09.09.2025
WACHSTUM

Tamburi: Wiener Paketkasten-Scaleup wächst auf mehr als 700 Standorte

Das Wiener Scaleup Tamburi setzt auf autarke, zustellerneutrale Paketkästen als Alternative zu Konzernlösungen von DHL & Co. Seit 2019 ist das Unternehmen auf über 700 Standorte gewachsen und schreibt seit April schwarze Zahlen.
/artikel/tamburi-wiener-paketkasten-startup-waechst-auf-mehr-als-700-standorte
Tamburi
© Tamburi

Pakete. Oftmals ein Ärgernis. Konzernlösungen der Versanddienstleister (DHL, DPD, GLS) sorgen öfter mal für Unverständnis. Obwohl man daheim ist, werden Bestellungen direkt an Paketshops ausgeliefert, die womöglich weiter entfernt sind. Oder Pakete werden einfach vor die Tür gelegt, ohne dass man durch Klingeln benachrichtigt wird (egal ob man anwesend ist oder nicht) und man erhält im Nachgang eine Benachrichtigung per Mail, dass das Paket geliefert wurde. Zwar nicht als Door-to-Door-Lieferant hat Tamburi deswegen eine autarke Paketkästen-Lösung gefunden, ist damit seit 2019 auf über 700 zustellerneutrale Paketkästen gewachsen und bezeichnet sich nun als Scaleup. Seit April schreibt das Unternehmen schwarze Zahlen.

Tamburi: Autarke Paketkästen

Das System von Tamburi besteht aus schmalen, modular erweiterbaren und autarken Paketkästen, die ohne Fundament oder Kabelanbindung auskommen und sich flexibel in dicht bebauten Gebieten – nahe bei den Empfänger:innen – einfügen können.

Die Standorte werden in enger Kooperation mit Wohnungsgesellschaften, Kommunen und weiteren Partnern betrieben. Tamburi-Kästen sind dabei zustellerneutral, also offen für alle Lieferdienste, lassen sich unkompliziert auf- und abbauen und benötigen keine dauerhaften baulichen Eingriffe, heißt es per Aussendung.

Standardmodul mit 17 Fächern

Ein Standardmodul bietet 17 Fächer in verschiedenen Größen, die nach eigenen Angaben über 90 Prozent aller Pakete abdecken. Ergänzend dazu betreibt das Unternehmen an großen Bahnhöfen Multifunktions-Locker, die sowohl für Gepäck als auch für Pakete genutzt werden können.

Als Erfolgsgeheimnis gibt Tamburi an, dass man von Beginn an kapitalschonend gewachsen sei, „finanziert und geführt von nachhaltig agierenden Unternehmern. Mit einem kleinen, schlagkräftigen Team konnte sich das Unternehmen in einem von Konzernen dominierten Markt erfolgreich etablieren und nachhaltig profitabel positionieren.“

Tamburi: Internationale Expansion geplant

Paul Brandstätter, Co-Founder und Mehrheitseigentümer dazu: „Tamburi kann mit weniger Kapital schneller dichtere Netze errichten als andere. Damit machen wir den Paketempfang und -versand nicht nur komfortabler und effizienter, sondern auch nachhaltiger.“

Für die kommenden Jahre plant Tamburi weiteres organisches Wachstum und ist zur Beschleunigung des Netzausbaus auch offen für Investor:innen. Es würden zudem Zusagen für eine vierstellige Zahl neuer Standorte vorliegen, an denen Tamburi nach und nach Paketkästen in Betrieb nehmen werde. Neben einer flächendeckenden Verdichtung in Österreich stehen auch erste internationale Märkte im Fokus, wie es heißt.

Deine ungelesenen Artikel:
27.10.2026

Wiener Startup REEDuce bringt Schilf-Lärmschutzwand auf die A1

Das Wiener Greentech-Startup REEDuce hat gemeinsam mit Asfinag und Strabag eine rund einen Kilometer lange Lärmschutzwand aus Schilf, Holz und Lehm an der A1 umgesetzt. Dem großflächigen Projekt gingen jahrelange Entwicklungsarbeit und mehrere Testphasen voraus.
/artikel/wiener-startup-reeduce-bringt-schilf-laermschutzwand-auf-die-a1
27.10.2026

Wiener Startup REEDuce bringt Schilf-Lärmschutzwand auf die A1

Das Wiener Greentech-Startup REEDuce hat gemeinsam mit Asfinag und Strabag eine rund einen Kilometer lange Lärmschutzwand aus Schilf, Holz und Lehm an der A1 umgesetzt. Dem großflächigen Projekt gingen jahrelange Entwicklungsarbeit und mehrere Testphasen voraus.
/artikel/wiener-startup-reeduce-bringt-schilf-laermschutzwand-auf-die-a1
REEDuce-Gründerin Birgit van Duyvenbode (Mitte) bei der Eröffnung der neuen Schilf-Lärmschutzwand | (c) Strabag

An der A1 Westautobahn bei Völlerndorf nahe St. Pölten geht eine neue Lärmschutzanlage in Betrieb. Statt auf herkömmliche Materialien wie Beton oder Aluminium setzt diese auf Schilf, Thermoholz und Lehm. Dahinter steckt das Wiener Startup REEDuce rund um Gründerin und CEO Birgit van Duyvenbode. Gemeinsam mit der Asfinag und dem Baukonzern Strabag wurde die Technologie nun auf einem rund einen Kilometer langen Autobahnabschnitt umgesetzt.

REEDuce-Geschäftsführerin Birgit van Duyvenbode, Infrastrukturminister Peter Hanke und ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl bei der Präsentation der neuen Schilf-Lärmschutzwand an der A1.

4.000 Schilfbündel für einen Kilometer Lärmschutz

Die Anlage entstand im Zuge der Sanierung der A1 zwischen St. Pölten und Völlerndorf. Auf einer Fläche von rund 2.690 Quadratmetern wurden Lärmschutzelemente mit einem Rahmen aus thermisch behandeltem Holz, einer Lehmfüllung und beidseitiger Schilfabdeckung verbaut.

Das verwendete Schilf stammt aus dem Raum Neusiedler See. Für den rund einen Kilometer langen Abschnitt wurden insgesamt 4.000 Schilfbündel benötigt. Das entspricht etwa 1,5 Prozent der gesamten österreichischen Schilfernte. Die Nutzung des Rohstoffs soll gleichzeitig zur Pflege des Ökosystems am Neusiedler See beitragen.

Anders als konventionelle Lärmschutzwände soll die Konstruktion nach Angaben von REEDuce vollständig kreislauffähig sein. Zugleich soll sie dieselben technischen Anforderungen hinsichtlich Lärmschutz und Haltbarkeit erfüllen, wie herkömmliche Systeme.

„Mit dem ersten Autobahn-Kilometer unserer Lärmschutzwand aus Schilf, Thermoholz und Lehm erreichen wir einen wichtigen Meilenstein“, sagt Gründerin van Duyvenbode. Die Technologie zeige, dass Lärmschutz und Umweltschutz gemeinsam funktionieren können.

Von der Idee des Vaters zum Startup

Der Ursprung der Idee reicht bis ins Jahr 2008 zurück. Damals entwickelte das Sägewerk von van Duyvenbodes Vater im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts eine ökologische Lärmschutzwand, die an der A22 bei Langenzersdorf errichtet wurde. Die Gründerin griff die Idee später auf und entwickelte die Technologie unter dem Namen REEDuce weiter.

Bereits Anfang 2022 berichtete brutkasten über das Startup. 2023 wurde REEDuce bei der #glaubandich Challenge zum „Startup des Jahres“ gekürt. Im selben Jahr folgte ein erstes Pilotprojekt mit der Asfinag: An der S33 bei Herzogenburg wurde eine 16 Meter lange Testwand errichtet, um die Technologie unter realen Bedingungen zu erproben.

Mit der neuen Anlage an der A1 kommt die weiterentwickelte Technologie nun in deutlich größerem Umfang zum Einsatz. Für die Asfinag ist das Projekt zugleich eine Möglichkeit, weitere Erfahrungen mit der Bauweise aus regionalen Naturmaterialien zu sammeln.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Tamburi: Wiener Paketkasten-Scaleup wächst auf mehr als 700 Standorte

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tamburi: Wiener Paketkasten-Scaleup wächst auf mehr als 700 Standorte

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tamburi: Wiener Paketkasten-Scaleup wächst auf mehr als 700 Standorte

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tamburi: Wiener Paketkasten-Scaleup wächst auf mehr als 700 Standorte

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tamburi: Wiener Paketkasten-Scaleup wächst auf mehr als 700 Standorte

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tamburi: Wiener Paketkasten-Scaleup wächst auf mehr als 700 Standorte

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tamburi: Wiener Paketkasten-Scaleup wächst auf mehr als 700 Standorte

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tamburi: Wiener Paketkasten-Scaleup wächst auf mehr als 700 Standorte

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tamburi: Wiener Paketkasten-Scaleup wächst auf mehr als 700 Standorte