06.06.2023

13% der Investor:innen analysieren bei Startup-Investments keine Finanzkennzahlen

Für eine großangelegte Studie befragte Speedinvest 437 Investor:innen in ganz Europa. Die wichtigste Rolle bei Investitionsentscheidungen spielt das Management-Team des Startups.
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140 Millionen Euro Förderung für Forschung-, Technologie- und Innovationsprojekte(c) Ibrahim Boran via Unsplash

Nach welchen Kriterien werden Startup-Investment-Entscheidungen getroffen und was sind dann im Deal die wichtigsten Aspekte für Risikokapital-Investor:innen? Diesen und weiteren Fragen ging der Wiener VC Speedinvest in einer großangelegten Studie nach, für die 437 Einzelinvestor:innen in ganz Europa befragt wurden.

Managementteam entscheidend – Bauchgefühl und erster Eindruck spielen wichtige Rolle

Ein Kernergebnis, das sich auch mit Ergebnissen vergleichbarer Studien deckt: Für Investment-Entscheidungen ist das Managementteam des Startups der wichtigste Einzel-Faktor: 49 Prozent der befragten Investor:innen geben das als Hauptgrund an. Für 64 Prozent ist das Managementteam zudem der wichtigste Aspekt für den Erfolg eines Startups, sogar 71 Prozent meinen, dass es auch ein Hauptgrund für das Scheitern sei. Ganze 42 Prozent der Investor:innen geben an, bereits beim ersten Treffen mit einem Managementteam ihrem Bauchgefühl zu folgen, ob sie investieren sollen oder nicht.

Startup-Finanzkennzahlen bei Investment-Entscheidungen nicht für alle wichtig

Nicht wenige befragte Investor:innen gehen mit den Bauchgefühl-Entscheidungen sogar noch weiter: Ganze 13 Prozent geben an, dass sie bei ihren Investment-Entscheidungen Finanzkennzahlen nicht analysieren. Für jene, die sich mit den Zahlen befassen, sind die wichtigsten Faktoren der Umsatz-/Ertragsmultiplikator (75 Prozent) und der Cash-on-Cash-Multiplikator (49 Prozent). Konventionelle Bewertungs-Methoden, die sich auf die aktuelle wirtschaftliche Performance des Unternehmens beziehen, spielen dagegen eine untergeordnete Rolle. Im Durchschnitt streben die Befragten eine Verfünffachung ihres Kapital-Einsatzes an.

Netzwerke und „Intros“ wichtig für Dealflow

Und wie kommen die Risikokapitalgeber zu ihrer Pipeline an potenziellen Investitionsmöglichkeiten, also dem Dealflow? Hier dominieren eigene Recherche bzw. Scouting (29 Prozent), Empfehlungen aus dem professionellen Netzwerk (28 Prozent) und „Intros“ durch andere VC-Firmen oder Business Angels (21Prozent).

Startup-Bewertung vielfach abhängig vom gewünschten Anteil

Kommt es dann zur Frage nach der Startup-Bewertung, sind der voraussichtliche Exit aus dem Unternehmen (31 Prozent), der gewünschten Eigentumsanteil (30 Prozent) und die Bewertung vergleichbarer Investitionen (30 Prozent) die wichtigsten Kriterien. Mehr als 65 Prozent der befragten Investor:innen geben an, dass sie Bewertungen auf der Grundlage ihres gewünschten Eigentumsanteils festlegen.

Termsheet: Einige Aspekte sind verhandelbar

Bei der Aushandlung des Termsheets sind bestimmte Aspekte für die Befragten tendenziell nicht verhandelbar, konkret anteilige Rechte (78 Prozent), Liquidationspräferenz (59 Prozent) und Unverfallbarkeit (52 Prozent). Als verhandelbar werden am häufigsten die Dividenden (54 Prozent), der Optionspool (34 Prozent), die Rückzahlungsrechte und die Kontrolle des Vorstands (je 26 Prozent) genannt.

Aufholbedarf gegenüber den USA in mehreren Punkten

Zudem fragte Speedinvest auch Einschätzungen der Investor:innen zum europäischen Startup-Ökosystem in Vergleich zu jenem der USA ab. Als größte Stärken Europas werden demnach das Bildungssystem und die akademischen Einrichtungen (70 Prozent), Talent (65 Prozent) und technisches Know-how (61 Prozent) genannt. Besonders viel Aufholbedarf sehen die Befragten in den Bereichen Kapitalmärkte und Exit-Bedingungen (75 Prozent), Reife des Ökosystems (62 Prozent), Private Limited Partner-Gelder (59 Prozent) und regulatorisches Umfeld (51 Prozent). Ganze 87 Prozent der befragten Risikokapitalgeber sehen zudem eine Erschwernis darin, dass das europäische Ökosystem unter anderem aufgrund kultureller Unterscheide und verschiedener Reifegrade der Teil-Ökosysteme stark fragmentiert ist.

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Bild KI-generiert

Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von Mai 2026 „Die nächste Stufe“ erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Der Fokus im österreichischen KI-Diskurs ist meist auf die AI-Mächte in Übersee und im Osten beschränkt. Dabei wäre ein Blick zum Nachbarkontinent im Süden bemerkenswert und würde Möglichkeiten für die heimische Innovationsszene bieten.

Afrika ist gesamtkontinental schwer zu fassen, dennoch lässt sich festhalten: Die KI-Entwicklung befindet sich hier in einer Phase vergleichbar mit dem unerwarteten Boom der Telekommunikation und des mobilen Bezahlens in den frühen 2000er-Jahren.

Das ist auch die Analogie von Kwame Odame-Darkwah, Consultant des Distributed AI Research Institute (DAIR) und Fellow des International Strategy Forum (ISF), einer von Eric und Wendy Schmidt gegründeten globalen Fellowship an der Schnittstelle von Technologie, Geopolitik und Demokratie: „Ein bekanntes Beispiel aus der frühen Mobilfunkära zeigt, wie schwierig es ist, die Verbreitung neuer digitaler Infrastrukturen linear vorherzusagen. Anfang der 80er-Jahre wurde das Potenzial von Mobiltelefonie deutlich unterschätzt. Afrika wurde später zu einem der stärksten Gegenbeispiele zu solchen Annahmen; nicht, weil der Kontinent einfach bestehende Modelle kopierte, sondern weil mobile Netze, Mobile Money, digitale Durchdringung und finanzielle Inklusion eigene Leapfrogging-Dynamiken entwickelten. Beim Roll-out von KI sehen wir heute eine ähnliche Möglichkeit. Der Ausgangspunkt ist infrastrukturell herausfordernd, aber das Wachstum kann sehr schnell kommen, wenn die Technologie reale lokale Probleme löst“, sagt Odame-Darkwah.

Kwame Odame-Darkwah | Foto bereitgestellt

Afrika umfasst 55 Länder mit diversen Entwicklungsständen. Faktoren wie der Zugang zu Elektrizität beeinflussen Industrialisierung und Automatisierungsmöglichkeiten weiterhin. „Andererseits merkt man im Austausch mit Regierungsvertretern und Akteuren aus dem Privatsektor eine große Begeisterung. Diese wollen von bloßem Enthusiasmus zu konkretem Handeln übergehen“, so Odame-Darkwah.

OpenAI und Anthropic in Afrika

Auf staatlicher Ebene entstehen Partnerschaften mit lokalen wie internationalen Unternehmen. OpenAI etwa hat eine starke Präsenz bei afrikanischen Regierungen und bietet Zugangsstufen wie „Lower-Cost-Access“ für Studierende in Schwellenländern. Anthropic arbeitet mit der Regierung von Ruanda zusammen, um KI-Systeme in das Bildungssystem zu integrieren.

„Eine übergreifende kontinentale KI-Strategie wird von der Afrikanischen Union vorangetrieben, die mit der ‚Agenda 2063‘ verknüpft ist“, erklärt Odame-Darkwah. Diese Strategie zielt auf Wohlstand, Einheit und nachhaltiges Wachstum bis 2063. „Auch im Privatsektor entstehen zunehmend sogenannte Talent-Hubs.“

Afrika zwischen individuellem Handeln und Kontinental-Agenda

Während Europa auf eine einheitliche Herangehensweise setzt, kristallisiert sich in Afrika eine Mischform heraus: eine kontinentale Strategie als Rahmen, ergänzt durch nationale Ansätze. „Ein weiteres Beispiel ist der südafrikanische Entwurf einer nationalen KI-Policy, der auf mehr als drei Jahren gesellschaftlicher Konsultation basiert“, erklärt Odame-Darkwah. „Er steht im Einklang mit der Strategie der Afrikanischen Union, ist aber zugleich auf die spezifischen Bedürfnisse Südafrikas zugeschnitten. Auch Ghana hat inzwischen seine nationale KI-Strategie vorgestellt.“

Zentrales Thema ist die Datensouveränität. Afrikanische Datensätze sind in globalen KI-Modellen unterrepräsentiert; gleichzeitig wollen Regierungen Ausbeutung verhindern. „Afrikanische Regierungen machen nun Souveränitätsansprüche geltend, indem sie Gesetze erlassen, die sicherstellen, dass einheimische Datensätze nicht ausgebeutet werden. Sie verlangen beispielsweise, dass Daten von lokalen Bankkunden auch in Rechenzentren innerhalb des Landes verbleiben“, so Odame-Darkwah.

Wunsch nach Unabhängigkeit

Initiativen wie die „Africa’s AI Factory“ des Telekom-Milliardärs Strive Masiyiwa zielen auf lokale Rechenzentren und GPU-Infrastruktur. Auch Startups mischen mit: Terra aus Nigeria baut eine KI-gestützte nationale Verteidigungsinfrastruktur auf und konnte prominente Backer aus dem Silicon Valley gewinnen.

Die im Juli 2024 verabschiedete „Continental Artificial Intelligence Strategy“ der Afrikanischen Union sowie ergänzende Initiativen positionieren KI gezielt als Treiber sozioökonomischen Fortschritts: durch massive Investitionen, lokale Expertise, digitale Infrastruktur und afrikanische Datensätze – um technologische Abhängigkeiten zu vermeiden und ethisch fundierte Governance-Strukturen zu etablieren.

60-Milliarden-AI-Fonds

Verstärkt wird dies durch die „Africa Declaration on Artificial Intelligence“ und einen geplanten Africa AI Fund von rund 60 Milliarden US-Dollar, die explizit das Leitprinzip „KI mit Afrika, durch Afrika und für Afrika“ verfolgen, wie Carnegie Europe im September 2025 beschrieb. Laut dem „Daily Africa AI Intelligence Report“ von April 2026 ergänzt das Africa AI Policy Lab diesen Ansatz, indem es eine „Dekolonisierung der KI“ vorantreibt und kontextspezifische, auf afrikanischen Werten wie Ubuntu basierende Regulierungsmodelle entwickelt.

Codeswitching

Doch wo liegen die größten Hebel im Alltag? Unter anderem in der Sprache: Viele Menschen wachsen zweisprachig auf und wechseln fließend zwischen Amtssprache (Englisch, Französisch) und lokaler Sprache – eine Art „Codeswitching“.

Odame-Darkwah dazu: „Der gemeinsame Nenner ist der Zugang zu KI-Modellen in lokaler Sprache, die den Kontext nicht nur auf Englisch oder Französisch, sondern in den indigenen Sprachen des Kontinents verstehen. Wenn man KI-Agenten hat, die darauf trainiert sind, Menschen etwa über WhatsApp in einer lokalen Sprache zu antworten, kann man seine Dienstleistungen massiv ausbauen.“

Emerging Markets im Fokus

Deepali Nangia, Speedinvest-Partner Emerging Markets Fintech und „EIF Empowering Equity“-Mentor, wuchs in Indien auf und kennt die Dynamik von Schwellenmärkten. Sie baut den Bereich Emerging Markets bei Speedinvest auf, mit Fokus auf Afrika.

Deepali Nangia | Foto bereitgestellt

Die afrikanischen Portfoliounternehmen setzen laut ihr verstärkt KI ein – für Kreditwürdigkeitsprüfungen, Forderungsmanagement, Automatisierung. „Zum Beispiel nutzt unser Portfoliounternehmen Leta, eine Logistiksoftware-Firma in Kenia, KI zur Optimierung von Fahrzeugauslastung und Fahrereinsatz und trainiert seine Modelle anschließend anhand von Dispatcher-Feedback weiter“, erklärt Nangia. „Außerdem wird KI eingesetzt, um Bestellungen für Lieferungen, die per E-Mail oder in anderen Formaten eingehen, in Echtzeit zu erfassen, wodurch die manuelle Eingabe reduziert wird.“

Zu wenig grundlegende KI-Technologie

Agnes Aistleitner Kisuule indes ging 2019 nach Uganda. Sie bemerkte Fintech-Aktivität, aber zu wenig Early-Stage-Kapital. Mit Selma Ribica gründete sie 2022 First Circle Capital. Unterstützt wurde sie u. a. von Michael Ströck (Calm/Storm Ventures), PSPDFKit-Gründer Peter Steinberger, Hermann Futter und Oskar Obereder.

„Wenn man heute auf afrikanische Märkte blickt, zeigen sich spannende Entwicklungen vor allem in Ländern wie Südafrika, Ägypten und Marokko sowie punktuell in Subsahara-Afrika“, sagt sie. „Allerdings gibt es insgesamt noch zu wenig Aktivitäten und vor allem deutlich weniger Kapital als in Europa. Was derzeit aufgebaut wird, ist häufig weniger fundamental; viele Startups arbeiten eher mit sogenannten ‚LLM Wrappers‘ – also Anwendungen auf bestehenden Modellen – statt an grundlegender KI-Technologie.“

Regulierung sei oft schwach oder schwer umzusetzen. „Ein wichtiger Grund ist, dass es oft an technischem Wissen und Kapazitäten fehlt. KI spielt in politischen Diskussionen noch keine große Rolle und Regeln werden deshalb häufig nicht durchgesetzt. Oft wird KI einfach laufen gelassen.“ Es gebe Ausnahmen, etwa Kenia, wo ein Datenerfassungsprojekt zum Schutz von Identitäten gestoppt wurde. „Aus afrikanischer Sicht wirkt Europa teilweise überreguliert, während KI in Afrika eher als Chance gesehen wird, besonders wegen der jungen Bevölkerung.“

Kleiner Markt, globales Mindset

Aistleitner Kisuule weiter: „Vor allem im Fintech-Bereich gibt es Investitionen; andere Bereiche sind weniger entwickelt. KI-Tools wie Claude können lokalen Startups helfen, weil die Kosten sinken und der Einstieg leichter wird. Auch Chinas Einfluss wächst, obwohl chinesische KI wegen Sprachproblemen noch weniger genutzt wird. Die Konkurrenz zwischen China und den USA ist aber deutlich spürbar.“

Agnes Aistleitner Kisuule | (c) First Circle Capital

Nangia ergänzt: „In der Regel muss Regulierung mit der Innovation Schritt halten, denn Unternehmer warten auf niemanden. Eine leichte Regulierung ist kurzfristig hilfreich, um schnell zu entwickeln und zu iterieren.“ Langfristig brauche es Compliance, Leitplanken und Datenschutz – auch für Folgefinanzierungen. „Einige afrikanische Märkte arbeiten deshalb derzeit an KI-Gesetzen und -Rahmenwerken, darunter Kenia, Ruanda, Ägypten, Nigeria und andere.“

Es bestehe digitale Abhängigkeit; lokale Infrastruktur und stabile Energieversorgung seien nötig. „Rechenzentrum-Infrastrukturen sind kapitalintensiv und müssen finanziert werden. Hinzu kommt die Koordination über verschiedene Rechtsräume hinweg sowie die Sicherstellung hochwertiger, strukturierter Daten für das Training von Modellen. Veränderungen kommen – aber angesichts des Umfangs und der erforderlichen Investitionen wird es Zeit brauchen, diese digitale Abhängigkeit zu reduzieren“, so Nangia.

Folgen für Österreich

Mit all diesen unterschiedlichen Entwicklungen im afrikanischen KI-Sektor im Hinterkopf stellt sich die Frage, was das für die österreichische Innovationsszene bedeutet und welche Chancen sich für die heimische Startup-Welt erschließen lassen.

Odame-Darkwah sieht klare Ansatzpunkte: „Es gibt das Gesundheitswesen, die Bildung, die Landwirtschaft – das sind die Kerndienstleistungen, auf die jeder Bürger angewiesen ist. Die Bereitstellung dieser Dienste über mobile Netzwerke ist eine großartige Möglichkeit für Zusammenarbeit. Generell gibt es in fast allen afrikanischen Branchen die Chance, Werte zu schaffen. Man trifft auf Regierungen, die so viel wie möglich digitalisieren wollen, und auf eine digital sehr versierte Bevölkerung.“

Der Bericht „Global VCs Entering African AI Markets“ von „aireports.africa“ (Juni 2025) zeigt einen deutlichen Aufschwung: Obwohl diese Summe nur ein Prozent der globalen KI-Investitionen 2022/23 war, flossen rund 641 Millionen US-Dollar in über 100 Deals. Sequoia Capital, Andreessen Horowitz, Microsoft, Google und IBM steigen verstärkt ein. Im Zentrum: Fintech, Agtech, Healthtech. Dabei bleiben jedoch strukturelle Hürden bestehen, etwa der Frühphasen-Fokus, fehlende Cloud-Infrastruktur, und eine unklare Regulierung; zudem gehen nur rund zwei Prozent des Kapitals an von Frauen geführte Startups.

Afrika unter prüfenden Blicken

Nangia verweist an dieser Stelle auf Unternehmen wie Moove, LemFi oder Taptap Send, die weit über Afrika hinaus skalieren. „Manche unserer europäischen Portfolio-Unternehmen prüfen Afrika als potenziellen Wachstumsmarkt. Wir erwarten, dass sich dieser Trend verstärkt, da Schwellenmärkte nicht länger ignoriert werden können. Es gibt noch andere Wege der Zusammenarbeit mit Europa jenseits von Kapital: Wir bringen jahrelanges Skalierungs-Know-how und Erfahrung ein und unterstützen Gründer sowie Fonds.“ Mit dem Micro GP Summit in Wien bringt Speedinvest etwa Erst- und Zweitfondsmanager weltweit zusammen.

Afrika blickt auf große Märkte, aber …

Für Aistleitner Kisuule hingegen können kleinere europäische Märkte wie Österreich in Afrika perspektivisch tatsächlich eine wichtige Rolle spielen; aktuell sei diese aber noch begrenzt, warnt sie. Hohe Markteintrittskosten, begrenzte Rechenkapazitäten in vielen afrikanischen Märkten sowie die noch frühe Entwicklungsphase zahlreicher Ökosysteme stellen heute zentrale Herausforderungen dar.

„In den nächsten zehn Jahren könnte sich dies allerdings ändern“, sagt sie. Südafrika sei weit entwickelt, besonders in Healthtech. Fintech bleibe der spannendste Sektor. Chancen für österreichische Startups sieht sie bei Prozessautomatisierung, Analytics und Enabler-Technologien.

„Die Regulierung wird sich kurzfristig nicht grundlegend verändern, während die Dynamik auf der Innovationsseite hoch ist“, fasst Aistleitner Kisuule zusammen. „Insgesamt ist es aber noch ‚too soon to say‘, wie sich das Kräfteverhältnis langfristig entwickeln wird. Zugespitzt gesagt spricht aktuell vieles dafür, stärker auf die Innovationsgeschwindigkeit afrikanischer Märkte zu setzen als auf europäische Regulierungskompetenz.“

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AI Summaries

13% der Investor:innen analysieren bei Startup-Investments keine Finanzkennzahlen

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Als KI kann ich keine Meinung äußern. Jedoch kann man sagen, dass dieser Artikel Auswirkungen auf das Startup-Ökosystem und die Art und Weise hat, wie Investoren Entscheidungen treffen. Die Tatsache, dass einige Investoren bei ihren Investitionsentscheidungen Finanzkennzahlen nicht berücksichtigen und das Managementteam des Startups als den wichtigsten Faktor betrachten, kann Auswirkungen auf die Kapitalallokation und die Performance von Startups haben. Dies kann auch Auswirkungen auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Förderung von Innovationen haben.

13% der Investor:innen analysieren bei Startup-Investments keine Finanzkennzahlen

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Aus dem Artikel geht hervor, dass bei Startup-Investments in Europa das Managementteam des Startups der wichtigste Faktor ist. Viele Investoren vertrauen dabei auf ihr Bauchgefühl, anstatt auf Finanzkennzahlen zu achten, und viele legen Wert auf Empfehlungen aus ihrem professionellen Netzwerk und „Intros“ durch andere VC-Firmen oder Business Angels. Bei der Startup-Bewertung spielen der gewünschte Eigentumsanteil, die Bewertung vergleichbarer Investitionen und der voraussichtliche Exit eine wichtige Rolle. Der europäische Startup-Ökosystem hat Nachholbedarf gegenüber den USA in den Bereichen Kapitalmärkte und Exit-Bedingungen sowie Reife des Ökosystems, Private Limited Partner-Gelder und regulatorisches Umfeld.

13% der Investor:innen analysieren bei Startup-Investments keine Finanzkennzahlen

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Dieser Artikel ist für Innovationsmanager:innen relevant, da er Einblicke in die Investmententscheidungen von Risikokapitalgeber:innen gibt und die Faktoren beleuchtet, die für die Investoren bei der Auswahl von Startups entscheidend sind. Innovationsmanager:innen können dadurch ihr Verständnis für die Anforderungen von Investoren an Startups, insbesondere bezüglich des Managements, verbessern und ihr Wissen über die Bewertungskriterien von Startups erweitern. Darüber hinaus gibt die Studie Einsichten in die Struktur des europäischen Startup-Ökosystems und zeigt mögliche Bereiche auf, in denen Aufholbedarf besteht.

13% der Investor:innen analysieren bei Startup-Investments keine Finanzkennzahlen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Die Studie von Speedinvest zeigt, dass das Managementteam für die meisten Investor:innen der wichtigste Faktor bei Startup-Investmententscheidungen ist, gefolgt von anderen Faktoren wie dem Dealflow und der Startup-Bewertung. Finanzkennzahlen spielen nicht für alle Investoren eine wichtige Rolle. Es gibt jedoch unterschiedliche Meinungen darüber, welche Aspekte im Termsheet verhandelbar sind. Zudem sehen viele Investor:innen Aufholbedarf des europäischen Startup-Ökosystems gegenüber den USA, insbesondere in den Bereichen Kapitalmärkte und Exit-Bedingungen.

13% der Investor:innen analysieren bei Startup-Investments keine Finanzkennzahlen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Als Politiker:in ist es wichtig, das Startup-Ökosystem und die Investitionstrends im Blick zu haben, um die Rahmenbedingungen für junge Unternehmen und Risikokapitalgeber:innen entsprechend zu gestalten. Die Studienergebnisse zeigen, dass das Managementteam für Investitionsentscheidungen von größter Bedeutung ist und dass nicht alle Investor:innen Finanzkennzahlen bei ihren Entscheidungen berücksichtigen. Zudem zeigt die Studie, dass europäische Startups im Vergleich zu den USA noch Aufholbedarf in verschiedenen Bereichen haben, wie zum Beispiel bei Kapitalmärkten, Exit-Bedingungen und regulatorischem Umfeld.

13% der Investor:innen analysieren bei Startup-Investments keine Finanzkennzahlen

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Der Artikel beschreibt verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit Startup-Investitionen, die laut einer Studie von Speedinvest von Investor:innen in ganz Europa berücksichtigt werden, wie zum Beispiel die Bedeutung des Managementteams, die Analyse von Finanzkennzahlen und die Faktoren, die bei der Startup-Bewertung eine Rolle spielen. Zudem zeigt die Studie auf, dass es in einigen Bereichen einen Aufholbedarf gegenüber den USA gibt und dass das europäische Ökosystem aufgrund kultureller Unterschiede und unterschiedlicher Reifegrade der Teil-Ökosysteme fragmentiert ist. Das Bigger Picture könnte sein, dass die Startup-Szene in Europa zwar vielversprechend ist, aber es in einigen Bereichen noch Verbesserungspotential gibt, um mit der Konkurrenz aus den USA mithalten zu können.

13% der Investor:innen analysieren bei Startup-Investments keine Finanzkennzahlen

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Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

  • Wiener VC Speedinvest
  • 437 Einzelinvestor:innen in Europa

13% der Investor:innen analysieren bei Startup-Investments keine Finanzkennzahlen

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

  • Speedinvest

13% der Investor:innen analysieren bei Startup-Investments keine Finanzkennzahlen