03.11.2020

Storyclash: 1,8 Mio. Euro Kapital für Linzer Social Media-Monitoring-Startup

Das auf Social Media-Monitoring spezialisierte Linzer Startup Storyclash holt sich ein Millioneninvestment von OÖ HightechFonds, A Round Capital und seinen Bestandsinvestoren.
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OÖ HightechFonds: Thomas Meneder (l) und Christian Matzinger (3.v.l.) vom OÖ Hightech Fonds und die beiden Storyclash-Gründer Philip Penner (2.v.l.) und Andreas Gutzelnig (r.)
(c) OÖ HightechFonds: Thomas Meneder (l) und Christian Matzinger (3.v.l.) vom OÖ Hightech Fonds und die beiden Storyclash-Gründer Philip Penner (2.v.l.) und Andreas Gutzelnig (r.)

Das Linzer Startup Storyclash hat mit seiner Social Media-Monitoring-Lösung bereits Kunden wie Vodafone, Kaufland, Daimler, Adidas und comdirect gewonnen. Auch der brutkasten setzt im Rahmen einer Langzeit-Kooperation für sein monatliches Startup Social Media Ranking auf die Technologie des Unternehmens.

Das Startup punktet bei Kunden vor allem dadurch, dass Neuerungen in der Social Media-Welt schnell implementiert werden. So brachte man nun etwa auch – als einer der weltweit ersten Anbieter – eine Monitoring-Lösung für TikTok heraus. Auch nun, während der Coronakrise, könne man 100 Prozent Wachstum erzielen, heißt es von Storyclash in einer Aussendung.

Storyclash: Bestandsinvestoren ziehen bei Millioneninvestment mit

Und das mittlerweile 25 Personen starke Startup konnte auch bereits einige Investoren überzeugen. Schon bislang waren etwa aws Gründerfonds, Speedinvest und Michael Grabner Media an Bord. Diese zogen jetzt auch bei einer neuen Kapitalrunde über 1,8 Millionen Euro mit. Den Lead dabei übernahmen OÖ HightechFonds und A Round Capital aus München.

„Storyclash hat eine beeindruckende Wachstumsstory hingelegt und hat das Potential, mit dem frischen Kapital noch stärker zu wachsen. Die steigende Bedeutung von Social Media bringt mit sich, dass Marken mehr Transparenz darüber brauchen, was dort vorgeht. Nur so lassen sich Marketing-Budgets in Zukunft sinnvoll steuern“, sagt Thomas Meneder vom OÖ HightechFonds zu den Gründen für das Investment. Das Kapital soll „direkt ins weitere Wachstum“ fließen, heißt es vom Startup. „Ziel ist, weiterhin unser Wachstum jährlich zu verdoppeln“, sagt CEO und Gründer Andreas Gutzelnig.

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Rainer Haude und Piotr Ciski | (c) Daniel Willinger
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Bereits 1967 gegründet, nutzen heute nach Unternehmensangaben rund 4.000 Anwender:innen in Österreich die Steuerberatungssoftware des Wiener Anbieters dvo Software. Die Lösung unterstützt Steuerberater:innen bei Kanzleimanagement, Honorarabrechnung, automatisierten Workflows, sicherer Kommunikation und Dokumentenmanagement sowie bei Finanzbuchhaltung, Steuern und Anlagenverzeichnis. Dabei kommt auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz, der Fokus liege auf Automatisierung, heißt es vom Unternehmen.

Marke, Team und Geschäftsführer bleiben

Nun gab die Firma die Übernahme durch den erheblich größeren polnischen Mitbewerber Symfonia Group bekannt. Ein Kaufpreis wurde dabei nicht genannt. Marke, Team und Ausrichtung auf den österreichischen Steuerberatungsmarkt sollen unverändert bleiben. Auch die Geschäftsführer Rainer Haude und Richard Theiß bleiben in ihren Positionen und halten künftig Anteile an der Muttergesellschaft.

DACH-Einstieg für Symfonia

Symfonia hat mehr als 55.000 Kunden, darunter 6.700 Steuerberatungskanzleien. „Mit dvo Software betritt Symfonia erstmals den DACH-Raum, und wir beabsichtigen, hier weiter zu wachsen“, kommentiert Piotr Ciski, CEO der Symfonia Group. „Dvo kennt die Anforderungen österreichischer Steuerberatungskanzleien genau. Wir bringen Know-how im Bereich Technologie sowie der Einhaltung regulatorischer und gesetzlicher Rahmenbedingungen mit.“

„Interessante Chancen“ im österreichischen Markt

Und Rainer Haude, Geschäftsführer von dvo Software, sagt: „Wir teilen Symfonias Fokus auf die Steuerberatungsbranche und das Ziel, die Produktivität in Steuerberatungskanzleien durch intelligente Software erheblich zu steigern. Wir können nun unser ohnehin schon ehrgeiziges KI-Investitionsprogramm bei dvo Software mit noch größerer Dynamik vorantreiben.“ Der österreichische Markt befinde sich derzeit in einer teilweise durch den Rückzug des deutschen Anbieters Datev hervorgerufenen Umbruchsphase und biete daher „interessante Chancen“.

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