15.06.2016

Tipp von „Buffer“: So wird der Social-Media-Auftritt verbessert

Buffer, ein Social-Media-Startup mit niederösterreichischen Wurzeln, hat 16 Millionen Posts von 100.000 Firmen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, wie man die eigene Social-Media-Strategie noch erfolgreicher machen kann.
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(c) fotolia.com - Rawpixel.com

Buffer hilft Firmen, ihre Social-Media-Strategie zu verbessern – es wählt etwa für sie den perfekten Zeitpunkt für Posts aus. Auf seinem Blog hat das Startup jetzt auch eine andere Hilfestellung für den perfekten Social-Media-Auftritt gebracht: Eine Studie, in der die Interaktionen zu Status-Updates von Unternehmen systematisch analysiert wurden. Und aus den Ergebnissen kann man einiges lernen: So performen zum Beispiel Videos auf Facebook deutlich besser als Links oder Fotos, werden aber viel seltener gepostet.

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Twitter wird am stärksten genutzt

Aber zurück zum Beginn: Am Anfang stand für Buffer die Frage, welche Social-Media-Plattformen Unternehmen überhaupt nutzen. Das Ergebnis: von den 16 Millionen untersuchten Posts, die die Unternehmen innerhalb eines Jahres gemacht haben, gingen rund 80 Prozent auf Twitter raus. Weitere rund 14 Prozent liefen über Facebook. Google + (3,6 Prozent), LinkedIn (2,3 Prozent) und Pinterest (0,5 Prozent) spielten hingegen eine untergeordnete Rolle. Die Dominanz von Twitter sei dabei nicht nur mit einer insgesamt stärkeren Nutzung, sondern vor allem auch damit zu erklären, dass auf dem Netzwerk in viel kürzerer Frequenz gepostet wird, da es auf dem Gefühl der Echtzeitkommunikation aufbaue.

LinkedIn als verpasste Chance

So geben Unternehmen im Durchschnitt fast 20 Twitter-Updates pro Woche heraus, während es auf Facebook nur sieben sind – also immerhin noch eines am Tag. Bei LinkedIn sind es, wenn es denn überhaupt genutzt wird, nur drei Posts pro Woche. Buffer sieht hier eine verpasste Chance. Denn eine andere Studie zeige, dass rund 60 Prozent der LinkedIn-Nutzer Twitter nicht verwenden. Mit regelmäßigen Status-Updates unter der Woche könne man aber laut LinkedIn wiederum 60 Prozent seiner Follower dort erreichen – und gerade LinkedIn zieht mit seinem Nimbus der Professionalität User an, die für das Business relevant sein können. Daher Buffers Tipp: Nutze LinkedIn um andere Leute zu erreichen und poste ein Update pro Werktag.

+++ 7 Fakten über LinkedIn: Anleitung zum Profi-Netzwerker +++

Wie können Links auf Social-Media besser performen?

Und welche Art von Posts zieht in den Social Media am besten (Klicks, Likes, Shares)? Während auf Facebook Videos mit großem Abstand am besten performen, sind es auf Twitter Fotos. Links stehen in beiden Netzwerken an zweiter Stelle, allerdings jeweils mit durchschnittlich weniger als halb so vielen Interaktionen. Dass Links auf Facebook besser funktionieren als Fotos, erklärt Buffer damit, dass sie ohnehin auch ein großes Bild enthalten. Das muss dann aber natürlich auch mitgedacht werden: Ein gutes Bild animiert zum Klicken des Links, ein uninteressantes kann abschrecken. Über SEO-Tools können auch Titel und Kurzbeschreibung für die Community und das Format optimiert werden.

Facebook-Videos als Frequenzbringer

Auch ein Vergleich der absoluten Zahlen lohnt: Ein Video auf Facebook bringt im Durchschnitt 365 Interaktionen und damit mehr als drei mal so viel, wie ein Foto auf Twitter (113). Genutzt wird dieser Umstand aber kaum: Weniger als ein Prozent der Facebook-Posts von Unternehmen sind Videos. Dagegen stehen rund 80 Prozent Links und 19 Prozent Fotos. Bei Twitter entfallen immerhin fast 30 Prozent auf die stärkste Kategorie Fotos. Auch hieraus leitet Buffer einen Tipp ab: Nutze das Format Video auf Facebook häufiger – es wird dir auf lange Sicht auch mehr Traffic für deine Links bringen. Denn wenn du wegen der Videos häufiger geklickt wirst, scheinst du auch auf der Timeline öfter auf.

Hier geht es zur Studie ⇒

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NovaLabs
© NovaLabs - Gründer von NovaLabs: Christian Gubik und David Schweiger (v. l.).

NovaLabs ist ein steirischer Produzent von Nahrungsergänzungsmitteln und hat seit der Gründung vor rund fünf Jahren den Umsatz jährlich verdoppelt: Allein heuer sollen 25 Millionen Euro erwirtschaftet werden, so das Ziel.

NovaLabs: Drei Millionen Euro in neue Anlagen

Das Wachstum veranlasste die beiden Gründer und Geschäftsführer David Schweiger und Christian Gubik nun zum nächsten Expansionsschritt: Nachdem heuer bereits rund zwei Millionen Euro in den Aufbau des kürzlich eröffneten zweiten Standorts in Graz-Rudersdorf geflossen sind, werden bis Jahresende weitere drei Millionen Euro in neue Maschinen und Anlagen investiert.

„Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel – von Proteinen und Kollagen über Vitamine bis hin zu Mineralstoffen – wächst extrem stark. Wir haben uns als Produzent mit hohem Qualitätsanspruch einen Namen gemacht. Mit der aktuellen Investition bauen wir unsere Kapazitäten gezielt aus, um mit der steigenden Nachfrage Schritt halten zu können“, erklärt das Gründerduo unisono.

Im Mittelpunkt des Investitionsprogramms stehen zwei neue Verpackungslinien für Kapseln am Standort Graz-Rudersdorf. Auch am Hauptsitz in Graz-Straßgang wird die Produktion erweitert: Eine neue Füllmaschine dosiert pulverförmige und optional auch flüssige Produkte automatisiert in Stickpacks. Ergänzt wird die Anlage durch eine neue Standbodenbeutel-Linie für wiederverschließbare Pulververpackungen sowie einen Pick-and-Place-Roboter. Damit soll vor allem die steigende Nachfrage nach pulverförmigen Produkten, insbesondere Kollagen, abgedeckt werden.

„Pulver im Standbodenbeutel oder in den Stickpacks ist derzeit eines der großvolumigsten Segmente am Markt. Gleichzeitig sehen wir weiterhin eine sehr starke Nachfrage nach Kapseln in unterschiedlichsten Formen und Rezepturen“, sagt Schweiger. Die neuen Anlagen werden dem Unternehmen zufolge sukzessive in den kommenden Wochen geliefert beziehungsweise in Betrieb genommen. Bis Jahresende soll das gesamte Investitionsprogramm umgesetzt sein.

Neue Mischhalle

Auch am Grazer Hauptsitz wird erweitert: In die bestehende Produktion wird eine neue Mischhalle mit drei Anlagen integriert. Dort werden Rohstoffe künftig automatisiert eingewogen, zugeführt und weiterverarbeitet. Zum Einsatz kommt unter anderem ein Kugelmischer mit einem Fassungsvermögen von rund 2.000 Litern. Zwei gegenläufig arbeitende Wellen würden dabei für eine gleichmäßige Durchmischung sorgen. Der Mischvorgang soll dadurch von bisher bis zu 20 Minuten auf rund 90 Sekunden verkürzt werden.

Dabei gehe es aber nicht nur um Geschwindigkeit, sagt Schweiger: „Die immer komplexeren Zusammensetzungen stellen auch höhere Ansprüche an die eingesetzte Mischtechnologie. Bei einer Rezeptur können beispielsweise mehrere hundert Kilogramm eines Rohstoffes mit nur wenigen Gramm eines anderen Wirkstoffes kombiniert werden. Auch bei diesen Kleinstmengen muss am Ende eine gleichmäßige Verteilung im gesamten Produkt sichergestellt werden.“ Das Gründer-Duo sieht darin auch einen Beleg für eine sich immer stärker professionalisierende Branche: „Was vor wenigen Jahren mit klassischen Fassmischern ausreichend war, genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr.“

NovaLabs-Umsatz genährt durch Export

Bemerkenswert ist zudem, dass rund 50 Prozent des NovaLabs-Umsatzes mittlerweile im Export erzielt werden. Deutschland ist mit rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes inzwischen der wichtigste Auslandsmarkt. Weitere Produkte gehen unter anderem in die Schweiz, nach Belgien und Frankreich. Über Kunden und Vertriebspartner gelangen die in der Steiermark hergestellten Nahrungsergänzungsmittel darüber hinaus bis nach Dubai und China. „Unsere Kunden wachsen – und wir mit ihnen. Gleichzeitig gewinnen wir laufend neue Aufträge. Unsere Aufgabe ist deshalb, die Produktion heute bereits so aufzustellen, dass sie auch mit den Mengen von morgen umgehen kann“, sagt Gubik.

Der Expansionskurs macht sich bei NovaLabs auch bei der Beschäftigung bemerkbar. Anfang des Jahres verfügte NovaLabs über 76 Mitarbeiter:innen. Rund 30 zusätzliche Stellen wurden 2026 bislang geschaffen – die Beschäftigtenzahl ist damit auf über 100 gestiegen. Weitere Neueinstellungen sind bis Jahressende geplant.

„Je automatisierter und größer wir werden, desto wichtiger werden Menschen, die Prozesse verstehen, Anlagen beherrschen und unsere Strukturen mitentwickeln“, erklärt Schweiger. Für ihn und Co-Gründer Gubik ist die Millioneninvestition daher weniger Abschluss der jüngsten Expansion als Vorbereitung auf die nächste Wachstumsstufe, so die Geschäftsführer: „Am ursprünglichen Ziel hat sich nichts geändert: Wir sind angetreten, um Europas führender Produzent für Nahrungsergänzungsmittel zu werden. Dafür schaffen wir jetzt die industrielle Basis.“

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