16.08.2023

Studie: 67 Prozent würden für Fremde ein Paket in den Öffis transportieren

In einer Machbarkeitsstudie haben die Wiener Linien und das Forschungsinstitut Fraunhofer Austria untersucht, ob und unter welchen Bedingungen Fahrgäste bereit wären, Pakete in den Öffis zu transportieren. Ingesamt wurden 6000 Personen befragt.
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(c) Thomas Topf / Wiener Linien

113 Millionen Packerl haben die Wiener:innen im Jahr 2021 bestellt. Die Zustellung ist mit einer Menge Verkehr und CO2-Ausstoß verbunden. Um den Lieferverkehr und damit auch Staus in der Stadt zu reduzieren, wurde bereits 2021 das Konzept „Öffi-Packerl“ ins Leben gerufen (brutkasten berichtete). Die Idee dahinter: Menschen, die sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln in der Stadt bewegen, nehmen dabei freiwillig Sendungen von einer Paketstation zu einer anderen mit. Passende Sendungen werden dabei mithilfe einer App gefunden, in der die User:innen ihre geplante Pendelstrecke angeben.

Studie zur Akzeptanz von Paketbeförderung in Öffis

In einer Machbarkeitsstudie wurden nun über 6000 Personen befragt, ob die Umsetzung des Konzepts auf Akzeptanz stößt. Und die Studie zeigt: Rund 67 Prozent der Befragten würden auch selbst während einer Fahrt ein Paket mitnehmen. Zudem würden es 90 Prozent begrüßen, wenn an ihrer Zielhaltestelle ein Paket auf sie wartet. Mittels QR-Codes könnten Fahrgäste übrigens die Packerl in Paketboxen bei Öffi-Stationen abholen und ablegen.

(c) Thomas Topf / Wiener Linien

Studie wird von Stadt auf Land ausgedehnt

Das Projekt beschränkt sich dabei laut Wiener Linien nicht nur auf Wien, sondern wirft die Frage auf, ob auch in ländlichen Gebieten ein Teil der Zustellung über das öffentliche Verkehrsnetz abgewickelt werden kann. 2024 wird der erste Pilotversuch an ausgewählten Haltestellen des öffentlichen Verkehrs starten.

In einer neu gestarteten Umfrage wollen die Forscher:innen somit nun vertiefende Informationen über die Bereitschaft für den Pakettransport in Öffis sowohl in der Stadt als auch auf dem Land sammeln. Auch die Art und die Höhe einer möglichen Vergütung für den Transport von Paketen auf den täglichen Fahrten (z. B. in die Arbeit) soll im Zuge der Umfrage herausgefunden werden.

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Das Ohana Gründer-Trio Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda | (c) Ohana
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Ohana ist eine Kinderschutz-App von Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda. Kurz nach der Gründung 2022 investierten die Runtastic-Gründer rund um Florian Gschwandtner mit ihrer Beteiligungsgesellschaft 8eyes einen nicht näher genannten Betrag in das Startup (brutkasten berichtete). Im Jahr darauf holte man Hansi Hansmann an Bord, welcher ein siebenstelliges Investment mitfinanzierte. 2025 folgte eine Partnerschaft mit Drei. Nun lanciert Swisscom mit Kids Security eine neue App für digitale Kindersicherheit. Die Technologie dahinter stammt vom österreichischen Unternehmen Ohana.

Ohana setzt auf Inklusion und Transparenz

Für ihre neue App Kids Security liefert und betreibt Ohana die Grundlage des neuen Angebots der größten Schweizer Telekommunikationsanbieterin. Sie soll konkret Familien bei einem sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Smartphone und Internet unterstützen. Die plattformübergreifende Technologie verbindet dabei technische Schutzfunktionen mit einem Ansatz, der auf Transparenz, Medienkompetenz und die aktive Einbindung von Kindern setzt.

Kids Security ermöglicht Eltern unter anderem, Bildschirmzeiten zu strukturieren, Apps und Online-Inhalte zu verwalten sowie Einblicke in die Gerätenutzung ihrer Kinder zu erhalten. Dabei setzt die Lösung nicht auf reine Kontrolle: Kinder werden aktiv eingebunden, Regeln und Einstellungen bleiben für sie nachvollziehbar und Familien werden dabei unterstützt, gemeinsam einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln.

Neues Handlungsfeld für Telekommunikationsanbieter

„Telekommunikationsanbieter begleiten Familien jeden Tag in der digitalen Welt. Damit sind sie auch in einer besonderen Position, Eltern und Kinder dabei zu unterstützen, sich sicher und selbstbestimmt darin zu bewegen“, sagt Orgler, Geschäftsführer von Ohana. „Dass Swisscom digitale Kindersicherheit als Teil des eigenen Angebots aufgreift, zeigt, welche Bedeutung das Thema mittlerweile hat.“

Smartphones, Social Media und Gaming sind längst fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig stehen viele Eltern vor der Frage, wie sie ihre Kinder schützen können, ohne ihre Privatsphäre übermäßig einzuschränken, heißt es in der Presseaussendung. Für Telekommunikationsanbieter entsteht laut Ohana damit ein neues Handlungsfeld: Neben Konnektivität und Zugang zur digitalen Welt gewinnt auch die Frage an Bedeutung, wie Familien bei der sicheren Nutzung unterstützt werden können.

Ohana-Founder: „Ein Meilenstein“

„Swisscom ist für uns eine wichtige Partnerin und der Launch von Kids Security ein großer Meilenstein“, so Orgler weiter. „Digitale Kindersicherheit wird für Telekommunikationsanbieter zunehmend zu einem Thema, an dem sie nicht mehr vorbeikommen. Wer Familien Zugang zur digitalen Welt bietet, muss sich auch damit auseinandersetzen, wie Kinder diese sicher und gesund nutzen können. Swisscom geht diesen Schritt jetzt und wir sind überzeugt, dass weitere Anbieter folgen werden.“

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