19.05.2022

Storebox holt Nachhaltigkeits-Award

Das Wiener Self-Storage- und Logistik-Scaleup Storebox holt sich den Green Franchise Award 2022 des deutschen Franchiseverbands.
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Storebox holt Green Franchise Award 2022
v.l.n.r. Johannes Braith, Diana Schubert, Magdalena Mathoi, Wolfgang Becker, Moritz Lösch | © Deutscher Franchiseverband

Was hat das Wiener Scaleup Storebox mit der Restaurant-Kette Domino’s Pizza gemeinsam? Erstens betreiben beide Franchise-Systeme. Zweitens wurden beide diese Woche in Berlin vom Deutschen Franchiseverband, dessen Mitglieder sie sind, mit einem Award geehrt. Während die Deutschland-Tochter der US-Pizza-Kette sich den Preis „Franchisesystem des Jahres“ holte, wurde der Wiener Self-Storage- und Logistik-Anbieter mit dem „Green Franchise Award 2022“ geehrt. Diesen Nachhaltigkeitspreis musste sich das Unternehmen jedoch teilen – und zwar mit dem mobilen Fritteusen-Full Service-Anbieter Filtafry. Insgesamt hatte es 30 Bewerbungen gegeben.

„Nachhaltigkeit bewusst in der Unternehmens-DNA verankert“

Wolfgang Becker, Vorstand der deutschen Cronbank AG und Unterstützer des Green Franchise Awards, erläutert in einer Aussendung die Jury-Entscheidung für Storebox: „Beim jungen und innovativen Self-Storage-Anbieter wurde ökologische, ökonomische wie soziale Nachhaltigkeit nicht erst nachträglich auf das Systemkonzept aufgesetzt, sondern bewusst in der Unternehmens-DNA verankert. Neben Maßnahmen zum Klimaschutz durch Verringerung der Emissionen im Logistikbereich lebt das Unternehmen Geschlechtergleichstellung und verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster“. Der Impact sei „spür- und sichtbar“, so Becker.

Bislang 200 Franchise-Lizenzen vergeben

Magdalena Mathoi, Head of Business Development bei Storebox, kommentiert: „Das Storebox Franchise-System wurde vor vier Jahren gegründet und seitdem konnten wir bereits knapp 200 Lizenzen an unsere Franchise-Partner:innen vergeben. Einen Award des Deutschen Franchiseverbandes zu erhalten ist eine große Ehre für Storebox – die Auszeichnung in der Kategorie Nachhaltigkeit zu bekommen, macht uns natürlich doppelt stolz“.

Storebox: Von Selfstorage zu Last Mile-Logisitk

Aktuell betreibt Storebox 150 Standorte in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Luxemburg. Doch viele weitere Lizenzen, darunter auch in einem weiteren Land, wurden bereits vergeben. Man betreibe so eines der am schnellsten wachsenden Franchise-Systeme in Europa, heißt es vom Scaleup, das vergangenen Sommer eine 52 Millionen Euro-Kapitalrunde abschloss. In den vergangenen Jahren entwickelte sich das Geschäftsmodell über den Self-Storage-Bereich hinaus stark in die Last Mile-Logistik, wo man mit den kleinen dezentralen Lagerstandorten schnellen und klimafreundlichen E-Commerce ermöglichen will.

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Im April 2026 machte sich refurbed Co-Founder Kilian Kaminski mit einem Team auf, um den Umgang mit E-Waste in Ghana in einer Dokumentation festzuhalten. Der bislang erste Film des Wiener Scaleups hinterfragt außerdem Europas Verständnis von globalem Elektroschrott. Gestern präsentierte Kaminski die Dokumentation in den Breitenseer Lichtspielen, wo brutkasten vor Ort war.
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Ein Mann in Accra sitzt in einer Garage und repariert einen alten Computer (c) refurbed
Schrotthändler Fuseini Yakubu arbeitet im informellen Sektor von Accra. (c) refurbed

Ein Blick auf Ghanas Hauptstadt Accra. Im sogenannten „informellen Sektor“ der E-Waste-Verarbeitung liegt Agbogbloshie, eine der größten Elektromüllhalden der Welt. Hier werden Berge an Elektroteilen gesammelt, sortiert, repariert und weiterverarbeitet. Das ist die Einstiegszene der neuen refurbed-Doku „fixed“.

Brennende Müllberge im globalen Süden sind Bilder, die uns in Europa bekannt sind und unser Narrativ über Elektroschrott prägen. Während kaputte Geräte in Europa sehr schnell als Müll betrachtet werden, was die Wegwerfgesellschaft ankurbelt, hat sich in Ghana durch den E-Müll eine formelle wie auch informelle Reparatur- und Recyclingwirtschaft entwickelt.

Um die unterschiedliche Wahrnehmung von E-Waste aufzuzeigen, hat ein Team rund um refurbed-Co-Founder Kilian Kaminski im April die erste eigene Doku „fixed – Accras Antwort auf Europas Elektroschrott“ vor Ort in Ghana gedreht.

Elektroschrott als Krise, aber auch als Ressource

„In den letzten Jahren drehten sich Gespräche rund um Nachhaltigkeit oft um CO2-Emissionen, und das ist auch wichtig. Aber im Hintergrund brodelt eine weitere Krise, die ständig wächst: der Elektroschrott. Dazu gehören Berge von ausrangiertem Elektroschrott, giftige Umgebungen und Gemeinschaften, die für Konsumgewohnheiten bezahlen müssen, die sie selbst gar nicht verursacht haben“, hält Kaminski in seinen Begrüßungsworten bei der Präsentation der Dokumentation fest.

Gleichzeitig hat der E-Schrott eine innovative Reparaturkultur in Ghana entwickelt. Dr. Michael Osei Asibey, Experte für Umweltpolitik an der ghanaischen KNUST-Universität, forscht seit Jahren intensiv zum Recyclingsektor und plädiert im Film für ein radikales Umdenken. Seine prägnante Formel „Waste is a resource in the wrong place“ (Abfall ist eine Ressource am falschen Ort) bringt das Kernanliegen der Dokumentation auf den Punkt: Elektronik darf kein kurzlebiges Wegwerfprodukt sein. Vielmehr müssen wir ausgediente Geräte als wertvolle Materiallager begreifen, die dauerhaft in einem Kreislaufsystem gehalten werden.

Co-Founder von refurbed Kilian Kaminski (r.) bei den Dreharbeiten in Ghana. (c) refurbed

Vielschichtige Blockaden der Kreislaufwirtschaft

Politische, wirtschaftliche, aber auch gesellschaftliche Blockaden verhindern in Europa die Umsetzung von flächendeckenden Kreislaufwirtschaften. Kaminski sieht Blockaden in der Politik vor allem darin, dass der Fokus meist auf kurzfristigen Themen liegt. „Man konnte das gut im März 2020 beobachten, als Covid kam. Plötzlich waren Nachhaltigkeit und die Kreislaufwirtschaft nicht mehr die wichtigen Themen. Das Thema Nachhaltigkeit wird immer als ein Zukunftsproblem behandelt, obwohl es eigentlich ein aktuelles Problem ist, weil wir jetzt dagegen vorgehen müssen“, so der Co-Founder von refurbed.

Unternehmen seien gefragt, auf langlebige Produkte zu setzen. Die Praxis der künstlichen Obsoleszenz – also das bewusste Kaputtgehen von Geräten für schnellere Upgrades – sollte nicht weiter gefördert werden.

„Und als Privatpersonen sollten wir wirklich überdenken: Was und wie konsumieren wir? Behalten wir vielleicht ein Produkt länger? Geben wir alte Produkte weiter? Also einfach ein Verständnis zu entwickeln, dass der Wert des Gerätes viel höher ist, als wir eigentlich denken. Es geht nicht nur um den finanziellen Wert. Die Rohstoffe, die in den Produkten sind, haben einen sehr langen Lebenszyklus und kommen oftmals aus der gesamten Welt zurück zu einem Ort.“

Durch die Dokumentation soll ein differenzierteres Bild von E-Waste geschaffen werden. (c) refurbed

Kreislaufwirtschaft als Thema für Startups

Im Thema Kreislaufwirtschaft stecke für Startups und Jungunternehmen laut Kaminski gerade sehr viel Potenzial. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann die Wirtschaft den Fokus auf diese Themen lege. „Wir stehen mit der Kreislaufwirtschaft ganz am Anfang. Und ich glaube, jetzt kann man vor allem die großen Unternehmen speziell mit Geschäftsmodellen, die die Kreislaufwirtschaft im Herzen haben, viel mehr challengen, als mit Geschäftsmodellen, die einfach dasselbe machen, wie es seit 100 Jahren gemacht wurde. Und das beinhaltet ja am Ende des Tages ganz viele Nachhaltigkeitsthemen, egal ob es Energie oder Rohstoffe sind.“

Auf die Frage, welches Problem Kaminski heute als Startup lösen würde, antwortet er: „Ich würde nach wie vor den E-Waste bekämpfen.“

Über refurbed

Ziel des 2017 von Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl in Wien gegründeten Unternehmens refurbed ist es, den Konsum in ganz Europa dauerhaft zu verändern. Mittlerweile ist das Scaleup in 24 europäischen Ländern aktiv und zählt zu den führenden Online-Marktplätzen für generalüberholte Produkte.

Die ganze Dokumentation von refurbed wurde gestern auf YouTube veröffentlicht und vorab präsentiert.

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