Dach errichtet und das Denkmal-Projekt von Tausendundein Dach trägt bereits die Dachnummer 1.235.

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Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce
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Es gibt für sie unzählige Einsatzmöglichkeiten, in den vergangenen Jahren dominieren sie aber vor allem eines: die Kriegsberichterstattung. Drohnen sind nicht nur zum Sinnbild für moderne Kriegsführung geworden, sondern auch zu einer Produktkategorie, die europäischen Scaleups mitunter Milliardeninvestments einbringt. Von dieser Kategorie ist das Wiener Startup DropForce aktuell noch weit entfernt, das Konzept, mit dem es antritt, ist aber durchaus ambitioniert und vor allem neu.

Drohne aus dem 3D-Drucker im Van oder Container

„Alle anderen Drohnen-Anbieter haben eine zentrale Fabrik und brauchen für den Bau einer Drohne meistens viel länger als nötig. Wir haben unsere Drohne so konzipiert, dass man sie von überall aus bauen kann”, sagt Jakub Hamdard. Er hat DropForce gemeinsam mit Christian Mühl gegründet. Beide bringen dabei Berufserfahrung aus dem Aerospace-Bereich mit.

Ein weiterer großer Unterschied zu anderen Anbietern: „Bei anderen Drohnen sind die Teile zusammengelötet. Daraus ergeben sich viele Fehlerquellen. Außerdem sind sie stark auf chinesische Bauteile angewiesen, die oft nicht halten, was sie versprechen”, so Hamdard. Die DropForce-Drohne kommt dagegen ohne Löten aus. Die Strukturteile und Module, etwa Kamera-Aufsätze, kommen aus dem 3D-Drucker; Platinen, Motoren und Propeller werden in Europa produziert und vom Startup als Bausatz dazugeliefert. „Man kann die Teile im 3D-Drucker aktuell in ca. 20 Minuten drucken und braucht dann zehn bis 15 Minuten, um die Drohne zusammenzubauen”, sagt der Gründer.

Und dieser Vorgang soll künftig eben nicht in einer einzelnen Fabrik, sondern in kompakten Einheiten direkt beim Kunden passieren, in einem Van oder Container, so die Vision. Denkt man an den DefenseTech-Bereich, heißt das: direkt an der Front. Die Vans bzw. Container sollen dann verkauft, die Produktion lizenziert werden. „Mit dem Van wäre man komplett mobil. Er kann direkt am Einsatzort innerhalb von Minuten Drohnen produzieren, die dann gleich losstarten können”, skizziert Hamdard.

So ein Einsatzort könnte etwa auch der Schauplatz einer Naturkatastrophe sein. In der Kundenansprache fokussiere man aber aktuell primär auf den Verteidigungsbereich. Dort will man, wenn alles nach Plan läuft, um den Jahreswechsel in die ersten Pilotprojekte starten.

Sechsstelliges Investment von BarnVentures und deutscher LNX GmbH

Bereits im Sommer holte sich DropForce für seine Expansionspläne auch ein Investment. BarnVentures rund um Filip Zganjer und die deutsche LNX GmbH stiegen mit einem sechsstelligen Betrag ein und sicherten sich jeweils 20 Prozent am Unternehmen. „Die Idee von einer dezentralen Massenproduktion im Baukasten-System hat mir so gut gefallen. Eine zentrale Produktionsstätte ist in Zeiten wie diesen gefährlich”, kommentiert Zganjer im Gespräch mit brutkasten. Das Startup unterstütze man nun nicht nur mit Geld, sondern auch durch Beratung.

Das Kapital sei bislang vor allem in die Weiterentwicklung, aber auch in Personalkosten geflossen, sagt Hamdard. Zudem sei man aktuell auch im Prozess der Patentanmeldung. Und auch an weiteren Drohnen-Modellen arbeite man bereits. Denn, so die Vision: „Kunden können sich später dann aus einem Portfolio genau die Drohnen aussuchen, die sie gerade brauchen. Wir haben schon einige Ideen, was man machen kann.”

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