17.01.2023

Click & Collect: Storebox geht Partnerschaft mit digitalem Bauernmarkt markta ein

Das Wiener Logistik Scaleup Storebox geht mit dem digitalen Bauernmarkt markta eine Kooperation ein. Über das Microhub-Netzwerk von Storebox wird künftig ein Click & Collect-Service für markta ermöglicht.
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Theresa Imre, CEO und Founder von markta, sowie Johannes Braith, CEO und Co-Founder von Storebox | (c) markta & Storebox, collage by brutkasten

Spätestens seit der Corona-Pandemie boomt auch in Österreich Click & Collect. 2020 haben 1,2 Millionen Menschen in Österreich über diese Art und Weise online Waren bestellt. Das ergab eine Studie der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) in Kooperation mit der WKÖ. Den Trend rund um Click & Collect haben mittlerweile auch heimische Startups und Scaleups erkannt. Eines von ihnen ist das Wiener Logistik Scaleup Storebox, das bereits in der Vergangenheit in diesem Bereich eine Kooperation mit Ikea und DPD eingegangen ist.

Click & Collect: die Kooperation

Gemeinsam mit dem digitalen Bauernmarkt markta baut Storebox nun seine Click & Collect Kooperation weiter aus. Über die Microhubs des Logistik-Scaleups erhalten Kund:innen von markta einen 24/7 Zugriff auf ihre bestellte Waren. Durch die Kooperation zwischen Storebox und markta soll ein „dichteres Netzwerk aufgebaut und flexiblere Zustellmöglichkeiten geschaffen werden“. Das Netzwerk soll zudem „Stück für Stück erweitert werden“, wie es in einer Aussendung von Storebox am Dienstag heißt.

(c) Storebox

Julian Hödlmayr, der seit 2022 von Co-Geschäftsführer von markta ist, erläutert.: „Gemeinsam mit Storebox wollen wir die Zukunft besser gestalten. Mit Ihrem Einkauf unterstützen unsere Kund:innen regionale Kleinbäuer:innen. Jetzt können Sie dabei auch das Verkehrsaufkommen auf der letzten Meile reduzieren.“

markta wurde 2018 als Startup von Theresa Imre gegründet. Bei dem digitalen Bauernmarkt können Konsument:innen österreichweit Produkte von verschiedenen bäuerlichen Klein- und Familienbetrieben online bestellen. Im Zuge einer Series A-Finanzierungsrunde konnte das Unternehmen für das weitere Wachstum 2021 ein Millionen-Investment an Land ziehen. Damals beteiligten unter anderem Biogena Gründer und Eigentümer Albert Schmidbauer sowie der ehemalige karriere.at Co-Founder Klaus Hofbauer.

Das Wachstum von Storebox

Storebox ist nach eigenen Angaben „die größte, schnellst wachsende, innerstädtische Lager-und Logistiklösung Europas“. Allein im vergangenen Jahr konnte das Startup 56 neue Standorte in sechs europäischen Ländern eröffnen. Anfang Dezember 2022 gab das Startup die Eröffnung des 200. Standortes bekannt. 2021 sorgte das Scaleup mit einer Finanzierungsrunde in Höhe von 52 Millionen Euro für Aufsehen.


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iDWELL-Gründer und CEO Alexander Roth mit COO Anna-Katharina Matzenberger | Foto: iDWELL

Das 2017 gegründete Wiener PropTech iDWELL hat sich frisches Kapital gesichert: Der US-Kapitalgeber Riverside Acceleration Capital (RAC) stellt dem Unternehmen einen siebenstelligen Euro-Betrag zur Verfügung. Anders als bei der Finanzierungsrunde im November 2024 handelt es sich diesmal aber um kein Investment im klassischen Sinn.

„Es handelt sich um eine nicht verwässernde Wachstumsfinanzierung. Die Eigentümerstruktur von iDWELL wird dadurch nicht verändert“, bestätigt Gründer und CEO Alexander Roth auf Anfrage von brutkasten. Zu Laufzeit, exakter Höhe und Rückzahlungsmodell will sich das Unternehmen nicht äußern: Mit RAC sei Stillschweigen vereinbart worden.

RAC verfolgt nach eigener Darstellung zwei Strategien: Minderheitsbeteiligungen über RAC Growth Equity und nicht verwässernde Wachstumsdarlehen über RAC Growth Lending. Nach eigenen Angaben hat der Kapitalgeber seit seiner Gründung 2016 mehr als 100 B2B-Softwareunternehmen unterstützt. RAC ist Teil von The Riverside Company.

Bestandsinvestoren: Unterstützung ja, Beteiligung offen

Im November 2024 hatte iDWELL rund zehn Millionen Euro in einer klassischen Runde aufgenommen (brutkasten berichtete). Lead-Investor war die Amsterdamer Investmentgesellschaft Knight Capital, auch die bestehenden Investoren Flashpoint Venture aus London und Wecken & Cie aus Basel beteiligten sich.

Warum diesmal Fremd- statt Eigenkapital, beantwortet Roth allgemein: „In der aktuellen Unternehmensphase war eine nicht verwässernde Finanzierung die passende Lösung.“ Seit der letzten Runde habe man den Umsatz „signifikant“ gesteigert. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen nicht. Die langjährigen Bestandsinvestoren würden den eingeschlagenen Wachstumskurs „weiterhin voll“ unterstützen. Ob sie sich an der aktuellen Finanzierung beteiligt haben, lässt die Antwort offen.

Auch auf die Frage, wie stark der wiederkehrende Jahresumsatz (ARR) zuletzt gewachsen ist und ob iDWELL heute cash-flow-positiv arbeitet, gibt es keine Zahlen. Man verfüge über eine „solide langfristige Basis“, heißt es dazu.

Kapital fließt in KI-Produkte

Das Geld soll in den Ausbau der KI-gestützten Produktwelt fließen. Ein Schwerpunkt liegt auf „iDWELL Finance“, einer Lösung für automatisiertes Rechnungsmanagement. Sie stammt vom Wiener Startup domonda, an dessen Finanzsoftware sich iDWELL im Dezember 2025 die exklusiven Rechte für die Immobilienbranche gesichert hatte (brutkasten berichtete). Domonda hatte im Juni 2023 Insolvenz angemeldet und wurde zwei Monate später saniert. Nach Angaben von iDWELL setzten Ende 2025 rund 100 Immobilienunternehmen die Lösung ein.

Zweiter Baustein ist die hauseigene KI „Greta-AI“, die Verwaltungs-, Dokumentations- und Rechnungsprozesse automatisieren soll. Christian Stein, Senior Partner bei RAC, verweist auf die Positionierung im deutschsprachigen Raum und das Ökosystem an ERP-Integrationen, mit dem iDWELL die Digitalisierung der professionellen Immobilienverwaltung vorantreiben könne.

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