18.07.2023

subdron: Bregenzer Unterwasserdrohnen-Startup holt 1,3 Millionen Euro Investment 

Das Bregenzer Unterwasserdrohnen-Startup subdron hat kürzlich eine Finanzierungsrunde in der Höhe von 1.3 Millionen Euro abgeschlossen. Zu den Investoren zählen xista science ventures (ehem. IST Cube), Faber VC und Saber. Ziel des Startups ist es, die Dekarbonisierung in der Schifffahrtsindustrie voranzutreiben und Unterwasserinspektionen zu automatisieren.
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© subdron

Künstliche Intelligenz und Automatisierung haben in den letzten Monaten nahezu alle Bereiche unseres Lebens durchdrungen. Diese Technologien bewähren sich nicht nur an der Wasseroberfläche, sondern auch unter Wasser. Dafür sorgt das Bregenzer Deep-Tech Startup subdron, das sich auf autonome Unterwassernavigation und Datenverarbeitung für automatisierte Unterwasserinspektionen spezialisiert hat.

Genauer gesagt möchte subdron die Art und Weise, wie Unterwasserstrukturen wie Hafenanlagen und Schiffsrümpfe auf Schäden und Bewuchs untersucht werden, revolutionieren. Das Ziel des Startups ist es, durch den Einsatz von modernster Technologien und KI-Lösungen ein effizienteres, kostengünstigeres und umweltfreundlicheres Management von Unterwasserinfrastrukturen zu ermöglichen. 

Dekarbonisierung und Automatisierung der Schifffahrtsindustrie im Fokus 

Für das weitere Wachstum und die geplante Expansion hat subdron nun eine Pre-Seed-Investitionsrunde in der Höhe von 1,3 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wurde die Finanzierungsrunde von xista science ventures (ehem. IST Cube), einem Venture Fonds für wissenschaftliche Innovation, dem Ocean- und Climate-Tech-Fonds von Faber aus Lissabon sowie dem Single Family Office Saber aus Wien. 

„Wir sind beeindruckt von der Technologie und Vision von subdron. Ihr innovativer Ansatz hat das Potenzial, zahlreiche Branchen zu revolutionieren, von der Schifffahrt und dem Transportwesen bis hin zur Energie- und Umweltüberwachung. Wir sind stolz darauf, ihre Mission zu unterstützen, und freuen uns darauf, dass autonome subdron Fahrzeuge bald einen bedeutenden Beitrag zur Dekarbonisierung einer traditionell arbeits- und CO2-intensiven Branche leisten werden“, sagt Bernhard Petermeier von xista science ventures.

Mit ihrer umweltfreundlichen Vision, die Schifffahrtsindustrie dekarbonisieren zu wollen, scheint das Deep-Tech Startup die Investor:innen überzeugt zu haben. „Obwohl der maritime Transport effizienter ist als der Land- oder Lufttransport, ist er für etwa 3 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Bewuchs auf dem Schiffsrumpf kann den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen signifikant erhöhen. Günstigere, schnellere und präzisere Biofouling-Daten, wie sie das subdrone-System liefern wird, würden zu optimierten Reinigungsplänen führen und sowohl den Kraftstoffverbrauch als auch die CO2-Emissionen reduzieren“, sagt Carlos Esteban von Faber.

Subdron expandiert mit frischem Kapital nach Portugal  

Mit dem frischen Kapital möchte das Startup nach Portugal expandieren. Mit der Eröffnung einer Tochtergesellschaft in der Küstenstadt Porto will subdron sein Team erweitern und die subdron-Technologie weiterentwickeln. Porto sei dafür der optimale Standort, da das Team mit lokalen Forschungszentren für maritime Robotik zusammenarbeiten und Netzwerke mit maritimen Transportunternehmen verstärken könne. 

“Diese erhebliche Investition wird unsere Mission vorantreiben, unsere Technologieführerschaft weiter auszubauen und die Effizienz und die Nachhaltigkeit des Managements von Unterwasserinfrastrukturen insgesamt entscheidend zu verbessern. Wir sind stolz darauf, diese Technologie in Österreich und Portugal weiterzuentwickeln“, sagte Thomas Vonach, Gründer und CEO von subdron.

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Die beiden CEOs von ParityQC: Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. | © Günther Egger

In der öffentlichen Wahrnehmung ist Quantencomputing nach wie vor eine Zukunftstechnologie. In der Breite ist diese definitiv noch nicht angekommen. Entsprechend sind auch viele Startups in dem Feld noch die klassische Wette auf die Zukunft, wie sie im Hightech-Bereich üblich ist: massive Forschungsausgaben und noch keine Umsätze. Dass es aber nicht so sein muss, beweist das Innsbrucker Quanten-Scaleup ParityQC.

Dieses legte nun seinen Jahresabschluss für 2025 vor. Als GmbH und „kleine Kapitalgesellschaft“ gelten dabei eingeschränkte Berichtspflichten – so muss etwa die Gewinn- und Verlustrechnung nicht veröffentlicht werden. Aus dem Bericht lässt sich der Gewinn aber (im Gegensatz zum Umsatz) genau ableiten.

1,46 Millionen Euro Gewinn mit nur 27 Mitarbeiter:innen

ParityQC stand demnach 2025 bei einem Bilanzgewinn von knapp über drei Millionen Euro. Abzüglich des Gewinnvortrags ergibt sich ein Jahresüberschuss von etwa 1,46 Millionen Euro – und das mit 27 Mitarbeiter:innen. Bereits im Jahr 2024 hatte das Scaleup einen Gewinn von rund 1,36 Millionen Euro zu Buche stehen.

Die Umsätze lassen sich dagegen – wie erwähnt – nicht aus dem Bericht ableiten. Bekannt ist, dass ParityQC an mehreren Großaufträgen im Quantenbereich beteiligt ist. Brutkasten berichtete zuletzt Ende Juni über einen 35-Millionen-Euro-Deal mit der deutschen Cyberagentur, der Innovationsabteilung des deutschen Verteidigungsministeriums.

Fast 14 Millionen Euro liquide Mittel

Neben den Gewinnen sind auch die liquiden Mittel, die aus dem Bericht hervorgehen, beachtlich. Diese betrugen mit Abschluss 2025 fast 14 Millionen Euro und damit fast 93 Prozent der Bilanzsumme von rund 15 Millionen Euro. Mit rund 12,6 Millionen Euro Eigenkapital kommt ParityQC zudem auf eine Eigenkapitalquote von 83,7 Prozent. Und schließlich: Kapitalrücklagen von 9,49 Millionen Euro, die schon 2024 zu Buche standen, blieben unangetastet.

Eine logische Ableitung aus all den Zahlen: Das Kapital aus der großen (nicht konkret bezifferten) Finanzierungsrunde 2024 – brutkasten berichtete – wurde kaum bis gar nicht gebraucht. Auch das ist für Scaleups im Hightech-Bereich alles andere als üblich.

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