03.04.2023

Tausendundein Dach: Photovoltaik-Initiative erreicht nach 8 Jahren ihr Ziel

Die Photovoltaik-Initiative Tausendundein Dach rund um Cornelia Daniel hat ihr Ziel erreicht. Tausendundein Dach enthüllte das 1001. Photovoltaik-Dach auf der Interspot Film GmbH in Wien.
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Cornelia Daniel feiert mit ihrem Team das 1001. Photovoltaik-Dach (c) Stefan Joham

Die Initiative Tausendundein Dach wurde 2014 von Cornelia Daniel, Inhaberin der Solarberatung Dachgold, und dem Photovoltaikspezialisten 10hoch4 gegründet. Das ambitionierte Ziel von Tausendundein Dach: Insgesamt sollen 1001 Unternehmensdächer in Österreich mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden.

Wie die Initiative am Montag gegenüber brutkasten bekannt gab, wurde das Ziel nach acht Jahren nun endgültig erreicht: Bereits Ende März wurde das 1001. Dach auf der Interspot Film GmbH in Wien errichtet. Mit rund 100 Mitarbeiter:innen zählt sie zu einer der größten privaten Filmproduktionsfirmen des Landes. Insgesamt wurden am Dach 140 kWp installiert, die nun zu 80 Prozent von der Firma selbst verbraucht werden können.

Tausendundein Dach als One-Stop-Shop

Tausendundein Dach fungierte in den letzten Jahren als One-Stop-Shop für Unternehmen, die zwar eine Anlage möchten, aber keine Zeit haben, sich darum zu kümmern. Dachgold übernimmt dabei die wirtschaftliche Beratung, die Förderberatung und das Marketing, 10hoch4 realisiert den schlüsselfertigen Bau der Anlage. Für die Idee wurde Tausendundein Dach übrigens bereits 2015 zum Sieger von greenstart gekürt, dem Inkubator des Klima- und Energiefonds.

„Ich denke, es ist nicht übertrieben, hier von einem Märchen zu sprechen, das wahr geworden ist“, meint Initiatorin Cornelia Daniel. Mit nur drei bis vier Projekten im ersten Jahr schien das Ziel anfangs unerreichbar, aber nach drei Jahren war endlich das 100. Dach errichtet. Später folgten weitere Meilensteine, über die der brutkasten berichtete.

Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro

Auf allen Dächern der Tausendundein Dach Initiative wurden 20.000 kWp verbaut, was ca. 50.000 Modulen oder dem Verbrauch von 5000 Haushalten entspricht. Für ein „Dach“ rechnete die Initiative mit 20 kWp – somit sind die 1001 Dächer nicht mit 1000 PV-Anlagen zu verwechseln. Das ausgelöste Investitionsvolumen in erneuerbare Energie beträgt laut der Initiative mehr als 25 Millionen Euro.

Nach rund 3000 Terminen, 100.000 Telefonate und über 200.000 E-Mails wurde das Ziel laut Daniel schlussendlich erreicht, die allerdings nicht ans Aufhören denkt. Das nächste Ziel lautet nämlich: „Alle Unternehmensdächer solarisieren“.


Videotipp: Dachgold-Gründerin Cornelia Daniel & Vergaberechtsexperte Martin Schiefer im brutkasten-Talk

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Bislang wurde Startup-Europa durch zwei Organisationen auf europäischer Ebene vertreten: Das European Startup Network (ESN) fungierte primär als Dachverband der nationalen Startup-Organisationen wie etwa AustrianStartups in Österreich. Allied for Startups, dessen Netzwerk auch mehrere außereuropäische Organisationen umfasst, trat als Interessensvertretung für Startup-politische Anliegen auf EU-Ebene auf. Nun schlossen sich die beiden Verbände zu „Startups for Europe“ mit Sitz in Brüssel zusammen.

„Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen“

Die Mission sei mutig und einfach: Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen, heißt es in einer Presseaussendung zum Start. In dieser werden einmal mehr die bekannten Probleme europäischer Startups thematisiert: mangelndes Risikokapital, Bürokratie, Fragmentierung und die aus all dem resultierende Abwanderung von Startups. „Das ist kein Schicksal, sondern ein Regelwerk – und Regeln können neu geschrieben werden“, konstatiert man bei Startups for Europe.

„Durch den Zusammenschluss machen wir aus der Erfahrung von Tausenden Gründer:innen echtes politisches Gewicht. Europa hat alles, was es braucht, um führend zu sein. Jetzt muss es seine Gestalter:innen bauen lassen“, kommentiert Simon Schaefer. Der bisherige Allied-for-Startups-Präsident ist nun Präsident von Startups for Europe. Schaefer war auch Co-Initiator der Initiative EU-INC. Ein weiterer Co-Initiator, der gebürtige Österreicher Andreas Klinger, ist nun auch Teil des neu gebildeten Vorstands von Startups for Europe – ebenso wie AustrianStartups-CEO Hannah Wundsam.

Wundsam: „Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken“

Wundsam kommentiert auf brutkasten-Anfrage: „Die EU-INC-Initiative hat gezeigt: Echte Reformen in Europa brauchen eine starke, klare Stimme von außen. Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken. Auch nicht in der Politik. Die Rahmenbedingungen für Startups werden in Brüssel gesetzt. Deshalb müssen wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam unüberhörbar sagen, was sich ändern muss, damit Europa der Ort wird, an dem die Zukunft gebaut wird.“

Konkrete und übergeordnete Ziele altbekannt

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