24.06.2025
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Straion: Linzer Tech-Startup entwickelt KI-Plattform für strukturierte Softwareentscheidungen

Das Linzer Startup Straion entwickelt eine KI-Plattform für fundierte Softwareentscheidungen in Entwicklungsteams. Das Gründungstrio rund um Katrin Freihofner arbeitet derzeit mit Pilotkunden und plant die internationale Expansion.
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(c) Straion

Straion ist ein Linzer Deep-Tech-Startup mit einer KI-gestützten Plattform, die Softwareteams dabei unterstützen möchte, technische Entscheidungen systematisch, nachvollziehbar und regelkonform zu treffen – insbesondere beim Design komplexer Softwaresysteme.

Straion: Intelligent Decision Engine

Kernstück ist eine KI-basierte „Intelligent Decision Engine“, die Software-Spezifikationen analysiert, Abweichungen von Anforderungen erkennt und für eine strukturierte, nachvollziehbare Dokumentation sorgt – automatisch und kontextbezogen – sowie diese Erkenntnisse automatisiert in umsetzbaren Code überführt. Ziel ist es, Lücken zwischen Konzept und Umsetzung zu schließen, wie Co-Founderin Katrin Freihofner erklärt, die das Startup gemeinsam mit Fabian Friedl und Lukas Holzer gestartet hat.

Die Benutzeroberfläche von Straion | (c) Straion

„Wir haben Straion gegründet, weil wir aus eigener Erfahrung wissen, wie komplex Softwaredesign in großen, wachsenden Teams werden kann. In unseren früheren Rollen – bei Elastic, Dynatrace und Netlify – haben wir gesehen, wie oft Best-Practices, Compliance-Vorgaben und strategische Ziele im Softwaredesign untergehen. Wir helfen Teams, ihre Software-Spezifikationen und Code im Einklang mit Unternehmenszielen, regulatorischen Anforderungen und technischen Standards zu bringen“, präzisiert die Gründerin.

„Anders als Confluence oder Notion“

Straion sei dabei kein weiteres Dokumentationstool wie Confluence oder Notion, die Informationen lediglich festhalten. „Wir gehen deutlich weiter“, betont Freihofner. Für seine Lösung erhielt das Startup eine „PreSeed–Deep-Tech-Förderung“ der aws in Höhe von 280.000 Euro für die Gründerin „ein echter Gamechanger“. „Sie gab uns die Freiheit, uns auf Produktentwicklung und technologische Innovation zu konzentrieren. Besonders wertvoll ist auch die enge Zusammenarbeit mit dem Digital Media Lab der FH Oberösterreich, insbesondere mit Anna Maschek und Andreas Stöckl. Gemeinsam erforschen wir, wie sich Anforderungen automatisch mit Spezifikationen verknüpfen lassen – ein zentraler Hebel für unseren Innovationsvorsprung.“

Aktuell liegt Straions Fokus darauf, starke Partnerschaften mit ersten Pilotkunden aufzubauen. Zudem arbeitet man an einer kostenlosen Testversion, damit „mehr Teams Straion unkompliziert ausprobieren und den Mehrwert direkt im eigenen Workflow erleben können“.

Straion auf Expansionskurs

Parallel dazu wird der internationalen Markteintritt vorbereitet. „Unsere Vision ist international ausgerichtet“, so Freihofner. „Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau unseres Teams – insbesondere im Engineering. Wir wollen schneller iterieren, neue Features entwickeln und unsere KI-Komponenten noch stärker in die Praxis bringen.“

*Disclaimer: Das Startup-Porträt entstand im Rahmen einer Medienkooperation mit der Austria Wirtschaftservice (aws).

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Herbert Eibensteiner, CEO voestalpine AG, und Michael Strugl, CEO Verbund AG | (c) voestalpine/Michael Jurtin
Herbert Eibensteiner, CEO voestalpine AG, und Michael Strugl, CEO Verbund AG | (c) voestalpine/Michael Jurtin

Beim Start 2019 war „H2FUTURE“ von voestalpine und Verbund das weltweit größte Wasserstoffpilotprojekt. Sieben Jahre später ist von derartigen Superlativen zwar nicht mehr die Rede, doch im Rahmen der Weiterführung unter dem Titel „H2FUTURE-Follow-Up“ sollen die Grundlagen für einen grundlegenden Wandel in der Stahlproduktion bei der voestalpine geschaffen werden. Dafür investieren die Projektpartner weitere 16,4 Millionen Euro.

Schon bislang wurde am Standort mittels „Protonen-Austausch-Membran-(PEM)-Elektrolyseanlage“ grüner Wasserstoff erzeugt – konkret knapp unter 2.000 Tonnen im gesamten Zeitraum. Die Anlage wird aktuell insbesondere dafür genutzt, um Frequenzschwankungen im Stromnetz auszugleichen, die durch die unregelmäßige Verfügbarkeit erneuerbarer Energien oder unterschiedliche Strombedarfe entstehen.

Erweiterung bringt neue Funktionen und Möglichkeiten

Mit der Erweiterung der Anlage kommen zur Erzeugung des Wasserstoffs nun auch die Verdichtung, Reinigung, Speicherung sowie die Verladung und Weiterverwendung hinzu. Vier von insgesamt fünf neuen Wasserstoffspeichertanks sollen Schwankungen zwischen der fluktuierenden Wasserstofferzeugung und dem Verbrauch ausgleichen und so zur Versorgungssicherheit beitragen. Über den fünften (Versand-)Tank soll ab Ende 2027 die Demonstrationsanlage „HY4SMELT“ direkt über eine rund einen Kilometer lange Rohrleitung mit Wasserstoff versorgt werden. Dabei handelt es sich laut voestalpine um Österreichs größtes Klimaschutz-Forschungsprojekt. Außerdem kann der Wasserstoff nun mittels Hochdruckverdichtern auf bis zu 500 bar komprimiert und in Trailer für den Straßentransport abgefüllt werden, um auch an externe Abnehmer:innen geliefert werden zu können.

Die Wasserstoffpilotanlage H2FUTURE | (c) Verbund

„Wir haben mit greentec steel eine klare Strategie zur Transformation unserer Stahlproduktion. Wir werden bereits im 1. Halbjahr 2027 je einen grünstrombetriebenen Elektrolichtbogenofen in Linz und Donawitz in Betrieb nehmen und können damit in einem ersten Schritt bis 2029 bis zu 30 Prozent unserer CO2-Emissionen einsparen. Langfristig streben wir bis 2050 eine Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen an. Wasserstoff wird dabei eine wichtige Rolle einnehmen“, sagt dazu voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner.

Erste neue Forschungsergebnisse Ende des Jahres

Die ersten Funktionstests des erweiterten Projekts wurden bereits gestartet, erste Forschungsergebnisse werden Ende 2026 erwartet. Das Projekt endet im Dezember 2030 und wird auch aus Mitteln der Umweltförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus gefördert. „Das Projekt zeigt im industriellen Maßstab, wie erneuerbarer Strom in grünen Wasserstoff umgewandelt und für konkrete industrielle Anwendungen nutzbar gemacht werden kann“, kommentiert Verbund-CEO Michael Strugl.

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