17.05.2018

Tabakfabrik: Linzer smec macht sein Büro zum AI-Coworking Space

Das Linzer IT-Unternehmen smec (smarter E-Commerce) ist auf Automatisierung im Online-Handel spezialisiert und setzt dabei auch auf AI. Das 1700 m²-Büro in der Tabakfabrik will man nun mit jungen AI-Startups teilen.
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smec - die Gründer
(c) smec: Die Gründer Christian Gorbach und Jan Radanitsch

Ein 1700 m² großes Büro hat sich das auf E-Commerce spezialsierte Linzer IT-Unternehmen smec (smarter E-Commerce) in der Tabakfabrik eingerichtet – inklusive Küche, Gym und weiteren Einrichtungen. Das scheint nun doch etwas größer zu sein, als für die Firma, die insgesamt rund 100 Mitarbeiter hat, nötig. „Von unserer großen Bürofläche können wir etwas Platz entbehren, den junge Startups gut benötigen können. Ich denke an unsere eigene Zeit als kleines Startup zurück, bei der wir aus einer Wohnung heraus arbeiteten“, schreibt Co-Founder und CTO Christian Gorbach in einer Aussendung. Daher macht man nun Teile des Büros zum Coworking Space für AI-Startups – unter dem Titel „AI Hub“.

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smec: „Fortschritte in diesem Bereich bringen uns selbst zum staunen“

Damit sollen nationale und internationale Tech-Startups vor allem aus den Bereichen AI, Machine Learning, Data Science und Data Viz angesprochen werden. Diesen will man, neben Platz und der Nutzung der Office-Einrichtungen, Ideenaustausch und eine „inspirierende Atmosphäre“ ermöglichen. Natürlich soll auch smec vom Austausch profitieren. „Künstliche Intelligenz wird unser Leben verändern. Richtig und gut angewendet, kann AI dem Menschen in Zukunft dienen und unterstützen. Obwohl wir uns schon langjährig mit den Themen des maschinellen Lernens auseinandersetzen, bringen uns die Fortschritte in diesem Bereich in letzter Zeit doch immer wieder selbst zum staunen. Wir merken, wie sehr man von regelmäßigem Austausch über Unternehmensgrenzen hinweg profitieren kann“, schreibt Gorbach. Um den Austausch innerhalb der lokalen Szene zu fördern, habe man dieses Jahr auch bereits Linz.AI ins Leben gerufen.

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Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller
Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller

Im KI-Boom werden immer mehr Server benötigt und diese produzieren viel Wärme. Die Abwärme zum Heizen zu benutzen, liegt also auf der Hand, ein großer Einwand ebenso: Der Bedarf an Heizwärme unterliegt für gewöhnlich starken saisonalen Schwankungen, jener an Rechenleistung nicht. Das Innsbrucker Startup Serwas Technologies will diese Diskrepanz mit seinem System auflösen – brutkasten berichtete erst im September über ein Pre-Seed-Investment für das Unternehmen.

„Wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird“

„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird. Gerade Schwimmbäder sind dafür besonders interessant, weil sie das ganze Jahr über einen hohen Wärmebedarf haben“, erklärt Serwas-Mitgründer Timo Berkmann. Das Startup kann so gleichzeitig Abwärme an Projektpartner und Rechenleistung an externe Unternehmen verkaufen.

Das Innenbecken im StuBay im Tiroler Stubaital | (c) StuBay

In einem Hallenbad in Innsbruck läuft das System bereits. Nun wurde mit dem Freizeitcenter StuBay im Tiroler Stubaital ein weiterer Partner präsentiert. Noch vor Jahresende sollen erste Server in der Anlage aufgebaut und in die bestehende Gebäudetechnik eingebunden werden. Die eigens entwickelte Kühltechnologie ermögliche es, die entstehende Abwärme mit Temperaturen von bis zu 70 °C nutzbar zu machen, ohne dass dafür eine zusätzliche Wärmepumpe benötigt werde, heißt es vom Startup.

Schrittweiser Ausbau im StuBay geplant

Nach der ersten Anbindung gemeinsam mit anderen beteiligten Fachunternehmen soll beim System im StuBay dann ein schrittweiser Ausbau erfolgen, „der sich am Wärmebedarf und den technischen Möglichkeiten des Freizeitcenters orientiert“. Mit dem weiteren Ausbau wolle man einen wachsenden Beitrag zur Wärmebereitstellung leisten.

Nach der erwähnten Pre-Seed-Finanzierung über knapp 300.000 Euro durch Gateway Ventures, Business Angels aus dem Pioneers Club und das MCI Innsbruck will Serwas zudem weiteres Kapital aufnehmen: Aktuell läuft eine Crowdinvestingkampagne des Startups.

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