06.07.2023

Superintelligente KI: Team von OpenAI soll Auslöschung der Menschheit verhindern

Systeme, die auf künstlicher Intellligenz (KI) basieren, werden immer intelligenter. Ein neues Forschungsteam von OpenAI soll nun herausfinden, wie sich KI in Zukunft kontrollieren lässt.
/artikel/super-ki-openai-will-ausloeschung-der-menschheit-verhindern
OpenAI
Bild: (c) Mariia Shalabaieva/Unsplash

Immer wieder warnten Tech-Leaders in den letzten Jahren vor einer Super-KI, welche die Menschheit auslöschen könnte. Eine Befragung unter Top-CEOs in den USA zeigte im Juni, dass 40 Prozent die Auslöschung der Menschheit durch KI fürchten. Derzeit sind wir noch weit von einer solchen Situation entfernt. Dennoch machen sich kluge Köpfe bereits jetzt Gedanken, wie man eine Super-KI kontrollieren könnte.

Die Super-KI soll menschlichen Absichten folgen

Am Mittwoch verkündete OpenAI in einem Blogartikel die Gründung eines neuen Teams, das Mittel und Wege entwickeln soll, eine solche Super-KI zu kontrollieren. Geleitet wird das neue Team von Ilya Sutskever, dem Chief Scientist von OpenAI und von Jan Leike. Die Forschungsfrage, die das neu geschaffene Team bearbeiten soll, lautet: „Wie stellen wir sicher, dass KI-Systeme, die viel intelligenter sind als Menschen, menschlichen Absichten folgen?“

OpenAI geht davon aus, dass die derzeitigen Kontrollmittel nicht dauerhaft genügen, um eine immer leistungsfähigere KI zu „beaufsichtigen“. Es brauche deshalb mehr Forschung und Technik in diesem Bereich, so OpenAI. Konkret will OpenAI 20 Prozent seiner der Rechenleistung diesem Zweck widmen. Innerhalb von vier Jahren will OpenAI dann das Projekt „Superintelligence Alignment“ abschließen.

Eigene Aufpasser-KI soll trainiert werden

Konkret will das Team eine eigene KI schaffen, die es „Human-level Automated Alignment Researcher“ nennt – also eine Art Aufpasser-KI. Sie soll Justierungen an KI-Systemen vornehmen können, damit diese auch in Zukunft im Sinne der Menschheit handelt.

„Wenn wir diesbezüglich Fortschritte machen, können unsere KI-Systeme immer mehr unserer Justierungsarbeit übernehmen und letztendlich bessere Justierungstechniken ausarbeiten, implementieren, studieren und entwickeln, als wir es jetzt haben“, schrieben Leike und weitere OpenAI-Forscher im August 2022 in einem Blogartikel.

Enge Zusammenarbeit mit menschlichen Wissenschaftlern

Die neuen KI-Forschungssysteme würden dann „mit Menschen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass ihre eigenen Nachfolger stärker auf Menschen ausgerichtet sind“, so Lemke und seine Kollegen. Menschliche Wissenschaftler:innen würden ihre Bemühungen in Zukunft stattdessen stärker auf die Überprüfung der von KI-Systemen durchgeführten Forschung konzentrieren, anstatt diese Forschung selbst zu generieren.

Deine ungelesenen Artikel:
22.10.2026

Grazer Startup versa setzt auf KI-Personas, um Gespräche mit Kunden zu üben

Mit virtuellen Gesprächspartnern will versa klassische Verkaufstrainings für Unternehmen verändern. Erst im Jänner 2026 gegründet, zählt das Unternehmen bereits rund 14 zahlende Kunden und ist nach eigenen Angaben profitabel. Und das ohne externes Investment.
/artikel/grazer-startup-versa-setzt-auf-ki-personas-um-gespraeche-mit-kunden-zu-ueben
22.10.2026

Grazer Startup versa setzt auf KI-Personas, um Gespräche mit Kunden zu üben

Mit virtuellen Gesprächspartnern will versa klassische Verkaufstrainings für Unternehmen verändern. Erst im Jänner 2026 gegründet, zählt das Unternehmen bereits rund 14 zahlende Kunden und ist nach eigenen Angaben profitabel. Und das ohne externes Investment.
/artikel/grazer-startup-versa-setzt-auf-ki-personas-um-gespraeche-mit-kunden-zu-ueben
Die Gründer von versa: Jakob Logar, Maximilian Brehm und Elija Dentler (v. l.) | (c) webformance.agency

Ein schwieriges Kundengespräch, eine heikle Preisverhandlung oder eine verärgerte Kundin: Solche Situationen gehören in vielen Berufen zum Alltag. Doch wie bereitet man Mitarbeitende darauf vor? Klassische Kommunikationstrainings sind oft zeitaufwendig und bieten nur begrenzte Möglichkeiten, das Gelernte praktisch anzuwenden.

Genau hier setzt das Grazer Startup versa an. Das im Jänner 2026 gegründete Unternehmen hat eine KI-basierte Plattform entwickelt, mit der Mitarbeitende realistische Gesprächssituationen simulieren und anschließend individuelles Feedback erhalten können.

Gegründet wurde das Unternehmen von Jakob Logar, Elija Dentler und Maximilian Brehm. Die Idee entstand aus den beruflichen Erfahrungen der Gründer. Co-CEO Logar war rund 20 Jahre im Vertrieb tätig und absolvierte selbst zahlreiche Kommunikationstrainings. Diese seien zwar hilfreich gewesen, hätten aber meist nur wenig Raum für praktische Übungen geboten. „Da haben wir jetzt einfach gesehen, das was KI da möglich macht, ist eben diesen Flaschenhals der Rollenspiele aufzuheben“, erklärt Logar. Mitarbeitende könnten dadurch unabhängig von Trainer:innen oder Vorgesetzten Gespräche üben.

Von einem Forschungsprojekt zur KI-Plattform

Den Anstoß lieferte ein Forschungsprojekt am Grazer Know-Center. Dort wurde auf Anfrage der Medizinischen Universität Innsbruck untersucht, ob sich Arzt-Patienten-Gespräche mit KI simulieren lassen. Ein erster ChatGPT-Prototyp zeigte Potenzial, aber auch technische Grenzen.

Heute kombiniert versa verschiedene KI-Modelle für die Szenarioerstellung, Sprachinteraktion und Auswertung. Unternehmen können eigene Unterlagen und Kundenprofile einbinden, um möglichst praxisnahe Trainingssituationen zu schaffen.

Doch warum braucht es dafür eine eigene Plattform statt ChatGPT? „Die Magie liegt eigentlich in der KI-Architektur und in der Agent-Orchestrierung“, sagt Logar. Anders als bei der Nutzung eines einzelnen Sprachmodells sollen die KI-Personas konsistent bleiben und die Auswertungen vergleichbar sein.

Eigene KI-Basismodelle entwickelt das Startup nicht. Stattdessen setzt es auf eine flexibel aufgebaute Architektur. „Wir verwenden immer das beste Modell“, so Logar. Neue Technologien könnten dadurch einzelne Komponenten ersetzen, ohne die gesamte Plattform verändern zu müssen.

Eingesetzt wird versa derzeit vor allem beim Onboarding neuer Mitarbeitender. Diese können vom ersten Kundentelefonat bis zur Preisverhandlung unterschiedliche Gesprächssituationen trainieren.

Das KI-Trainingsgespräch selbst erfolgt dann im Look eines Video-Calls. (c) versa Training GmbH

14 zahlende Kunden und bereits profitabel

Nur wenige Monate nach der Gründung zählt versa laut Logar rund 14 zahlende Unternehmenskunden. Darunter befinden sich eine große Bank und einer der größten deutschen Versicherer. Als Zielgruppe sieht versa nicht ausschließlich Großkonzerne. Interessant sei die Plattform grundsätzlich für Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitenden in kundenorientierten Rollen, etwa im Vertrieb oder Kundenservice.

Der Weg vom ersten Interesse zum Vertragsabschluss sei allerdings nicht immer kurz. Besonders bei größeren Unternehmen würden rechtliche Prüfungen rund um den Einsatz von KI den Verkaufsprozess verlängern.

Finanziert wurde das Startup bislang ausschließlich aus Eigenmitteln. Das Stammkapital von 10.000 Euro brachten die drei Gründer selbst auf. Auf die Frage, wann das Unternehmen profitabel werden wolle, antwortet Logar: „Wir sind schon profitabel.“

Förderabsage als Wendepunkt

Ursprünglich hatte das Gründerteam auf eine aws-Seedförderung gehofft. Nach einem Pitch im Frühjahr 2026 folgte jedoch die Absage. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gründer ihre bisherigen Jobs bereits gekündigt. Trotz des Rückschlags beschlossen sie weiterzumachen. „Wir haben dann aber den Entschluss gefasst, weiterzumachen, weil die Idee so gut ist“, erzählt Logar. Die Absage habe das Team letztlich stärker auf den Markt fokussiert.

Aktuell ist versa in der Science Park Graz Academy und arbeitet im Grazer Unicorn. Zunächst will das Startup aus eigener Kraft weiterwachsen und einen mittleren sechsstelligen Umsatzbetrag erreichen. Für die spätere Skalierung werden Partner gesucht.

Dabei denkt das Team von Beginn an international. „Wir haben ja keine sprachlichen Restriktionen“, erklärt Logar. Erste Kunden aus Deutschland hat versa bereits gewonnen. Langfristig will das Unternehmen vor allem dort wachsen, wo der Bedarf an skalierbaren Kommunikationstrainings besonders groß ist.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Superintelligente KI: Team von OpenAI soll Auslöschung der Menschheit verhindern

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Der Inhalt des Artikels diskutiert die potenzielle Gefahr einer Superintelligenten KI und die Bemühungen von OpenAI, Wege zu finden, um diese zu kontrollieren und sicherzustellen, dass sie den Absichten der Menschheit folgt. Das hat verschiedene gesellschaftspolitische Auswirkungen: 1. Bewusstsein für mögliche Risiken: Die Diskussion über Superintelligente KI und ihre potenzielle Bedrohung für die Menschheit sensibilisiert die Öffentlichkeit und Entscheidungsträger für die möglichen negativen Auswirkungen dieser Technologie. 2. Regulierung und Kontrolle: Die Bemühungen von OpenAI, eine eigene KI zu entwickeln, um die Kontrolle über eine Superintelligente KI sicherzustellen, könnten zu einer verstärkten Regulierung und Kontrolle von KI-Systemen führen. Dies könnte Auswirkungen auf die Entwicklung und Implementierung von KI in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft haben. 3. Ethik und Verantwortung: Die Diskussion über die Kontrolle von Superintelligenter KI wirft auch Fragen der Ethik und Verantwortung auf. Es stellt sich die Frage, wer für die Handlungen und Entscheidungen von KI-Systemen verantwortlich ist und wie ethische Prinzipien in die Entwicklung und Nutzung dieser Technologie integriert werden können. 4. Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine: OpenAI betont die enge Zusammenarbeit zwischen KI-Systemen und menschlichen Wissenschaftlern, um sicherzustellen, dass die KI-Systeme auf menschliche Werte und Absichten ausgerichtet sind. Dies deutet auf eine Veränderung der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine hin und könnte Auswirkungen auf Arbeitsstrukturen und Rollen in der Zukunft haben. Insgesamt hat der Inhalt des Artikels das Potenzial, das Bewusstsein für die Problematik von Superintelligenter KI zu schärfen und den Diskurs über Regulierung, Ethik und Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zu fördern.

Superintelligente KI: Team von OpenAI soll Auslöschung der Menschheit verhindern

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Der Inhalt des Artikels hat potenziell weitreichende wirtschaftliche Auswirkungen. Die Schaffung einer Superintelligenz und die Entwicklung von Kontrollmechanismen für KI-Systeme erfordern erhebliche Investitionen in Forschung und Technologie. OpenAI plant, einen beträchtlichen Teil seiner Rechenleistung für diese Zwecke einzusetzen. Dies könnte zu einer verstärkten Nachfrage nach hochqualifizierten KI-Experten führen und die KI-Forschungs- und Entwicklungsbranche weiter antreiben. Darüber hinaus könnten Unternehmen, die erfolgreich leistungsfähige KI-Systeme entwickeln und kontrollieren können, einen Vorsprung bei der Nutzung und Vermarktung dieser Technologien haben. Insgesamt wird der Artikel eine Diskussion über die Auswirkungen und Herausforderungen von Super-KI auf die Wirtschaft auslösen.

Superintelligente KI: Team von OpenAI soll Auslöschung der Menschheit verhindern

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Als Innovationsmanager:in spielt der Artikel eine relevante Rolle, da er auf die mögliche Bedrohung einer Super-KI hinweist und die Bemühungen von OpenAI, diese zu kontrollieren. Dies zeigt, dass die Entwicklung und Erforschung von KI-Systemen weiterhin von großer Bedeutung ist, aber auch potenzielle Risiken birgt. Als Innovationsmanager:in sollten Sie sich mit diesen Fortschritten sowie den Möglichkeiten und Risiken auseinandersetzen, um sicherzustellen, dass Ihre Organisation von den Vorteilen der KI profitieren kann und gleichzeitig mögliche Bedrohungen im Blick behält.

Superintelligente KI: Team von OpenAI soll Auslöschung der Menschheit verhindern

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Für Investoren ist der Inhalt dieses Artikels relevant, da er auf die potenziellen Risiken und Herausforderungen hinweist, die mit der Entwicklung von Superintelligenten KI-Systemen verbunden sind. Das Engagement von OpenAI zur Kontrolle und Ausrichtung solcher Systeme unterstreicht die Bedeutung von ethischen und sicherheitsrelevanten Aspekten bei der Weiterentwicklung von KI-Technologien. Investoren sollten sich daher über die Fortschritte und Maßnahmen in diesem Bereich informieren und mögliche Auswirkungen auf Unternehmen und Branchen berücksichtigen, die in der KI-Forschung und -Entwicklung tätig sind.

Superintelligente KI: Team von OpenAI soll Auslöschung der Menschheit verhindern

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Als Politiker:in ist es wichtig, auf dem aktuellen Stand der Technologieentwicklung zu sein, um politische Entscheidungen treffen zu können, die den gesellschaftlichen Fortschritt fördern und potenzielle Risiken reduzieren. Das Thema der Superintelligenz und der Kontrolle von KI-Systemen, wie in diesem Artikel erwähnt, betrifft die zukünftige Entwicklung der KI und deren potenzielle Auswirkungen auf die Menschheit. Durch die Kenntnis und das Verständnis dieser Entwicklungen können Politiker:innen politische Rahmenbedingungen schaffen, die die Sicherheit und den Nutzen von KI gewährleisten und gleichzeitig ethische Bedenken berücksichtigen.

Superintelligente KI: Team von OpenAI soll Auslöschung der Menschheit verhindern

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Der Artikel beleuchtet das Thema der potenziellen Auslöschung der Menschheit durch eine Superintelligente KI und wie das Unternehmen OpenAI dieses Risiko angeht. OpenAI hat ein neues Team gegründet, um Wege zu finden, eine solche KI zu kontrollieren und sicherzustellen, dass sie den Absichten der Menschen folgt. Sie planen, eine eigene Aufpasser-KI zu entwickeln, die anpassungen an KI-Systemen vornehmen kann. Dieser Artikel verdeutlicht die wachsenden Bedenken der Tech-Industrie bezüglich der Kontrolle und Auswirkungen hochentwickelter KI-Systeme auf die Menschheit und zeigt den Einsatz von OpenAI zur Lösung dieser Herausforderungen.

Superintelligente KI: Team von OpenAI soll Auslöschung der Menschheit verhindern

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

  • Ilya Sutskever
  • Jan Leike

Superintelligente KI: Team von OpenAI soll Auslöschung der Menschheit verhindern

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Die relevantesten Organisationen und Unternehmen in diesem Artikel sind:
  • OpenAI

Superintelligente KI: Team von OpenAI soll Auslöschung der Menschheit verhindern