11.11.2021

Talto: Grazer Startup holt Millioneninvestment mit Employer-Branding-Plattform

Die Investoren haben sich 0,2 Prozent der Firmenanteile an Talto gesichert. Das Startup expandiert nun nach Deutschland.
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Das Team von Talto mit Investoren © Talto
Das Team von Talto mit Investoren © Talto

Der Fachkräftemangel bringt Aufwind für ein Grazer Startup, das Unternehmen mit Künstlicher Intelligenz dabei hilft, eine starke Arbeitgebermarke aufzubauen. Das erst 2020 als Tochter des Grazer Technologie-Unternehmens Moshbit gegründete Startup hat nun ein erstes Investment aufgenommen. Die Kapa Ventures rund um Frank Kappe und Gerhard Pail steigt gleich mit einem siebenstelligen Betrag ein und sichert sich damit laut Firmenbuch 0,2 Prozent der Firmenanteile. Eine Sprecherin erklärt dieses in Österreich im Early-Stage-Bereich durchaus unübliche Verhältnis zwischen Investmentsumme und Beteiligung mit einem Wandeldarlehen – die Anteile der Investoren würden noch auf einen einstelligen Prozentbereich steigen.

Gleichzeitig mit dem Einstieg der Investoren hat Gründer Manuel Schmölzer 43,4 Prozent des Unternehmens übernommen, das zuvor eine 100-prozentige Tochter von Moshbit war, das Schmölzer ebenfalls mitgegründet hat. Schmölzer ist CEO von Talto und die Übernahme der Anteile spiegle wieder, dass er sich operativ aus Moshbit zurückzieht, um sich vollinhaltlich Talto zu widmen.

Unternehmen mit Studierenden zusammenbringen

Das Startup bietet Unternehmen eine Plattform, über die Employer-Branding-Marketing in der Zielgruppe Studierende und Absolvent:innen gesteuert werden kann. Unternehmen bezahlen eine Jahresgebühr und werden so mithilfe von Künstlicher Intelligenz mit Studierenden vernetzt, die inhaltlich gut zu ihnen passen und umgekehrt. Talto wirbt dabei beispielsweise exklusiv in der beliebten Studierenden-App Studo, an der Moshbit ebenfalls beteiligt ist.

Starkes Wachstum in der Coronazeit

In der Coronazeit konnte Talto nach eigenen Angaben sowohl Nutzer:innen als auch Umsatz binnen eines Jahres verdreifachen und hält jetzt bei rund 500.000 Nutzer:innen. Zu den Kunden zählen Unternehmen wie Deloitte Österreich, Mercedes-Benz oder BMW. Schmölzer: „Wir haben bewiesen, dass Employer Branding weit über einfache Job-Listen hinausgeht. Mit der neuesten Technologie im Hintergrund bieten wir eine Plattform, auf der sich Unternehmen zum richtigen Zeitpunkt, bei der richtigen Zielgruppe und mit dem richtigen Content positionieren.” Mit dem Investment will Talto mit der Plattform im DACH-Raum expandieren und konzentriert sich zunächst vor allem auf Deutschland.

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Das Emerald-Horizon-Management (vl.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf
Das Emerald-Horizon-Management (v.l.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf

Am Grazer Startup Emerald Horizon ist einiges ungewöhnlich: Mit Thorium-basierten Mini-Reaktoren hat es ein geplantes Hauptprodukt, das man gerade im besonders Atomkraft-kritischen Österreich nicht erwarten würde; mit Norbert Hofer als Vice President hat es einen ehemaligen (FPÖ-)Spitzenpolitiker in einer Führungsposition; und mit seinem geplanten Börsengang im Prime Market der Wiener Börse sieben Jahre nach Gründung steht es vor einem Schachzug, der so definitiv nicht im österreichischen Startup-Playbook steht.

Aktie SMRX für Handel zugelassen

Am 26. Juni ist es nun soweit. Nach mehrfacher Vorankündigung vermeldet Emerald Horizon nun auch den letzten notwendigen Schritt, nachdem bereits der Kapitalmarktprospekt von der Finanzmarktaufsicht (FMA) gebilligt wurde: Die Wiener Börse ließ die Aktie SMRX des Unternehmens zum Handel zu. Am Freitag startet sie mit einem Referenzpreis von 760 Euro pro Stück in den Markt. Daraus ergibt sich eine geplante Firmenbewertung von rund 790 Millionen Euro.

„Mit der Zulassung von SMRX durch die Wiener Börse beginnt für Emerald Horizon ein neues Kapitel. Die Notierung der Aktie macht uns transparenter, verbindlicher und sichtbarer – und sie gibt uns die Kraft, unsere Technologie für eine sichere und saubere Energieversorgung Europas konsequent voranzutreiben“, kommentiert CEO Florian Wagner in einer Aussendung.

Mini-Atomkraftwerk soll 2029 marktreif sein

Und es gibt für das 2019 gegründete Grazer Startup noch einiges voranzutreiben. Mit seinem Hauptprodukt, dem Small Modular Reactor (umgangssprachlich: Mini-Atomkraftwerk) Ades, ist es nämlich noch nicht am Markt. Die Marktreife ist hier 2029 geplant, wie Wagner vor einigen Monaten im brutkasten-Talk sagte. Mit der Technologie will man dann auch Atomkraft-Skeptiker:innen überzeugen. Denn der Thorium-basierte Reaktor funktioniert ohne Uran oder Plutonium, ohne Kettenreaktion und ohne Atommüll. Stattdessen passiert die Kernspaltung gezielt mittels Teilchenbeschleuniger. Die Gefahren üblicher Kernreaktoren seien damit allesamt aus dem Weg geräumt, argumentiert man beim Startup.

Noch drei Jahre lang rote Zahlen geplant

Tatsächlich am Markt ist Emerald Horizon aktuell bereits mit seinem Flüssigsalz-basierten Energiespeicher-System Dualstore Plus, das später auch eine wichtige Zusatz-Komponente des Ades-Systems werden soll. Im Jahr 2025 schrieb das Startup 768.000 Euro Verlust – getrieben durch F&E-Ausgaben. Auch in den kommenden drei Jahren erwartet man noch keine schwarzen Zahlen. Für ein Unternehmen, das in Österreich an die Börse geht, ist auch das ungewöhnlich.

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