07.12.2017

eSports-Insight: Mit Mario und Pikachu um 50.000 Dollar Preisgeld

eSport-Berichterstattung. Der Wiener Super Smash Bros.-Spieler Clemens Eisenhut gibt uns einen Einblick in das welweit größte Turnier des Spiels mit 50.000 US-Dollar Preisgeld.
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Sieger beim weltgrößten Super Smash Bros. Turnier
Quelle: https://twitter.com/XenosMccloud - Sieger "Leo"

eSports kommt in Österreich langsam, aber sicher im Mainstream an. Allein in den vergangenen Wochen wurden eine große Liga und ein großes Festival für 2018 angekündigt. Die Internet-Anbieter A1 und UPC stürzen sich auf das Thema. willhaben tritt als erster Corporate-Sponsor eines Teams auf. Im Fokus stehen dabei die „größten“ Spiele, League of Legends und Dota 2, sowie FIFA, für das es eine eigene eBundesliga gibt, an der alle vereine der „reellen“ Fußball-Bundesliga beteiligt sind.

eSports-Communities gibt es in Österreich freilich bereits seit Jahren. Und so nehmen Österreicher auch an internationalen Turnieren des Nintendo Wii U (und 3DS)-Spiels Super Smash Bros. teil. So auch Gastautor Clemens Eisenhut. Beim weltweit größten Turnier-Finale, bei dem dem es um insgesamt 50.000 US-Dollar Preisgeld ging, begab er sich aber in die Position des Sport-Berichterstatters. Ein kleiner Einblick in die Welt des Kampfs zwischen Mario, Donkey Kong, Pikachu und Co.

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2GGC Championship – Super Smash Bros.’ Höhepunkt 2017

In den letzten Jahren hat sich 2GGaming als einer der Grundpfeiler der Super Smash Bros. Community etabliert. Als 2GG Ende 2016 ihren ersten Circuit, mit insgesamt 50.000 US-Dollar zu gewinnen ankündigten, war bereits absehbar, wie wichtig dieser werden würde. Ein Jahr später, vom 1. bis 3. Dezember, hat nun das Finale stattgefunden.

Die Teilnehmer hatten die Chance, innerhalb von zehn über das Jahr verteilte Turniere Punkte zu sammeln. Die 19 Teilnehmer mit den meisten Punkten waren für das Finale qualifiziert. Für den 20. Platz gab es am ersten Final-Tag den „Last Chance Qualifier“, den Matt „Elegant“ Fitzpatrick, Spieler des österreichischem Teams „BeefySmashDoods“ für sich entscheiden konnte. Daraufhin wurden fünf Gruppen zu je vier Spielern ausgespielt. Die erstplatzierten kamen in ein finales aus acht Leuten bestehendes Double-Elimination Bracket. Der zweite jeder Gruppe musste in einer weiteren Gruppenphase unter die Top 3 kommen.

Pech im Spiel, Glück in der Liebe

Nachdem der erste Turniertag bis auf ein paar kleinere Überraschungen recht ereignislos verlief, war zu befürchten, dass es am Samstag so weitergehen würde. Die ersten Spieler, Gavin „Tweek“ Dempsey und Chris „WaDi“ Boston wurden auf die Bühne gerufen, und sollten mit diesem Aufeinandertreffen den zweiten Tag einleiten. Doch auf einmal blieb WaDi stehen und bat seine Freundin „Cinnpie“ auf die Bühne. WaDi ist bekannt für seine cleveren und unerwarteten Spielzüge, doch hier übertraf er sich selbst. Er machte Cinnpie einen Heiratsantrag, welchen sie nach einigen Tränen der Freude annahm. Er schaffte es am Ende nicht aus der Gruppenphase, doch WaDi ging definitiv als Gewinner aus diesem Turnier.

Ein nie zuvor gesehener Druck

Es ist ein Gemeinplatz: Je wichtiger ein Turnier, desto größer die Last auf den Teilnehmern. Dies konnte man auch hier beobachten, als Griffin „Fatality“ Miller nach einem spannenden Match gegen Elegant einfach aufgab. Doch kein Zusammenbruch war so signifikant wie der von Tweek. Nachdem er ein knappes Set gegen WaDi verlor, war er nicht mehr wieder zu erkennen und unterlag seinen weiteren Gegnern James „VoiD“ Makekau-Tyson und Elliot „Ally“ Carroza-Oyarce 3:0. Dies war umso überraschender bei Tweek, da er mit „2GGC: MkLeo Saga“ das letzte und zweitgrößte Qualifikationsturnier gewonnen hatte und stärker denn je eingeschätzt wurde. Seit dem hat man nichts mehr von Tweek gehört. Seine Freundin bestätigt jedoch, dass es ihm inzwischen wieder gut geht.

Elegants Aufstieg

Der Amerikaner BSD Elegant, der für die österreichischen „BeefySmashDoods“ spielt, war schon seit längerem ein Spieler, der mit seiner rapiden Verbesserung viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte. Doch dieses Wochenende hat er es geschafft sich als einer der besten Spieler der Welt zu etablieren. Nachdem er in der Gruppenphase dem besten Spieler der Welt, Gonzalo „ZeRo“ Barrios unterlegen war, ging er als Zweitplatzierter in die Playoffs, wo nur Samuel „Dabuz“ Buzby ihn stoppen konnte. So schaffte er es einer der finalen Acht zu sein und beendete seine unglaubliche Leistung nach seinem ersten Sieg über Kengo „KEN“ Suzuki mit einem fünften Platz.

Auch hier in Österreich zeigt man sich sehr erfreut über diese Platzierung: „Nachdem Elegant den Last Chance Qualifier gewonnen hat, waren wir eigentlich schon mehr als zufrieden. Jedoch war es danach noch lang nicht getan. Nie hätten wir uns gedacht bis 7 Uhr morgens aufbleiben zu müssen um zu erleben wie Elegant den 5. Platz beim bisher größten Super Smash Bros. Turnier erreicht. Ein unglaubliches Wochenende für Elegant und unser eSports Team“, sagt Viktor „vyQ“ Graf, Teil des österreichischen eSports Team „BeefySmashDoods“.

Der Prinz wird erwachsen

Wie sonst auch ging ZeRo als absoluter Topfavorit in das Turnier. Er ist der König von Super Smash Bros. und ist seit der Veröffentlichung des Spiels die unangefochtene Nummer eins. Doch dieses Mal sollte es anders sein. Im Winners Semi-Finale des Turniers stand im Leonardo „MKLeo“ Lopez gegenüber, der aufgrund seines jungen Alters (16 Jahre) und der Ähnlichkeit in Sachen Mentalität zu ZeRo, gerne als Prinz dieses Spiels bezeichnet wird. Leo spielt sehr viele Charaktere, doch zu der Überraschung von vielen entschied er sich für Meta Knight, von dem viele bereits vergessen hatten, dass er ihn spielt.

Was darauf folgte war einer der dominantesten 3:0 Siege aller Zeiten. Nachdem Leo im Winners Finale noch schnell Saleem „Salem“ Young 3:1 besiegte, war es unausweichlich, dass ihm im Grand Finale wieder ZeRo im Weg stehen würde. Nach einem knappen 3:2 Sieg von ZeRo, ließ sich die Nummer eins nicht nur von seinem Coach „Pierce“, sondern auch weiteren Spielern beraten. Sechs an der Zahl waren es, doch auch das sollte nicht reichen um Leo zu stoppen. Den meist ersehnten Sieg des Jahres und damit 13 000 Dollar konnte sich Leo mit einem 3:1 nach Hause holen.

Video vom Finale:

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⇒ Twitter-Page der „BeefySmashyDoods“

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Frank Möbius (links) | (c) BMW Group

Knapp 30 Jahre war Frank Möbius bei BMW. Zuletzt leitete er in der Konzernforschung den Bereich Technologiemanagement und -prognose und koordinierte das weltweite Netzwerk der BMW Technology Offices vom Silicon Valley bis Tokio. Seit 2023 gibt er seine Erfahrung als Senior Innovation Advisor bei der UnternehmerTUM GmbH in München, Europas größtem Gründerzentrum, weiter. Im Interview erklärt er, wie systematische Technologie-Früherkennung funktioniert, warum die meisten Unternehmen am Transfer der daraus gewonnenen Erkenntnisse scheitern und wie KI die Tech-Trenderkennung vereinfacht hat.


brutkasten: Sie waren fast 30 Jahre bei BMW. Wie sind Sie dort zum Thema Innovation gekommen?

Frank Möbius: Ich habe an der Uni Stuttgart Maschinenbau, Fachrichtung Fahrzeugtechnik studiert und nach dem Diplom Anfang 1990 meinen ersten Job bei der Lufthansa Technik in Frankfurt gefunden. Dort durfte ich die damals neuartigen stangenlosen Flugzeugschlepper mitentwickeln und 1992 den neuen Flughafen München damit ausrüsten – meine erste Berührung mit Innovationen und ihrer Einführung im Massengeschäft. Ich verließ die Lufthansa nach ein paar Jahren, um an der Uni Kaiserslautern über Robotik zu promovieren. Nach der Promotion kam ich 1996 zu BMW, meiner Wunschfirma in meiner Wunschstadt. Dort konnte ich viele unterschiedliche Funktionen übernehmen: erst arbeitete ich vier Jahre im Versuchsfahrzeugbau, dann vier Jahre im Personalwesen, ein lehrreicher “Side Step” für einen Ingenieur!

(c) BMW Group

Mitte 2004 durfte ich eine Abteilung für Vorentwicklung und Innovationsmanagement im Bereich Antriebsproduktion übernehmen. Daraus entstand meine Rolle im damals neuen elektrifizierten Antrieb für BMW – von der strategischen Inhouse-Entscheidung und fachlichen Befähigung der Firma bis zur Großserie: über zehn Jahre lang war ich für die Industrialisierung und später Entwicklung von Hochvoltbatterien verantwortlich, vom ersten A-Muster mit einem sehr kleinen Team bis zu 100 Mitarbeitenden. 2017 bin ich schließlich in die Forschung gewechselt und habe dort das Team “Technologiemanagement und -prognose” übernommen, das später in die Einheit “Open Innovation” integriert wurde.

Was macht so eine Open-Innovation-Einheit in einem Konzern konkret?

Mit Open Innovation Methoden erkennt und verwertet man frühzeitig innovative Signale und Trends, die außerhalb der eigenen Unternehmensgrenzen stattfinden. Wir schauen bewusst in Branchen jenseits des Automobilbaus: Consumer Electronics, Luft- und Raumfahrt, Medizin, Computing, Biomaterialien, etc. Immer mit der Frage im Hinterkopf: Was können wir davon für das eigene Kerngeschäft nutzen? Konkret: Technologische Trends aus der Cross-Industrie frühzeitig erkennen, verstehen, bewerten, ein Proof-of-Concept-Projekt durchführen, z. B. mit einem Startup, einer Uni, einem Fraunhofer-Institut, etc. und diese Ergebnisse dann in die Firma für die eigenen Produkte, Services und Prozesse transferieren.

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BMW hat dafür eine eigene Abteilung aufgebaut. Wie hängen die einzelnen Bausteine zusammen?

2015 wurde die Technologie-Früherkennung mit dem Technologie-Trendradar ins Leben gerufen, fast gleichzeitig wurde die BMW Startup Garage gegründet. Das Radar ist zunächst ein Visualisierungs- und Kommunikationstool: wir platzieren die erkannten Technologien nach Kategorien und Reifegraden, um frühzeitig aufzeigen zu können, was sich technologisch weltweit tut. Aber diese Erkenntnisse stehen erstmal nur auf dem Papier. Entscheidend ist nach Bewertung und Priorisierung die Verwertung dieser Erkenntnisse, der sogenannte Transfer. Dieser erfolgt dann oft mit Startups.

Hier kommt die BMW Startup Garage zum Einsatz. Sie betreibt Venture Clienting, d. h. sie investiert nicht, sondern scoutet im Netzwerk der internationalen BMW Tech Offices die besten Startups und koordiniert Innovationsprojekte mit den betroffenen BMW-Fachbereichen, die meist das Budget dafür stellen. Diese Startups müssen schon reifer sein, also ein stabiles Team, eine robuste Finanzierung, ein fertiges Produkt – ggf in anderen Branchen – und am besten schon erste Kunden haben. Das Ziel dabei ist immer, dass das Startup ein regulärer Lieferant für BMW werden kann, wir nennen das  “startup as a supplier”. Erst wenn die Lösung des Startups wirklich bei BMW zum Einsatz kommt – in Produkt, Service oder Prozess -, entsteht Impact!

Daneben gibt es das Team BMW iVentures als klassischer Risikokapital-Investor, der ebenfalls über das BMW Tech Office Netzwerk auch in ganz frühphasige Startups investiert. Außerdem gehört dazu ein BMW-interner Incubator und eine Crowd Innovation Plattform.

Wie läuft systematische Tech-Trenderkennung bzw. Tech-Scouting im Alltag ab?

Es gibt vier Prozessschritte: Scouten und Strukturieren, Diskutieren und Bewerten, Visualisieren und Vorbereiten und dann der Transfer in die passenden BMW-Fachbereiche und die dortige Umsetzung. Den ersten Schritt haben früher Mitarbeitende und Werkstudierende gemacht, heute erledigen das maßgeschneiderte KI-Agenten. Für den zweiten Schritt braucht man die Experten: Fachleute von intern und extern. Ggf wird zu einem bestimmten Tech-Trend eine Studie erstellt. Für den dritten Schritt sitzt man in Workshops zusammen und erarbeitet einen Vorschlag für das nächste Trendradar und mögliche Scouting- oder Prototypen-Projekte. Von einer Liste mit über hundert Themen bleiben dann vielleicht vierzig übrig, die auf das Trendradar kommen und fünf, die dann tiefergelegt werden.

(c) BMW Group

Und dann kommt der Teil, an dem viele scheitern.

So ist es! Die ganzen modernen Technologien und Trends kann man heute recht einfach im Netz recherchieren, Generative AI hilft dabei. Das Entscheidende aber ist am Ende: Was leitet das Unternehmen daraus ab? Nur neues Wissen, eine Produktverbesserung oder gleich ein neues Geschäftsmodell? Einfacher gesagt: was mache ich damit morgen besser als heute? Das ist das Schwierige, der Transferprozess. Dieser hat inhaltliche, strukturelle, finanzielle aber auch menschliche Aspekte. Der Transfer einer neuen, erstmal riskanten Technologie aus einer anderen Branche in die eigene Firma ist oft schwierig. Auch bei BMW hat es ein paar Jahre gedauert, bis erste Erfolge kamen und das Vorgehen akzeptiert war.

Was ist das Rezept, damit es funktioniert?

Man holt die Personen, die später die Erkenntnisse umsetzen sollen, frühzeitig in den Prozess mit hinein. Sie dürfen die Startups mit bewerten, sie erfahren sofort, wenn eine neue Technologie für ihren Fachbereich tiefergelegt werden soll, diese wird dann gemeinsam bewertet. Dafür gibt es in der BMW Startup Garage für jedes Ressort einen konkreten Schnittstellenpartner. Dann geht man gemeinsam in den betroffenen Fachbereich, organisiert die Ressourcen und plant das Projekt, damit das Startup den Prototypen bauen kann. Wichtig: für das Startup-Projekt wird oft das Geld des späteren Fachbereichs verwendet. Das erzeugt zusätzliches Commitment! Und das Zweite ist die Hierarchie: Wenn Du einen Bereichsleiter oder Geschäftsführer hast, der voll hinter Open Innovation steht und auch mal in oberen Etagen politisch unterstützt, dann funktioniert es deutlich besser, auch in Krisenzeiten mit Budgetknappheit.

(c) BMW Group

Was raten Sie einem Unternehmen, das ohne viel Budget mit Technologiemanagement starten will?

Man muss nicht gleich zehn Leute einstellen. Oft genügt erstmal eine Person mit den nötigen Ressourcen und Befugnissen, dazu evtl. einen Studierenden und ein paar Teilkapazitäten in den relevanten Fachbereichen als Unterstützung. Ggf hilft am Anfang auch eine externe Trendagentur oder ein passender Toolanbieter. KI-Kenntnisse sind wichtig, um einen KI-Agenten nutzen oder einen eigenen aufbauen zu können. Ein gutes, internationales Netzwerk in alle relevanten Industrien ist ebenso wichtig, denn inzwischen betreiben die meisten großen Firmen Technologie-Früherkennung im Rahmen von Corporate Foresight, man kann von ihnen lernen und Best Practices übernehmen. Ich habe aus meinen über 6 Jahren in dieser Rolle eine Liste mit den zehn wichtigsten Lessons Learned zusammengeschrieben. Da steht alles drin, was man braucht, man muss es halt nur noch machen.

Was machen Sie heute bei UnternehmerTUM?

UnternehmerTUM hat drei Zielgruppen: Talente, Startups und Unternehmen – vom großen  Corporate und Mittelstand bis zum Familienunternehmen. Meine Hauptarbeit liegt in der Innovationsberatung, wo ich meine BMW-Erfahrung einbringen kann. Daneben bin ich Startup-Mentor, halte Vorlesungen, unterstütze die Internationalisierung der UnternehmerTUM und betreue Delegationen. Und ich baue gerade einen KI-gestützten Technologie-Trendradar-Prozess für die UnternehmerTUM, die TUM Venture Labs und ihre Partner und Kunden auf. Der ist nochmal deutlich umfangreicher als ein Radar für die Automobilindustrie. Wir haben dafür einen KI-Agenten gebaut, der weltweit schwache Tech-Signale erkennt, also Technologien, die noch kein messbarer Trend sind. Diesen KI-Agenten trainiere ich täglich. Gerade für Mittelständler und Familienunternehmen ist das sehr hilfreich, weil sie in der Regel nicht das Netzwerk und die Möglichkeiten großer Firmen haben.

(c) BMW Group

Gibt es ein Beispiel aus Ihrer BMW-Zeit, das zeigt, was Open Innovation bewirken kann?

Aus der Tech-Trenderkennung und der Startup-Arbeit wurden in den letzten Jahren schon viele Projekte zu Quantum Computing, Fahrzeug-Satelliten-Kommunikation, Gesundheitsdaten-Monitoring im Fahrzeug, Panorama-Displays, In-Car-Gaming u.v.m. erfolgreich transferiert. Einiges davon ist schon im Auto zu erleben, manches wird noch kommen. Mein Lieblingsbeispiel ist das farbwechselnde Auto: keine klassische Trenderkennung, aber ein erfolgreicher Cross-Industry-Transfer und vielleicht sogar ein Trendsetter! Eine Mitarbeiterin von mir hatte vor vielen Jahren die mutige Idee, die Display-Funktionen eines E-Readers aufs Auto zu übertragen. Sie hat sich die E-Ink-Panels besorgt, einen Prototypen entwickelt und damit nach vielen Experimenten mit einigen Helfern den BMW iX Flow aufgebaut – übrigens anfangs im MakerSpace der UnternehmerTUM. Mit diesem Auto war sie mit BMW 2022 in der Schwarz-Weiß-Version und ein Jahr später mit dem BMW i VISION Dee in der Farbversion mit großem Erfolg auf der CES in Las Vegas: The Color-Changing Car! Das ist für mich der perfekte Cross-Industry-Transfer: Ich übertrage eine erfolgreiche Technologie aus einer Industrie in eine völlig andere und habe einen Nutzen daraus. Ob das in irgendeiner Form mal in Serie kommt? Wer weiß …

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