22.09.2017

Symvaro ist CESA-Startup​ ​des​ ​Jahres​ ​2017

Das​ ​Kärntner​ ​Smart​ ​City​ ​Unternehmen​ ​Symvaro​ ​hat​ ​am​ ​Dienstag beim​ ​Central​ ​European​ ​Startup​ ​Award​ ​in​ ​Wien​ ​in​ ​zwei​ ​Kategorien abgeräumt​ ​und​ ​wurde​ ​Österreichs​ ​“Startup​ ​des​ ​Jahres​ ​2017”.
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(c) Symvaro, (vlnr.) Philip Kozeny, Rudolf Ball, Gernot Fleiss

“Wir sind überglücklich, mit dem nachhaltigen Thema Wasser die internationale Jury begeistert zu haben und sehr stolz, uns mit diesem Preis als Nachfolger von Runtastic einzureihen”, schildert der stolze Symvaro-CEO Rudolf Ball. Im Rahmen der Anniversary Edition zum 50. AustrianStartups Stammtisch vergab der Central European Startup Award (CESA) Dienstagabend und mittlerweile zum vierten Mal den CESA-Award an herausragende Startups in 12 Kategorien. Der Hauptpreis des Abends – der Titel “Startup of the year 2017” – ging dabei an das Kärntner IT-Unternehmen Symvaro, das seit mehreren Jahren die Prozesse rund um das Thema Wasserzähler digitalisieren. Dabei unterstützt das Unternehmen mit WATERLOO die Verwaltung, die Monteure, aber auch die Bürger. “Wenn Verwaltung, Monteure und Bürger zusammenarbeiten, entsteht ein enormes Effizienz-Potenzial”, schwärmt CTO Philip Kozeny. Aus diesem Grund liefert WATERLOO Tablets, Apps und webbasierte Lösungen speziell für Wasserversorger und die Bevölkerung.

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(c) CESA

Startup-Award mit Impact

Der CEE-Raum, der für Österreich und speziell für den Startup-Hub Wien bedeutend ist, wird seit 2014 vom Team des Central European Startup Awards genau beobachtet. 2017 wurden im Vorfeld des Finales über 800 Kandidaten in zwölf Kategorien genau unter die Lupe genommen. Alleine in der Kategorie „Newcomer” gab es rund 150 Einreichungen, was den unternehmerischen Spirit und das hohe Potenzial der Region unter Beweis stellt. Die CESA-Awards sind ein Ableger der Global Startup Awards. Organisiert wird die Preisverleihung von einem Team dänischer und ungarischer Gründer. Das große Finale wird in diesem Jahr am 23. November in Sofia, Bulgarien, stattfinden.

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Die nationalen Preisträger aus Österreich sind:

 

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(c) Enpulsion
(c) Enpulsion

Das am Wiener Flughafen ansässige Scaleup Enpulsion hat sich in den vergangenen Jahren eine beachtliche Position auf dem SpaceTech-Weltmarkt herausgearbeitet. Nach eigenen Angaben ist man mittlerweile Europas führender industrieller Hersteller für Weltraum-Antriebssysteme. Im Zentrum stehen dabei bislang elektrische Antriebe für Mikro- und Nano-Satelliten, die die „FEEP-Technologie“ nutzen, bei der flüssiges Metall (Indium) in winzige geladene Teilchen zerlegt und ausgestoßen wird. Mittlerweile bietet man zudem auch Antriebe für größere Satelliten mit bis zu 500 Kilogramm Gewicht an.

Konkurrierende Antriebssysteme

Diese elektrischen Antriebe, mit denen Enpulsion groß geworden ist, sind eine Alternative zu vielfach genutzten chemischen Antriebssystemen. Ein nun kommunizierter strategischer Schritt kann daher auf den ersten Blick durchaus verwundern: Mit Lift Me Off Ltd (LMO) aus dem Vereinigten Königreich will man ein Unternehmen zu 100 Prozent übernehmen, das auf chemische Weltraum-Antriebssysteme spezialisiert ist. Das Unternehmen ist unter anderem an den ESA-LEO-Missionen (Low Earth Orbit) und geplanten Mondmissionen beteiligt.

Über den Kaufpreis gibt es dabei keine Angabe. Erst im März dieses Jahres hatte Enpulsion eine 22,5 Millionen Euro schwere Finanzierungsrunde verkündet. Die aktuelle Transaktion muss noch von den britischen Behörden im Rahmen des National Security and Investment Act 2021 (NSIA) bewilligt werden. Der Abschluss wird für das dritte Quartal 2026 erwartet.

Mit Technologie-Kombination zum Komplettanbieter

Bei Enpulsion argumentiert man die Übernahme als strategischen Schritt, um hybride Antriebssysteme aus einer Hand anbieten zu können. Man wolle durch die Kombination mit dem konkurrierenden Antriebssystem einen „complete spacecraft mobility backbone“ aufbauen, wird Gründer und CEO Alexander Reissner in einer Aussendung zitiert: „LMO bringt Erfahrungen im institutionellen Bereich, ein talentiertes Team und eine komplementäre Technologiebasis im Bereich chemischer Antriebe und Tanksysteme mit.“ In Kombination mit den industriell produzierten elektrischen Antrieben könne man Kunden ermöglichen, ihre gesamte Weltraum-Mobilitätsarchitektur über einen einzigen Partner aufzubauen, so Reissner.

LMO-Chef Shaun Dormon sieht einen logischen Schritt für beide Unternehmen, die eine ähnliche Vision, aber unterschiedliche technologische Zugänge hätten. „Gemeinsam können wir eine Kombination aus hocheffizientem und agilem Manövrieren im Weltraum bei minimaler Komplexität schaffen“, so Dormon. Das LMO-Team, das im Harwell Space Cluster nahe dem ESA-Zentrum ECSAT angesiedelt ist, soll erhalten bleiben. Auch die laufenden Missionen werden weitergeführt.

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