27.05.2025
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Storebox und myflexbox kooperieren – über 160 Paketstationen geplant

Das Wiener Scaleup Storebox erweitert sein Angebot und kooperiert dafür mit dem ehemaligen Corporate-Startup der Salzburg AG myflexbox, das über ein Paketstationen-Netzwerk in Deutschland und Österreich verfügt – mit über 1.100 Paketstationen in mehr als 300 Städten.
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STorebox
(c) Storebox - (l.) Johannes Braith, CEO von Storebox und Jonathan Grothaus, CEO und Founder von myflexbox.

Das österreichische Lager- und Logistikunternehmen Storebox kündigt gemeinsam mit dem Paketstationen-Anbieter myflexbox eine umfassende Kooperation an: Im Rahmen der Partnerschaft ist geplant, bis Jahresende mehr als 160 Paketstationen an Storebox-Standorten in Deutschland und Österreich in das myflexbox-Netzwerk zu integrieren. Im weiteren Verlauf sollen alle Storebox-Standorte mit Paketstationen ausgestattet werden.

Storebox: kontaktlose Zustellung

Konkret übernimmt myflexbox, das als Corpotate-Startup startete, im Gegenzug 60 bestehende Paketstationen des Wiener Scaleups und integriert darüber hinaus 100 neue myflexbox-Locker an ausgewählten Standorten. 2022 erfolgte die Ausgründung aus der Salzburg AG und Neugründung der myflexbox Austria GmbH und der myflexbox Germany GmbH.

Die neue Kooperation mit myflexbox soll das Storebox-Angebot für kontaktlose Paketzustellung in Deutschland und Österreich erweitern. Kund:innen sollen künftig über das flächendeckende Netzwerk an Paketstationen Sendungen flexibel empfangen oder abholen – rund um die Uhr, unabhängig von Öffnungszeiten.

„Die Nachfrage nach smarten, urbanen Logistiklösungen wächst stetig“, erklärt Storebox-CEO Johannes Braith. „Mit myflexbox gewinnen wir einen Partner, der unsere Vision teilt: eine nachhaltige, flexible und skalierbare Infrastruktur für die letzte Meile zu schaffen. Die neue Kooperation ist für uns ein ausgezeichneter Wachstumstreiber – sowohl strategisch als auch wirtschaftlich.“

Ausbau in mehreren Phasen geplant

Im Sommer 2025 werden 60 neue Paketstationen an ausgewählten Storebox-Standorten in Deutschland eröffnet. Weitere 40 sollen im vierten Quartal folgen. Für 2026 sind weitere Ausbauschritte geplant.

„Die Partnerschaft ermöglicht es uns, die urbane Logistik zu transformieren und den Service für unsere Kund:innen signifikant zu verbessern“, sagt Jonathan Grothaus, CEO und Founder von myflexbox. „Unsere Systeme ergänzen sich ideal: Während Storebox durch stadtnahe Infrastruktur punktet, bieten wir die passende Technologie für eine sichere, bequeme und nahtlose Out-of-Home-Delivery.“

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Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs | (c) Peter Drechsler / SAL

Das österreichische Forschungszentrum Silicon Austria Labs (SAL) hat nach eigenen Angaben das weltweit dünnste bidirektionale 11-Kilowatt-Bordladegerät für Elektroautos entwickelt. Die sogenannte „Tiny Power Box 2.0“ ist nur fünf Zentimeter hoch und soll Autoherstellern neue Möglichkeiten beim Einbau bieten. Entwickelt wurde der Prototyp von Forschungsteams in Villach und Graz gemeinsam mit den Industriepartnern Infineon, AVL, TDK, Fronius und MetaSystem. Das Forschungsprojekt hatte ein Volumen von 7,2 Millionen Euro.

Laden und Strom zurückspeisen

Jedes Elektroauto verfügt über einen sogenannten On-Board-Charger. Dieser wandelt den Wechselstrom aus der Steckdose oder Wallbox in Gleichstrom um, den die Fahrzeugbatterie speichern kann. Die Tiny Power Box 2.0 übernimmt dabei gleich drei Funktionen: Sie lädt die Batterie mit bis zu elf Kilowatt, kann Strom aus dem Fahrzeug zurück ins Haus oder öffentliche Netz speisen und versorgt über einen integrierten Wandler auch das 12-Volt-Bordnetz. Darüber werden unter anderem Beleuchtung, Steuergeräte und Infotainment betrieben. Dafür ist bislang häufig ein separates Bauteil notwendig.

Durch die bidirektionale Funktion könnte ein geparktes Elektroauto künftig auch als Stromspeicher dienen. Beispielsweise ließe sich tagsüber erzeugter Solarstrom in der Fahrzeugbatterie speichern und bei Bedarf wieder im Haushalt nutzen.

Mehr Leistung auf weniger Raum

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung sei die Wärme gewesen, die beim Umwandeln des Stroms entsteht, heißt es von SAL. Je kompakter das Ladegerät, desto schwieriger wird es, diese abzuführen.

„Bei 50 Millimetern Bauhöhe liegt die eigentliche Herausforderung in der Wärmeentwicklung, die auf sehr kleinem Raum abgeführt werden muss. Wir haben Kühlung, magnetische Komponenten und Isolation deshalb in kombinierten Designprozessen als ein gemeinsames Gesamtsystem simuliert und entwickelt. Nur so lassen sich 11 Kilowatt bidirektional auf engstem Bauraum umsetzen“, erklärt Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs.

Die Entwicklung baut auf einem Vorgängerprojekt aus dem Jahr 2022 auf. Damals hatte SAL bereits ein kompaktes Ladegerät mit sieben Kilowatt Leistung entwickelt. Die neue Generation erreicht elf Kilowatt und kommt dabei mit einer deutlich geringeren Bauhöhe aus.

Forschungsergebnisse für weitere Anwendungen

Nach dreieinhalb Jahren Forschung liegt die Tiny Power Box 2.0 nun als Prototyp vor. Mit fast allen beteiligten Industriepartnern laufen bereits Folgeprojekte. Dabei sollen die entwickelten Technologien auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen, etwa in der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, in industriellen Gleichstromnetzen oder bei der Stromversorgung von Rechenzentren.

Ob und wann die Tiny Power Box 2.0 selbst in Serienfahrzeugen eingesetzt werden könnte, ist derzeit offen. Interesse gibt es laut SAL aber bereits von europäischen und internationalen Autoherstellern.

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