24.05.2018

Talent Garden Vienna: startup300 steigt ein, Standort fixiert

Fast eineinhalb Jahre nach dem ersten Announcement verkündet das italienische Netzwerk Talent Garden weitere Schritte für den Standort in Wien. startup300 hat sich mit 10,3 Prozent beteiligt. Insgesamt werden von Talent Garden drei Millionen Euro in den Standort investiert.
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Talent Garden Vienna und startup300
(c) Patrick Münnich: (vlnr.) Berhnhard Lehner (startup300), Martin Giesswein (Co-Founder Talent Garden Vienna), Rasa Ona (Talent Garden), Michael Eisler (startup300), Davide Dattoli (CEO Talent Garden), Max Lammer (Co-Founder Talent Garden Vienna) und Michael Altrichter (startup300)

Lange wurde gesucht – inzwischen wurde der passende Standort gefunden. Das italienische Startup-Campus-Netzwerk Talent Garden zieht in die Liechtensteinstraße 111-115 im neunten Bezirk in Wien (Nähe Franz Josefs-Bahnhof und alte WU). Etwa 5000 Quadratmeter Fläche stehen dort in sechs Stockwerken zu Verfügung. Interessant: Dass es 5000 Quadratmeter im neunte Bezirk werden sollen, wurde bereits im ersten Announcement zu Talent Garden Vienna im Jänner 2017 verkündet. Damals war von einer Eröffnung „in einigen Monaten“ die Rede. Seitdem wurde mehrmals verschoben. Momentan plant man diese im Oktober oder November diesen Jahres. Die Umbauarbeiten liefen bereits auf Hochtouren, heißt es. Insgesamt rund drei Millionen Euro würde man in den Standort investieren.

+++ Archiv: Talent Garden: Wien bekommt 5.000 m² großen Startup-Campus +++

„Die oberösterreichische Community kommt endlich nach Wien“

Von Beginn an war die Raiffeisen Bank International (RBI) als Partner an Bord. Andere Corporate-Partner für das Projekt will man derzeit noch nicht nennen. Wohl aber einen weiteren Investor: Wie gestern verkündet wurde, steigt das Linzer Business Angel-Netzwerk startup300 mit 10,3 Prozent bei Talent Garden Vienna ein. „Die oberösterreichische Community kommt endlich nach Wien“, sagt Gründer Michael Eisler dazu im Brutkasten-Video-Interview. Es ist eine Aussage, die zum derzeitigen Expansionskurs passt. Erst vor wenigen Tagen wurde die Übernahme der JFDI GmbH, die hinter Pioneers steht, durch das Linzer Netzwerk bekanntgegeben. Talent Garden sieht Eisler als ein „Roaming-Konzept“. Es ermögliche startup300 und allen Beteiligten, das Netzwerk in ganz Europa und darüber hinaus zu nutzen.

Video-Interview zur Beteiligung durch startup300 und den Plänen für Talent Garden

„Können gar nicht genug Spaces haben“

Von einer Konkurrenz zum Wiener Hub weXelerate will man da wie dort nichts wissen. „Wir können gar nicht genug Spaces haben. Und jeder davon hat seine Eigenheiten“, sagt Martin Giesswein. Gemeinsam mit Max Lammer leitet er als Co-Founder seit mittlerweile zwei Jahren das Projekt „Talent Garden Vienna“. Und er führt diese „Eigenheit“ beziehungsweise die Abgrenzung zu weXelerate aus: „Wir sind kein Accelerator. Bei uns steht die Community an erster Stelle. Auch bei unseren Umsätzen sind wir auf Membership Fees angewiesen“. Talent Garden sei ein großer Co-Working-Space, aber eben mehr als das.

„Innovation School“ und „Community Café“ im Talent Garden Vienna

So wird es im Wiener Campus, wie auch an den anderen 22 Standorten in sieben Ländern (Albanien, Dänemark, Irland, Italien, Litauen, Rumänien, Spanien) eine „Innovation School“ geben. Ein öffentliches „Community Café“ soll für weitere Vernetzung sorgen. „Die Idee ist, dass sich die ganze Community, die sich etwa jetzt am Pioneers trifft, dann auf einer täglichen Basis treffen kann“, sagt Davide Dattoli, Co-Founder und CEO von Talent Garden. Angezogen werden sollen mit dem Konzept aber nicht nur Startups. „Nur rund 25 Prozent der Members an den anderen Standorten sind Startups“, erklärt Giesswein. Es ginge auch um EPUs, KMUs und „alle innovativen Player“. Momentan sind übrigens zwei Führungspositionen ausgeschrieben.

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