Namen, Rechnungsadressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten – das sind nur einige der persönlichen Daten, die Hacker in einem gigantischen Angriff auf T-Mobile USA erbeutet haben. Betroffen sind ganze 37 Millionen Kund:innen. Das gab der Telekom-Riese gegenüber der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC bekannt.
Hacker kamen über API an sensible Kund:innen-Daten
Die Angriffe hätten bereits am 25. November begonnen. Bemerkt habe man das Datenleck jedoch erst am 5. Jänner, heißt es vom Konzern. Dann habe man den Angriff innerhalb eines Tages beenden können. Laut T-Mobile sind die Hacker nicht in ein System des Unternehmens eingedrungen, sondern haben eine API missbraucht. „Unsere Ermittlungen dauern noch an, aber die böswilligen Aktivitäten scheinen derzeit vollständig eingedämmt zu sein, und es gibt derzeit keine Beweise dafür, dass der böswillige Akteur in der Lage war, in unsere Systeme oder unser Netzwerk einzudringen oder diese zu gefährden“, heißt es vom Unternehmen im SEC Filing.
T-Mobile nicht der einzige Telekom-Konzern, der mit Cyber-Attacken kämpft
Seit 2018 wurden acht Hacker-Angriffe auf T-Mobile USA bekannt. Die US-Gesellschaft des Telekom-Riesen ist jedoch nicht das einzige betroffene Unternehmen. Auch in Österreich gab es vor einiger Zeit einen ähnlich spektakulären Fall. Von 2019 auf 2020 hatte A1 ganze sechs Monate mit einer Cyber-Attacke zu kämpfen. Dieser konnte nur mit einer koordinierten Aktion gestoppt werden, wobei der Beginn der Corona-Pandemie erschwerend dazwischenkam – der brutkasten berichtete damals.
Team selbst beteiligt: Tumbleweed holt 6,9 Millionen Euro für Forschung im Orbit
Das Wiener Startup Tumbleweed sichert sich 6,9 Mio. Euro Seed-Kapital. Neben Lead-Investor PactVC beteiligte sich auch das eigene Team mit rund 300.000 Euro an der Runde.
Team selbst beteiligt: Tumbleweed holt 6,9 Millionen Euro für Forschung im Orbit
Das Wiener Startup Tumbleweed sichert sich 6,9 Mio. Euro Seed-Kapital. Neben Lead-Investor PactVC beteiligte sich auch das eigene Team mit rund 300.000 Euro an der Runde.
Vier Monate nachdem Tumbleweed mit „Oasis Alpha“ Österreichs ersten kommerziellen Satelliten an Bord einer SpaceX-Rakete ins All geschickt hat, vermeldet das Wiener Jungunternehmen frisches Kapital. In einer 6,9 Millionen Euro schweren Seed-Runde investieren Lead-Investor PactVC, Vanagon Ventures, Prototype Capital, EWOR sowie internationale Business Angels.
Rund 300.000 Euro aus eigenen Reihen
Auffällig ist das finanzielle Engagement der eigenen Belegschaft: Mehr als ein Drittel der 25 Mitarbeitenden steuerte insgesamt rund 300.000 Euro aus eigener Tasche bei. Der Impuls dazu kam aus dem Team selbst. „Als Founder ist das natürlich mehr, als ich mir je erträumt hätte“, sagt Co-Gründer und CEO Julian Rothenbuchner gegenüber brutkasten.
Auf Investorenseite ging die Beteiligung von EWOR auf eine persönliche Empfehlung zurück, wie Rothenbuchner erzählt: Ein befreundeter Investor war unmittelbar eingestiegen und vermittelte den Kontakt zu EWOR-CEO Daniel Dippold. „Tumbleweed hat Österreichs ersten kommerziellen Satelliten schneller in den Orbit gebracht, als die Zertifizierung eines einzigen Experiments normalerweise dauert. Julian hat genau das geliefert, was er uns beim ersten Treffen angekündigt hat — nur schneller“, so Dippold. „Jetzt kann jedes Labor und jeder Hersteller den Weltraum nutzen, ohne selbst zu einem Raumfahrtunternehmen zu werden.“
Das ursprünglich mit dem Konzept eines windgetriebenen Marsrovers gestartete Unternehmen konzentriert sich heute auf standardisierte Experimente in der Mikrogravitation. Weil Zertifizierungen für die Internationale Raumstation ISS laut Tumbleweed oft Jahre beanspruchen, entwickelte das Startup vorzertifizierte Nutzlastbehälter („Pods“), die ab 15.000 Euro buchbar sind.
F&E-Teams aus Pharma, Biotech und Materialwissenschaften sollen so Strom- und Datenanbindung im Orbit, ohne eine eigene Satelliteninfrastruktur aufbauen zu müssen, erhalten. Dass dieses Setup im Markt greift, zeigte das Team im Sommer: Die Hardware für Oasis Alpha entstand in unter neun Monaten und flog mit vier zahlenden Kund:innen.
Drei Missionen für 2027 und Kapsel-Rückkehr ab 2028
Mit dem frischen Kapital will das 25-köpfige Team mit Standorten in Wien und den Niederlanden drei orbitale Missionen im Jahr 2027 für mehr als zehn Kund:innen finanzieren. Für die Raketenstarts verhandelt Tumbleweed weltweit, setzt künftig jedoch verstärkt auf europäische Partner:innen, heißt es von Seiten des Unternehmens.
„Diese Finanzierung erlaubt es uns, das zu skalieren, was wir mit unserer ersten Mission Oasis Alpha bewiesen haben: dass Mikrogravitation eine breit verfügbare industrielle Ressource sein kann. Wir freuen uns sehr darauf, diese Möglichkeit nun noch mehr Kunden zu eröffnen und letztendlich eine Zukunft zu bauen, in der Mikrogravitation genutzt wird für zehnmal bessere Krebstherapien, zehnmal bessere Halbleiter und eine zehnmal schnellere Pharmaentwicklung“, erklärt Rothenbuchner.
Parallel treibt das Startup die Folgeplattform „Oasis Beta“ voran. Die Vorbereitungen laufen, erste Kundengelder liegen laut CEO Rothenbuchner bereits auf dem Konto. Ab 2028 sollen Experimente zudem physisch zur Erde zurückgebracht werden. Dafür entwickelt das Team seit mehreren Monaten eine Kapsel, die sich im Orbit vom Satelliten trennen und mit einem Fallschirm landen soll.
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