24.11.2025
INSOLVENZ

Swing Kitchen: Nach Hoffnungsschimmer im Sommer Sanierung gescheitert

Im Sommer hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet. Aus der geplanten Sanierung dürfte nun nichts werden. Betroffen sind sieben Standorte in Österreich, die Swing Kitchen, selbst betreibt. Filialen von Franchise-Nehmer:innen, darunter zwei in Wien, bleiben geöffnet.
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Swing Kitchen
© Swing Kitchen

Die Gründer:innen von Swing Kitchen, Irene und Karl Schillinger, zogen sich im Dezember 2024 aus der Geschäftsführung zurück und übergaben diese an Basenbox-Co-Founder Albrecht Eltz. Im Sommer 2025 meldete man jedoch Insolvenz an, wie brutkasten berichtete. Und plante eine Sanierung.

Swing Kitchen: Im Sommer noch Sanierung geplant

Die Passiva der Swing Kitchen Unternehmensgruppe sollen sich laut dem KSV auf insgesamt rund 15 Mio. Euro belaufen (Anm.: Die Angaben konnten in der kurzen Zeit vom KSV1870 noch nicht überprüft werden.)

Konkret hatte die Filiale in Wien-Mitte Anfang August Insolvenz angemeldet, gefolgt von der Muttergesellschaft der veganen Burger-Kette. Neben der Filiale in Wien-Mitte wurden auch die drei Standorte in Deutschland geschlossen. Geschäftsführer Albrecht Eltz hatte damals jedoch betont, dass diese Schließungen nicht bedeuten, dass auch die restlichen Filialen Insolvenz anmelden müssten. Vielmehr handelte es sich bei dem Sanierungsverfahren „um eine Maßnahme zur Gesamtentlastung der Gruppe“, so Eltz einst.

Absage der Gesellschafter zur Finanzierung

Aktuellen Medienberichten zufolge ist das Sanierungsvorhaben nun jedoch gescheitert. Der Grund dafür sei laut der Kette, die hierzulande über sieben Standorte verfügt, eine kurzfristige Absage der Gesellschafter zur Finanzierung. Erst vor wenigen Wochen hatten Gläubiger:innen den Sanierungsplänen der Schillinger Vegan Holding GmbH sowie der Swing Kitchen 019 Wien Mitte GmbH zugestimmt.

Trotz intensiver Gespräche mit investitionsbereiten Eigentümervertreter:innen und potenziellen Investor:innen aus der Gastronomiebranche konnten die erforderlichen Mittel dennoch nicht rechtzeitig bereitgestellt werden, heißt es nun per Aussendung. Als Folge wurden Insolvenzanträge für die gesamte Gruppe eingebracht. Insgesamt sollen alle sieben Standorte, die die Unternehmensgruppe in Österreich selbst betreibt, betroffen sein – und damit auch rund 130 Mitarbeiter:innen betroffen. Eine Anfrage an Eltz zur Konkretisierung wird bei Beantwortung nachgereicht.

Filialen von Franchise-Nehmer:innen – zwei in Wien sowie ein Standort in Bern – bleiben vorerst geöffnet, wie übereinstimmende Medienberichte berichten. Bei den beiden Standorten in Wien handelt es sich um die Filialen am Schwedenplatz und in der Josefstädterstraße.

Keine Sanierung mehr geplant

„Es bleibt den jeweiligen Insolvenzverwaltern vorbehalten, ob einzelne ‚Swing Kitchen‘-Filialen noch fortbetrieben oder geschlossen werden“, teilt Rechtsanwalt Jakob Wöran mit. Er vertritt die „Swing Kitchen“-Unternehmensgruppe. Ob einzelne Standorte zum Verkauf stehen, werde kurzfristig geprüft. Swing Kitchen selbst strebe keine weitere Sanierung mehr an, möchte jedoch eine bestmögliche Unterstützung bei der Abwicklung gewährleisten.

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Die re:Marc 2026 fand im Museum of Ethnography Budapest statt | (c) egressyorsifoto
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„Ihr pitcht nicht um euer eigenes Überleben, ihr pitcht um unser Überleben als Gesellschaft.“ Mit diesen Worten richtet sich Uli Grabenwarter vom European Investment Fund in seiner Keynote bei der Konferenz re:Marc an das Publikum. Er bringt damit eine Kernbotschaft des Events auf den Punkt: Kreative Lösungen für marginalisierte Gruppen müssen in das Zentrum der Wirtschaft rücken.

Ein grenzüberschreitendes Ökosystem

Die re:Marc ist der Höhepunkt des „Marc Impact Programme“, einer gemeinsamen Initiative von ERSTE Stiftung, ERSTE Social Finance Holding, IFUA Nonprofit Partner und SIMPACT. Die Partner riefen dieses internationale Programm ins Leben, um wirkungsorientierte Unternehmen zu unterstützen. Radován Jelasity, CEO der Erste Bank Hungary, vergleicht in seiner Eröffnungs-Keynote die Kernidee mit jener der Erste Bank selbst und gibt den Teilnehmer:innen mit: „Glaub an dich, denn am Ende gewinnt immer das Gute!“

Und Ana Cretu, Director Social Impact Investment der ERSTE Stiftung, stellt klar: „Das Programm wurde designt, um von einer Gemeinschaft getragen zu werden, nicht nur von einer kleinen Gruppe von Leuten.“ Sie betont eine zentrale Überzeugung der Initiator:innen: „High-Impact-Entrepreneure sind entscheidend für resiliente Gesellschaften.“

Radován Jelasity, CEO der Erste Bank Hungary, auf der Bühne bei der re:Marc 2026 | (c) egressyorsifoto

Marc startete 2024 und begleitet Gründer:innen aus mittlerweile sechs Ländern langfristig. Radka Novotná, COO des tschechischen Social Startups Nepanikař, gibt im Gespräch mit brutkasten einen konkreten Einblick: „Das Programm hat uns die Augen geöffnet. Als NGO haben wir oft die Einstellung, mit so wenig Geld wie möglich auszukommen. Die Mentorinnen und Mentoren haben uns beigebracht, dass es in Ordnung ist, nach Geld zu fragen, weil es für einen wirklich guten Zweck ist.“

Der Pitch um den größten Impact

Das Event in Budapest bringe diese internationale Community zusammen. Zwölf Startups aus Österreich, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien und Tschechien traten dabei auch in drei Runden beim Pitch-Wettbewerb gegeneinander an. Sie zeigten eine enorme Bandbreite an Lösungen. Die Ideen reichten von Drohnen, die Samenbomben zur Wiederaufforstung abwerfen, über mobile Konzertbühnen in Lastenfahrrädern bis hin zu leistbaren Recyclingmaschinen für Plastikmüll aus dem Meer. Die Teams pitchten um Preisgelder von bis zu 20.000 Euro.

Andrew Gray von Tilia Impact Ventures (am Mikrofon) war eines der Jury-Mitglieder | (c) egressyorsifoto

Entscheidend war dabei aber nicht nur der Impact selbst, sondern auch die Frage nach einem tragfähigen und nachhaltigen Geschäftsmodell, das diesen Impact finanzieren kann. Entsprechend genau fragte die Jury nach. Jury-Mitglied Andrew Gray von Tilia Impact Ventures erklärt im brutkasten-Gespräch: „Wir sehen uns an, welche Startups den größtmöglichen Impact für so viele Menschen wie möglich erzielen. Wer wird das Preisgeld nutzen, um den tiefgreifendsten sozialen Impact in der sinnvollsten Weise zu generieren?“

Die Sieger der re:Marc 2026

Letztlich musste sich die Jury für die Gewinner der drei Hauptpreise entscheiden. Neben diesen wurden noch mehrere Zusatzpreise vergeben. Diese drei Startups überzeugten die Jury besonders:

Grand Impact Award: Nepanikař

Den „Grand Impact Award“ und damit den Hauptpreis von 20.000 Euro holte sich das tschechische Social Startup Nepanikař – zu Deutsch: “Keine Panik!” Die gleichnamige App bietet psychologische Hilfe und Suizidprävention. Sie verzeichnet täglich rund 500 Nutzer:innen und unterstützt diese auch gezielt in akuten psychischen Krisensituationen. „Wir wollen das Preisgeld nutzen, um die App mit Smartwatches und Ringen zu verbinden und so Krisen besser vorherzusagen“, schildert Radka Novotná ihre Pläne. Das Geld fließt parallel in die Übersetzung der App in vier weitere Sprachen.

Nepanikař rund um Radka Novotná (2.v.r.) holte sich den Grand Imppact Award | (c) egressyorsifoto

Innovation Champion Award: Origin BCI

Der „Innovation Champion Award“ im Wert von 15.000 Euro ging nach Rumänien an Origin BCI. Das Team rund um Gründer und CEO David-Alexandru Popescu entwickelt bionische Handprothesen, die leistbar und leicht zu warten sind. Im Interview verrät Popescu den nächsten Schritt: „Die gewonnenen 15.000 Euro werden dazu beitragen, unser finales, konformes Produkt zu bauen – mit zugelassenen Materialien und Elektronik für Medizinprodukte.“

Origin BCI rund um David-Alexandru Popescu (2.v.l.) erhielt den Innovation Champion Award | (c) egressyorsifoto

Scalable Champion Award: TalentsLounge

Den „Scalable Champion Award“ sicherte sich Anna Gawin mit der österreichischen Plattform TalentsLounge (DaVinciLab). Die Plattform befähigt Lehrkräfte, Künstliche Intelligenz und Zukunftskompetenzen zu unterrichten. Gawin hat ein klares Ziel für die 15.000 Euro Preisgeld: „Wir werden unsere Plattform ins Polnische und Ungarische übersetzen und erste Pilotprojekte mit rund 500 Schülerinnen und Schülern an polnischen und ungarischen Schulen in Wien umsetzen.“

TalentsLounge rund um Anna Gawin holte sich den Scalable Champion Award | (c) egressyorsifoto
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