12.10.2022

Stillprobleme: Cooling Gel statt barbusig mit säuerlich riechendem Topfen im Bett

Das Startup Womatics bietet mit Mama Cooling Gel eine Lösung gegen Stillschmerzen.
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Mama Cooling Gel, Schmerzen beim Stillen, Stillschmerzen, Stillen, Topfen, Kohl
(c) Womatics - Thea Broszio hat eine Alternative zu Hausmittelchen bei Stillschmerzen entwickelt.

Thea Broszio, Gründerin von Womatics hat es sich zum Ziel auserkoren, Frauen bei Stillproblemen zu helfen. Dabei sagt sie alten Hausmittelchen den Kampf an und will stillenden Müttern mit Mama Cooling Gel eine Alternative bieten.

Mama Cooling Gel gegen Stillschmerzen

Als dreifache Mama hat sie selbst die Erfahrung gemacht, dass das Stillen des Babys nicht immer einfach ist und die meisten Mütter mit dem Problem Milchstau zu kämpfen haben. Dabei wird der Milchgang blockiert, wodurch die Muttermilch beim Stillen nicht ausreichend abfließen kann.

Es kommt zu Schmerzen in der Brust, das Gewebe schwillt an, verhärtet sich und wird spürbar warm. Schlimmstenfalls ist sogar eine Entzündung der Brust möglich. Bisher wurde dafür als Heilmittel empfohlen: gekühlter Kohl und Topfen.

„Ich lief mit Kohlblättern in meinem Still-BH durch die Wohnung oder lag barbusig, mit säuerlich riechenden Topfenwickeln im Bett. Geholfen hat es, aber der Aufwand war groß und meine Würde dahin“, erzählt die 33-Jährige.

Das Versprechen an die Tochter

Nach zwei Söhnen bekam Thea 2019 eine Tochter und gab ihr ein Versprechen: „Solltest Du je eines Tages selbst Mutter werden, dann wird Schluss mit Kohl und Topfen sein“.

So erfand sie das Mama Cooling Gel: „Es ist ein kühlendes Gel, das Frauen zu einer unbeschwerten Stillzeit verhelfen kann. Die Kombination von natürlichen pflanzlichen Extrakten wie Thymian, Arnika, Rosmarin, Ringelblume und Hamamelis wirkt durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und abschwellend. Im Gegensatz zu den lästigen und oft aufwändigen Wickeln ist das Produkt absolut alltagstauglich“, erklärt Broszio.

Mama Cooling Gel für Babys unbedenklich

Nach dem Stillen soll man das Gel auf die Brust auftragen und dabei die Brustwarze aussparen. Das Gel zieht, der Gründerin nach, schnell ein, nimmt der Brust das Spannungsgefühl und wirkt kühlend nach.

Für das Baby sei das Gel selbstverständlich völlig unbedenklich und es können jederzeit wieder zum Stillen angelegt werden.


Mehr dazu am Montag in der Höhle der Löwen. Außerdem dabei: Klettpack, HistaFit, Standsome und Layzee.

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Majourny
© Majourny - Severin Bergsmann und Fabian Pischinger.

Es begann mit einer App, die KI zur automatischen Routenerstellung nutzte. Basierend auf ihren Interessen bekamen Nutzer:innen Empfehlungen für Hotels, Restaurants und Aktivitäten in der ausgewählten Stadt. Die Routen konnten dann in einem Feed geteilt werden, um Vertrauen zu schaffen und die App von rein algorithmischen Planern zu unterscheiden. Das Ziel der beiden Gründer Fabian Pischinger und Severin Bergsmann war es, als B2C-Reiseplaner Endkund:innen zu erreichen. Doch dann sprach man mit den Hotels.

Majourny-Founder: „Haben nicht im Office überlegt“

„Je mehr wir mit Hotels gesprochen haben, desto klarer wurde: Die Gäste sind längst digital, die Betriebe dahinter oft noch nicht. Dort geht jeden Tag enorm viel Zeit für Telefonate, Zettel und Nachfragen verloren“, sagt Pischinger. Also pivotierte man und versteht sich jetzt als B2B-Plattform für Hotels. Das Wissen über die Erwartungen digitaler Gäste nahm das Team mit. „Die Gen Z will ihre Anliegen digital erledigen, zu jeder Uhrzeit. Gleichzeitig hat das Personal schlicht keine Kapazität mehr, alles händisch abzufangen.“

Seit Ende 2025 entsteht die Software direkt im Hotelalltag, gemeinsam mit dem Stift Schlägl und dem Boutiquehotel Königswieserhof im Bezirk Freistadt. Als dritter Pilotbetrieb kamen die ARVE Chalets auf der Turracher Höhe dazu.

„Wir haben nicht im Büro überlegt, was Hotels brauchen könnten. Wir waren im Betrieb und haben gesehen, wo jeden Tag Zeit verloren geht“, ergänzt Pischinger. Unterstützt wird die Entwicklung durch ein FFG-Kleinprojekt, das Projektvolumen beläuft sich auf 150.000 €. Das Ziel des Projektes ist es, Hotels autonomer zu gestalten und Abläufe mittels KI-Agenten zu vereinfachen.

Daten automatisch ins System

Majourny wird an das bestehende Property-Management-System (PMS) des Hotels angebunden. Anreisen, Zimmernummern und Aufenthaltsdaten fließen somit automatisch ins System, eine zusätzliche Insellösung entstehe nicht. Der TeamHub bündelt Aufgaben, Übergaben und Kommunikation zwischen Rezeption, Housekeeping, Haustechnik und Küche. Eine KI-Wissensdatenbank soll auch neuen oder saisonalen Mitarbeiter:innen Antworten zum Haus liefern, und über einen digitalen Concierge erreichen Gäste das Hotel rund um die Uhr.

Zielgruppe sind der Aussendung zufolge Boutiquehotels, inhabergeführte Hotels und Chalets, also Betriebe, in denen wenige Menschen viele Rollen übernehmen und für eine eigene IT-Abteilung kein Platz ist.

Mit Version 1.0 startete im September auch der Vertrieb. Langfristig sollen KI-Agenten einen großen Teil der Back-Office-Arbeit in Hotels selbstständig erledigen. Die Verantwortung bleibe dabei beim Menschen: Entscheidungen über Preise, Kulanz oder Beschwerden treffe weiterhin das Hotel. „Die KI soll niemanden ersetzen“, so die Founder. „Sie soll die Arbeit übernehmen, die keiner gerne macht, damit wieder mehr Zeit für die Gäste bleibt.“

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