06.02.2025
MILLIONENPROJEKT

Symptoma: KI-Lösung von HealthTech-Startup startet in Tiroler Krankenhaus

Das in Wien sitzende HealthTech-Startup Symptoma startet ein Leuchtturmprojekt mit einem Tiroler Krankenhaus. Die KI-Lösung des Startups soll Krankenhausprozesse optimieren - und Entlastung bieten.
/artikel/symptoma-ki-loesung-von-healthtech-startup-startet-in-tiroler-krankenhaus
Symptoma: Co-Founder Jama Nateqi
Symptoma-Co-Founder Jama Nateqi | Foto: Symptoma

In St. Johann in Tirol soll die „erste KI-gestützte Ambulanz“ Europas entstehen. Das dortige Bezirkskrankenhaus soll den digitalen Gesundheitsassistenten des in Wien sitzenden HealthTech-Startups in seine Prozesse integrieren. Dafür investieren die Projektbeteiligten – namentlich das Bezirkskrankenhaus St. Johann, das Land Tirol sowie Symptoma selbst – „gemeinsam einen Millionenbetrag“, heißt es.

Symptoma-Chatbot hilft seit 2020 bei Diagnose

Symptoma hat einen digitalen Symptomchecker auf Basis von künstlicher Intelligenz entwickelt. Ursprünglich hat sich das Startup auf die Entwicklung einer Suchmaschine für Krankheitsbilder fokussiert. Aktuell präsentiert das Startup einen KI-gestützten Gesundheitsassistenten – sprich einen Chatbot – am Markt. Schon in seinen Anfängen kam die Erfindung ausgiebig zur Nutzung.

2020, kurz nach Beginn der Corona-Pandemie, half Symptoma mit seinem Chatbot dabei, Fragen zur Krankheit COVID-19 zu beantworten und Nutzenden dabei zu helfen, Schritt für Schritt ihre Symptome zu überprüfen.

Der Chatbot listete basierend darauf mögliche Diagnosen auf – eine endgültige Diagnose musste am Ende natürlich der Arzt treffen. Symptoma erzielte dabei allerdings eine Treffgenauigkeit von 96,32 Prozent unter einer Grundgesamtheit von 1.142 Anwendungsfällen – brutkasten berichtete.

Millionenbetrag für Leuchtturmprojekt in Tiroler Krankenhaus

Nun startet das HealthTech ein „Leuchtturmprojekt“ mit dem Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol. Das Ziel der Kooperation sei es, die „digitale Transformation in der ambulanten Versorgung voranzutreiben“.

Im Rahmen des Projektes soll die von Symptoma eingesetzte künstliche Intelligenz „das medizinische Personal in verschiedenen Bereichen unterstützen“. Unter anderem soll die KI die Patientenaufnahme, die klinische Entscheidungsfindung sowie die automatisierte Erstellung von Arztbriefen abdecken.

„Sicher im Haus, ohne Übertragung an externe Cloud“

Wie das Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol selbst kommuniziert, habe es den Schritt in die Volldigitalisierung bereits im Jahr 2008 getätigt. Mittlerweile steigen die Frequenzen in Krankenhausambulanzen, Wartezeiten erhöhen sich auf Stunden und der Dokumentationsaufwand nehme bis zu 50 Prozent der Gesamtarbeitszeit ein. Die KI von Symptoma soll dabei helfen.

Alle Projektbeteiligten versichern, dass die Verantwortung für alle medizinischen Entscheidungen „uneingeschränkt beim Fachpersonal“ bleiben soll. Betrieben wird die KI von Symptoma ausschließlich innerhalb der Krankenhausinfrastruktur. Dadurch sollen „alle Patientendaten sicher im Haus, ohne Übertragung in eine externe Cloud“, bleiben.

Mit der Integration sollen Effizienz in der Patientenversorgung gesichert und Engpässe verhindert werden. Das Projekt soll außerdem wissenschaftlich begleitet werden, „um den Nutzen und die Integration in den klinischen Alltag zu evaluieren“.

14 Jahre Forschung und eine EU-Empfehlung

Schon in seinen Anfängen konnte das Tool von Symptoma sowohl von Ärzten als auch von Patient:innen verwendet werden. Bereits 2020 blickte das HealthTech auf 14 Jahre an wissenschaftlicher Forschung von Mediziner:innen und Datenwissenschaftler:innen zurück. Brutkasten berichtete damals von „Millionen von Benutzern und Suchanfragen pro Monat“, womit das Tool „zu den gefragtesten Symptomprüfern weltweit“ zählte.

Kurz nach Beginn der Corona-Pandemie wurde Symptoma von der EU-Kommission als offizielle Lösung im Kampf gegen COVID-19 gelistet – brutkasten berichtete. Ein gutes Jahr später holte sich Symptoma-Co-Founder Jama Nateqi den ersten Platz beim Houskapreis in der Kategorie „F&E in KMU“.

Symptoma-Gründer Nateqi im brutkasten-Talk

Mittlerweile positioniert sich das Startup als eines der führenden Anbieter von KI-Lösungen im Gesundheitswesen. Mit Erfolg: Wie Co-Gründer Jama Nateqi im vergangenen Dezember im brutkasten-Studio erzählte, erreichte Symptoma einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBITDA) in Höhe von einer Million Euro. Für das laufende Jahr wird ein Gewinn von zwei bis drei Millionen Euro erwartet. Mehr dazu gibt es im brutkasten-Talk.

Deine ungelesenen Artikel:
02.10.2026

DHL-Tochter übernimmt Salzburger Paketstationen-Anbieter myflexbox

Das als Corporate-Startup der Salzburg AG gegründete Unternehmen myflexbox schließt sich mit der Deutsche-Post-AG-Tochter DeinFach zusammen. Die Aussendung spricht von einem Zusammenschluss, laut ORF handelt es sich um einen Verkauf an die DHL-Gruppe.
/artikel/dhl-tochter-uebernimmt-salzburger-paketstationen-anbieter-myflexbox
02.10.2026

DHL-Tochter übernimmt Salzburger Paketstationen-Anbieter myflexbox

Das als Corporate-Startup der Salzburg AG gegründete Unternehmen myflexbox schließt sich mit der Deutsche-Post-AG-Tochter DeinFach zusammen. Die Aussendung spricht von einem Zusammenschluss, laut ORF handelt es sich um einen Verkauf an die DHL-Gruppe.
/artikel/dhl-tochter-uebernimmt-salzburger-paketstationen-anbieter-myflexbox
Bildunterschrift: V. l. n. r.: Jonathan Grothaus (CEO & Founder myflexbox), Martin Trittler (CFO DeinFach), Lukas Beckedorff (CEO DeinFach) und Peter Klima (CTO & Founder myflexbox) | (c) myflexbox

Der Salzburger Paketstationen-Anbieter myflexbox und DeinFach, eine Tochter der Deutschen Post AG, schließen sich zusammen. Das gaben die DHL Group und myflexbox am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Die anbieteroffenen Automatennetze der beiden Unternehmen sollen künftig unter der Marke myflexbox geführt werden. Die Marke DeinFach wird schrittweise in myflexbox überführt.

Laut Aussendung betreibt myflexbox rund 3.000 Paketstationen in Deutschland und Österreich. Sie ergänzen das deutsche Automatennetz aus rund 19.000 DHL-Packstationen, Poststationen und DeinFach-Automaten. Nach Angaben der Unternehmen entsteht damit das mit Abstand größte anbieteroffene Paketstationsnetz im deutschsprachigen Raum. Das Modell, Stationen für verschiedene Paketdienstleister bereitzustellen, soll erhalten bleiben.

Verkauf an die DHL-Gruppe

Wie der Deal rechtlich und wirtschaftlich ausgestaltet ist, geht aus der Aussendung nicht hervor. Dort ist von einem Zusammenschluss die Rede, Angaben zu Anteilen, Kaufpreis und künftiger Führung fehlen.

Laut einem Bericht von salzburg.ORF.at wird myflexbox an die DHL-Gruppe verkauft. Der Kauf erfolge über die DHL-Tochter AZL GmbH, die bisher die Marke DeinFach betreibt. Verkäufer sei Star Capital, zum Kaufpreis gebe es keine Angaben.

brutkasten hat bei der Deutschen Post AG zur Deal-Struktur angefragt. Bis zum Erscheinen dieses Artikels gab es keine Rückmeldung.

50.000 Paketautomaten bis 2030

Die Deutsche Post AG verbindet mit dem Schritt ein Ausbauziel. Bis 2030 will sie Verbraucher:innen in Deutschland insgesamt rund 50.000 Paketautomaten zur Verfügung stellen. Mehr als die Hälfte davon sollen anbieteroffene myflexbox-Stationen sein. Langfristig soll die große Mehrheit der Menschen in Deutschland eine Paketstation in fünf bis zehn Gehminuten erreichen.

„Gemeinsam bringen wir den Ausbau des größten offenen Paketstations-Netzwerks auf eine neue Ebene“, wird myflexbox-CEO und Founder Jonathan Grothaus in der Aussendung zitiert. DeinFach-Geschäftsführer Lukas Beckedorff erklärt, man nutze bestehende Standorte, erschließe zusätzliche und verkürze damit die Wege für Verbraucher:innen.

Gegründet bei der Salzburg AG

myflexbox wurde 2018 als Corporate-Startup der Salzburg AG gegründet und 2022 ausgegründet. Im Februar 2023 holte das Unternehmen 75 Millionen Euro vom Star IV Fonds, der von Star Capital Partnership LLP verwaltet wird (brutkasten berichtete). Seither stand es im Mehrheitsbesitz eines Investorenkonsortiums.

Zuletzt ist das Unternehmen stark gewachsen. Im September 2025 betrieb myflexbox fast 1.400 Paketstationen in Deutschland und Österreich, davon 660 in Österreich (brutkasten berichtete). Mit den nun genannten rund 3.000 Stationen hat sich das Netz in etwa einem Jahr mehr als verdoppelt.

Mitgründer und Ex-Co-CEO Lukas Wieser ist seit Mai 2026 als Interim Head of Growth beim Linzer HR-Tech teamecho tätig (brutkasten berichtete).

Post und DPD als Partner in Österreich

In Österreich zählen unter anderem die Österreichische Post und DPD zu den Logistikpartnern. Die Post mietet seit 2024 Abholfächer in den myflexbox-Stationen (brutkasten berichtete). DPD sicherte sich im Vorjahr rund 9.000 Fächer und damit fast ein Viertel der hierzulande verfügbaren Fächer. Wie sich der Deal mit einer Tochter der Deutschen Post AG auf diese Partnerschaften auswirkt, lässt die Aussendung offen.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Symptoma: KI-Lösung von HealthTech-Startup startet in Tiroler Krankenhaus

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Symptoma: KI-Lösung von HealthTech-Startup startet in Tiroler Krankenhaus

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Symptoma: KI-Lösung von HealthTech-Startup startet in Tiroler Krankenhaus

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Symptoma: KI-Lösung von HealthTech-Startup startet in Tiroler Krankenhaus

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Symptoma: KI-Lösung von HealthTech-Startup startet in Tiroler Krankenhaus

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Symptoma: KI-Lösung von HealthTech-Startup startet in Tiroler Krankenhaus

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Symptoma: KI-Lösung von HealthTech-Startup startet in Tiroler Krankenhaus

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Symptoma: KI-Lösung von HealthTech-Startup startet in Tiroler Krankenhaus

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Symptoma: KI-Lösung von HealthTech-Startup startet in Tiroler Krankenhaus