08.02.2017

Supersonic: Volle Auftragsbücher mit HIFI in High Quality

Supersonic ist ein Wiener Startup, das von Richard Sbüll unter dem Motto "Aus alt wird neu", gegründet wurde. Im Fokus stehen Vintage "Musikmöbel" aus dem letzten Jahrhundert.
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(c) Stefan Lozar: Der Gründer in seiner Werkstatt.

Zuerst war da die Liebe zu Musik und Design, dann die Idee diese beiden Interessen unternehmerisch miteinander zu verbinden. Von außen sehen die restaurierten HIFI Anlagen aus wie zu ihren besten Zeiten – der unserer Großeltern. Das Innenleben lässt aber keine Wünsche oder Anforderungen aus dem Jahr 2017 offen. Aktiver Subwoofer oder Bluetooth Audio Interface sind beispielsweise Standard. Ein anderes Kernprodukt von Supersonic ist der innovative „Supersonic SS1000“, ein „Musikmöbel“ in modernem Design und auf der Höhe der Audiotechnik durch integrierte Audiointerfaces, Media Player oder einer Smartphone Ladestation.

Dein Elevator Pitch?

Supersonic beschäftigt sich mit der Entwicklung und Produktion von hochwertigen, handgefertigten HIFI Geräten. Wir produzieren Geräte, die unsere Emotionen und unsere Liebe zum Handwerk verkörpern. Das Supersonic-Konzept richtet sich gegen die Schnelllebigkeit und Wegwerfkultur von Masseartikeln. Wir sind selbst Musikenthusiasten mit hohem Anspruch an Design, Funktionalität und Klangqualität und richten uns an alle Menschen, die ähnlich ticken.

Wie bist du auf die Idee gekommen?

Musik, Geräte zur Musikwiedergabe und vor allem alte Radiogeräte begeistern mich schon seit meinem fünften Lebensjahr. Nach zwölf Jahren als Designer im Bereich der Mikrochipentwicklung hatte ich das Bedürfnis, mein Berufsleben mit meiner Leidenschaft für Musik zu verbinden. Daraus entstand Supersonic.

Redaktionstipps

Wie setzt sich dein Team zusammen? Wie habt ihr euch gefunden?

Supersonic ist eine One-Man-Show. Allerdings teile ich mir die Werkstatt in der Spengergasse 49 im fünften Wiener-Gemeindebezirk mit dem Kunsttischler Martin Kristofcsak von Gatto Möbel. Zwischen uns findet ein Meinungsaustausch statt, der der gegenseitigen Weiterentwicklung dient und unsere Produkte so großartig macht. Martin und ich kannten uns schon seit Jahren und als ich von Graz nach Wien übersiedelt bin, bot sich die Gelegenheit, zu ihm in der Werkstatt einzuziehen.

Welche Eigenschaften müsste ein guter Mitarbeiter für dich haben?

Selbstständig und lösungsorientiert denken, kreativ sein und eine Liebe zum Detail zu haben. Wenn man, wie wir, Produkte herstellt, die Weltspitze sind, muss man durch und durch ein Perfektionist sein und an seine Arbeit die höchsten Ansprüche stellen. Wenn einem etwas nicht gelingt, muss man es solange wiederholen bis das Ergebnis passt. Das Resultat steht dabei über allem. Um sich in unser Team einzufügen, muss man ein Generalist sein, da wir alles, von der Elektronik bis zu den handwerklichen Aspekten, in-House machen.

Welche Learnings waren für dich als Founder besonders wichtig?

Geduld zu haben. Erfolgreich zu sein ist einhergehend mit Konsequenz und vor allem mit Geduld. Ganz nach dem Motto „Ändere die Dinge, die Du ändern kannst und akzeptiere Dinge, die Du nicht ändern kannst“

Was würdest du deinem jüngeren Ich mitgeben bzw. raten?

Mutig zu sein! Wer sich in der Lohnarbeit nicht wohlfühlt und sich zu etwas anderem berufen fühlt, sollte den „goldenen“ Käfig verlassen, denn Angst ist ein schlechter Ratgeber. Das Horrorszenario, dass man mal überschuldet auf der Straße steht, wird nicht eintreten, wenn man mit Bedacht an die Sache heran geht. Auch scheitern ist kein Hals- oder Beinbruch. Wir leben immerhin in einem Sozialstaat, der einen in Krisensituationen auch finanziell unterstützt. Außerdem gilt eine goldene Grundregel: Wenn man sein Leben, das heißt Ausgaben, Luxus, etc. auf das wirklich notwendige reduziert, dann man hat mehr Freiheiten das zu tun, was man wirklich tun will.

Welche Ziele hast du 2017?

Unsere Marke regional stärken. Die Auftragsbücher sind voll, daher heißt es vor allem: Arbeiten! 2018 werden wir unter Umständen expandieren und jemanden einstellen.

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Podero-Gründerduo Moritz Schrader (l.) und Chris Bernkopf (r.) © Podero

Anfang 2025 schloss das Wiener Startup Podero eine überzeichnete Seed-Runde über 5,5 Millionen Euro ab (brutkasten berichtete). Heuer folgte Ex-N26-Manager Christian Strobl als CCO, um das Wachstum voranzutreiben. Nun vermeldet man eine Kooperation mit dem Kärntner Energieversorger Kelag.

Podero entwickelt eine B2B-Software, die Energieversorgern helfen soll, die Kosten für flexible Verbrauchsgeräte zu senken – mit dem Ziel einer Win-Win-Situation für Anbieter und Verbraucher:innen zugleich. CEO Chris Bernkopf, der das Startup gemeinsam mit Moritz Schrader gegründet hat, beschrieb im April das Prinzip im brutkasten-Talk so: „Wir verbinden uns mit Wärmepumpen, Elektro-Autos, Batterien, also allen großen Geräten im Haushalt und wir steuern diese dann nach dem Strommarkt.“ Dadurch könne Podero Prognosen und Handlungsempfehlungen liefern, die es Energieversorgern ermöglichen, „ihre gebündelte Leistung auf den Energiemärkten zu handeln.“

Podero mit neuem Energieprodukt

Wie es heute mitteilt, brachte das Startup bereits Ende Mai das Energieprodukt „Kelag Smart Charging“ für Endkundinnen und Endkunden (allerdings nur im Energietarif „Kelag Strom Pro“) auf den Markt. Der Service steuert das Laden von Elektrofahrzeugen automatisch in jene Stunden, in denen die Day-Ahead-Preise an der Strombörse EPEX besonders niedrig sind, heißt es per Aussendung. Dabei werden sowohl die gewünschte Abfahrtszeit als auch der angestrebte Ladezustand berücksichtigt. Zusätzliche Hardware sei dafür nicht notwendig.

„Mit Kelag haben wir einen Partner gefunden, der die Anforderungen an ein modernes Energieprodukt sehr genau versteht – und der Beweis dafür steht: ein fertiges Produkt, weniger als einen Monat nach Projektstart. Gemeinsam ermöglichen wir es österreichischen Endkunden schon heute, die Energieprodukte der Zukunft zu erleben“, sagt Bernkopf.

Österreichweiter Rollout bis Ende Juni

Während die technische Plattform vom Wiener Software-Unternehmen bereitgestellt wird, erfolgt die Anmeldung über das Kundenportal der Kelag und führt direkt in eine App, in der Nutzerinnen und Nutzer ihr Elektroauto sowie weitere Geräte wie etwa Wechselrichter innerhalb weniger Minuten verbinden können sollen.

Für Haushalte mit Photovoltaikanlage und Smart Meter ist ein Home Energy Management integriert: Das Elektroauto wird bevorzugt mit selbst erzeugtem PV-Überschuss geladen, bevor Strom aus dem Netz bezogen wird. Das Angebot ist derzeit im Netzgebiet der KNG-Kärnten Netz GmbH verfügbar. Eine Ausweitung auf ganz Österreich ist bis Ende Juni 2026 geplant.

„Intelligentes Smart Charging in Kooperation mit Podero unterstützt unsere Kundinnen und Kunden im dynamischen Tarif ‚Kelag Strom Pro‘ dabei, ihr Elektrofahrzeug gezielt dann zu laden, wenn Strom an den Börsen besonders günstig ist“, sagt Alexander Jordan, Vertriebsleiter, Kelag. „Das spart bares Geld und zeigt die Möglichkeiten, die E‐Mobilität als integrierter Baustein des Energiesystems bereits heute bietet.“

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