12.10.2022

Storyblok: Linzer WordPress-Konkurrent expandiert in die Asien-Pazifik-Region

Das Linzer Scaleup Storyblok verwirklicht nach einem 47 Mio. Dollar hohen Investment im Mai seine Wachstumspläne und expandiert in die Asien-Pazifik-Region.
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Alexander Feiglstorfer und Dominik Angerer haben Storyblok gegründet © storyblok
Alexander Feiglstorfer und Dominik Angerer haben Storyblok gegründet © storyblok

Der nicht mehr so “Hidden” Champion Storyblok aus Oberösterreich verkündet – nach seinem 47 Mio. Dollar hohen Investment im Mai dieses Jahres – die Expansion in die Asien-Pazifik (APAC)-Region. 2017 gegründet, bietet das Scaleup ein Content-Management-System an, das „Headless“ ist. Das bedeutet, dass das CMS nicht, wie WordPress und Co., eng mit einem Frontend verknüpft ist, sondern über eine Schnittstelle Inhalte auf unterschiedlichsten Plattformen und in verschiedenen Darstellungsformen ausgespielt werden kann – zum Beispiel auf einer Smartwatch, im Intranet, über eine VR-Brille oder im Metaverse. Mittlerweile hilft Storyblok über 90.000 Entwickler:innen und Teams dabei, eine einfache und benutzerfreundliche Content-Experience zu erstellen, die für alle digitalen Kanäle geeignet ist.

Nur 13 Prozent der Befragten in APAC mit herkömmlichen CMS zufrieden

Das Unternehmen habe in APAC bereits zahlreiche namhafte Marken für sich gewonnen. Zu den Kund:innen zählen Pizza Hut Australia, FC Sydney, Liberty Finance Australia, Vicinity Centres, Treasury Wine Estates, Crimson Education, Octopus Deploy und Akasa Air. Bevor die Co-Founder, Alexander Feiglstorfer und Dominik Angerer, die Storyblok-Expansion in die Asien-Pazifik-Region gewagt haben, befragten sie 301 Personen, die beruflich mit einem CMS arbeiten. Das Ziel der Befragung war es, nehr über Content Management in APAC zu erfahren.

Dabei stellte Storyblok fest, dass nur 13 Prozent der Unternehmen in der Asien-Pazifik-Region mit ihrem herkömmlichen CMS zufrieden sind. Dies führe dazu, dass 46 Prozent der Befragten den Umstieg auf ein CMS wagen würden. Mit Mehrheit der Teilnehmerinnen habe zudem Bedenken über die Sicherheit ihres CMS. „Aufgrund unseres bisherigen großen Erfolgs in APAC wussten wir, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um stärker in der Region zu investieren. Die Daten zeigen uns, dass die lokalen Unternehmen bereit sind, auf Headless-CMS-Lösungen umzusteigen, um ihr digitales Storytelling zu verbessern“, sagt Sascha Ploebst, VP of Sales bei Storyblok.

Globale Expansion von Storyblok

Erst im Juli setzte das Linzer Soonicorn ein 1,5 Mio. Dollar-Fonds auf, um das Wachstum seiner Agenturpartner zu unterstützen und die Zusammenarbeit mit diesen zu intensivieren. Nun strebt Storyblok mit der verkündeten Expansion in die Asien-Pazifik-Region sein eigenes globales Wachstum an. „Zielgruppen auf der ganzen Welt wünschen sich bessere Content-Erlebnisse, für die herkömmliche CMS-Plattformen nie gebaut wurden. Storyblok bietet bereits ein Cloud-natives CMS zur Verwaltung aller Inhalte an einem Ort mit Rechenzentren in den USA, Europa und einer dedizierten Hosting-Infrastruktur in China. Ich bin stolz darauf, ankündigen zu können, dass wir demnächst eine lokal gehostete Option in Australien für Organisationen anbieten werden, die dies benötigen“, sagt Dominik Angerer, Co-Founder und CEO von Storyblok.

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Easelink
© Luxshare - (v.l.) Hermann Stockinger, Gründer & CEO Easelink und Harvey Yuan, General Manager Luxshare.

2022 schloss das Grazer Startup Easelink eine 8,3 Millionen Euro schwere Series-A-Finanzierungsrunde ab, der im Oktober 2024 ein 1,5 Mio. Euro-Investment von Verbund X Ventures folgte. Im November 2025 gründete man die Matrix Charging Interest Group (MCIG), eine Branchenkooperation zur Standardisierung der „Matrix Charging Technologie“, die vom österreichischen High-Tech-Unternehmen entwickelt wurde. Dem folgte heuer eine Kooperation mit SEG Automotive – brutkasten berichtete. Nun hat man in China den ersten Technologie-Lizenzpartner gewinnen können.

China gilt als der weltweit größte Markt für Elektromobilität und war für Easelink schon immer von zentraler strategischer Bedeutung – siehe 2018. Für die Industrialisierung und Bereitstellung von Matrix Charging verlangen die spezifischen Anforderungen des chinesischen Automobilmarkts einen Local-for-Local-Ansatz. „Mit Luxshare gewinnt Easelink einen dedizierten Lizenznehmer für China – ein weiterer Schritt in der Strategie, in allen wichtigen Automobilmärkten Lizenz- und Industrialisierungspartner für Matrix Charging aufzubauen“, liest man in der Aussendung. Die Partnerschaft hat bereits zu konkreten Marktaktivitäten geführt: Beide Unternehmen arbeiten an ersten OEM-Projekten (Original Equipment Manufacturer), um die Technologie in künftige Fahrzeugplattformen zu integrieren.

„Wir sehen großes Potenzial in unserer Zusammenarbeit mit Easelink, die es uns ermöglicht, neue Kundensegmente im Bereich der automatisierten Abrechnung zu erschließen. Darüber hinaus sind wir uns der entscheidenden Rolle bewusst, die die Standardisierung neuer Schnittstellen spielt, und setzen uns daher in der ‚Matrix Charging Interest Group‘ für die entsprechenden Standardisierungsbemühungen ein, um Interoperabilität und eine breite Marktakzeptanz sicherzustellen“, sagt Harvey Yuan, General Manager von Luxshare.

„Wachsende Präsenz in China“

Die Zusammenarbeit baut auf Luxshares Erfahrung auf, gemeinsam mit führenden internationalen Technologieunternehmen Produkte zu industrialisieren und „in großem Maßstab“ zu fertigen. Gleichzeitig wird Easelink sein lokales Team in China weiter ausbauen, um die technische und projektbezogene Zusammenarbeit mit Luxshare und chinesischen OEMs eng zu begleiten.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit einem global so bedeutenden Unternehmen wie Luxshare – einem komplementären Partner mit starkem Engineering-Know-how“, sagt Hermann Stockinger, Gründer & CEO Easelink. „Gemeinsam konzentrieren wir uns darauf, Kunden in China vor Ort zu betreuen und Matrix Charging in bestehende Wertschöpfungsketten der Automobilindustrie zu integrieren. Diese Partnerschaft ist ein wichtiger Meilenstein für unsere wachsende Präsenz in China und ein zentraler Baustein unserer Mission, den globalen Industriestandard für automatisiertes Laden zu setzen.“

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