06.05.2022

Stevi & Schnücks: Bratwurst-Marmelade und Knochenmehl-Kaffee für Hunde

Stevi & Schnücks will mit seinen Produkten ein "Frühstück für den Hund" bieten - mit "Hunde-Marmelade", "Hunde-Brot" und "Hunde- Kaffee".
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Stevi & Schnücks - Holiday vom Glückspunkt alias Schnücks mit Frauchen Stevi Page
Holiday vom Glückspunkt alias Schnücks mit Frauchen Stevi Page | (c) Stevi & Schnücks

„Menschen und Hunde noch viel näher zusammenbringen“ – das ist das Ziel, das vom deutschen Unternehmen Stevi & Schnücks der Gründerin Stevi Page ausgegeben wird. Doch an dieser Stelle eine Vorwarnung: Die Umsetzung könnte einigen Leser:innen etwas übertrieben erscheinen. Denn die Firma will ein auf den ersten Blick allzu menschliches Frühstück für die Vierbeiner bieten. Im Repertoire hat man „Hunde-Marmelade“, „Hunde-Brot“ und „Hunde-Kaffee“, mit denen die Tiere in das Frühstücks-Verhalten von Frauchen und Herrchen integriert werden sollen.

Wenn der Hund beim Marmelade Einkochen nicht naschen darf

Auf die Idee kam Gründerin Page beim Marmelade Einkochen aus Frust darüber, die stark zuckerhaltige Konfitüre nicht mit ihrem Hund teilen zu können. „Sie ist total integriert in unserem Leben, wir machen eigentlich alles zusammen. Spazieren, die Natur erkunden, sie kommt mit mir ins Büro und schläft bei uns im Bett“, umreißt die Gründerin die Beziehung zu Dalmatiner-Hündin Holiday vom Glückspunkt, die sie Schnücks nennt. Bei der Entscheidung, ein Unternehmen zu gründen, habe auch der Tod ihres vorigen Hundes eine Rolle gespielt, erzählt Page, die zuvor als Grafikerin tätig gewesen war: „Für mich war schnell klar, ich brauche einen Neustart“.

Stevi & Schnücks: „Einhorn-Marmelade“ als „Dogsoulfood“

Bei den Rezepturen lege sie Wert darauf, dass sie gesund und ökologisch sind, betont die Gründerin. Zucker und Konservierungsstoffe sind nicht enthalten. Die „Hunde-Marmelade“ gibt es in den Sorten „Einhorn“, „Bratwurst“, „Weißwurst“ und „Liebe“, wobei letztere vegetarisch ist (Anm.: Die Sorte „Einhorn“ enthält Hühnerfleisch). Neben der Marmelade bietet Page eine glutenfreie Hundebrotbackmischung im Glas und den Instant-Hundekaffee „Wau Cino“, „Latte Wuffiato“ oder „Chai Bello“ aus Fleischknochenmehl und gemahlenem Kürbis an. Doch Page versichert: „Was sich so aberwitzig anhört, ist in Wirklichkeit ein richtiges Dogsoulfood“.

Stevi & Schnücks ist in der nächsten Folge der Show „Die Höhle der Löwen“ zu sehen, wo die Gründerin um 60.000 Euro für 20 Prozent ihres Unternehmens pitcht. Außerdem in der Folge: deep.one, NetzBeweis, uready und Hans Ranke.

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Prewave
Harald Nitschinger, Gründer von Prewave | (c) Prewave

Es nennt sich Quantified Resilience und soll zeigen, was Lieferkettenrisiken tatsächlich kosten. Das neue Portfolio des Wiener Startups adressiert die Risikolandschaft für globale Lieferketten, die sich seit Covid, der Chipknappheit sowie dem Krieg im Iran und in Russland verändert hat. Unternehmen haben in den vergangenen Jahren darauf reagiert und auf mehr Transparenz gesetzt, mehr Lieferanten überwacht und mehr Signale und Warnmeldungen verfolgt. Doch Einkaufsteams wollen nicht mehr Informationen, meint Co-Founder und seit Jänner alleiniger CEO Harald Nitschinger. „Sie wollen eine belastbare Entscheidungsgrundlage“, sagt er und bezieht sich auf eine Gartner-Studie aus 2026 mit dem Titel: „Market Overview for Supplier Risk Management Solutions.“ Teams, die ihre Zeit damit verbringen, schwer fassbare Risiken bei Sub-Tier-Lieferanten zu recherchieren und zu bewerten, hätten kaum Kapazitäten, um langfristige Resilienz aufzubauen.

Prewave: KI-Agenten übernehmen Recherche

Hier soll Quantified Resilience helfen, die globalen Risikodaten von Prewave mit den eigenen Daten eines Unternehmens zu verbinden, darunter Stücklisten, Lagerbestände, alternative Bezugsquellen und Umsatzzahlen. Spezialisierte KI-Agenten würden dann die Recherche übernehmen, Risiken priorisieren und deren mögliche finanzielle Auswirkungen auf das Unternehmen bewerten.

Ein Bestandteil des neuen KI-Portfolios heißt Prewave Respond und beinhaltet KI-Agenten, die Signale aus der gesamten Plattform bündeln und Risikosituationen danach ordnen, wie dringend Handlungsbedarf besteht. Risikomanager würden so auf einen Blick sehen, welche Situationen jetzt Aufmerksamkeit erfordern und welche warten können. Die Agenten lassen sich an die eigenen Prozesse und Prioritäten des jeweiligen Unternehmens anpassen.

Plattform zeigt Betroffenheit

„Die Bewertung einer Störung hat unser Risikoteam früher einen halben Tag gekostet, plus Abstimmung mit den Konzerneinkäufern, um die Auswirkungen auf die Lieferanten zu verifizieren“, erklärt Verena Rausch, Group Risk Manager bei der Vaillant Group, wie Prewave den Aufwand bei der Bewertung einzelner Störungen reduziert. „Beim Erdbeben von Kumamoto hat Prewave rund 50 aufgezeigte Lieferanten auf 11 eingegrenzt, die geprüft werden mussten, und einen unmittelbaren Produktionsstopp aufgezeigt. Das verkürzt den Zeitaufwand für jede Bewertung.“

Der Schlüssel zu dieser Priorisierung liege darin zu verstehen, was eine Störung für das Geschäft bedeutet. Die Prewave-Plattform kombiniert Informationen zu globalen Ereignissen, Lieferantenstandorten, Tier-n-Beziehungen und Rohstoffabhängigkeiten mit den eigenen Lieferketten- und ERP-Daten des Unternehmens. Sie zeige so, welche Lieferanten, Materialien oder Produkte tatsächlich betroffen sind.

Für Nitschinger ist Quantified Resilience der nächste Schritt im Umgang mit zunehmend komplexen Lieferkettenrisiken: „Unseren Kunden fehlt es nicht an Informationen. Im Gegenteil, sie werden mit Warnmeldungen, Ratings und Lieferanten-Updates überflutet. Wir geben ihnen jetzt Werkzeuge an die Hand, die diese Signale in eine konkrete Entscheidungsgrundlage verwandeln: Was verdient meine Aufmerksamkeit? Wo bin ich tatsächlich exponiert? Was steht finanziell auf dem Spiel? Und wo sollten wir Resilienz aufbauen, um die größte Wirkung zu erzielen? Quantified Resilience macht diese Zusammenhänge messbar und damit steuerbar.“

Resilienz von Kostenfaktor soll zur Investitionsentscheidung werden

Über die Priorisierung hinaus berechnet Prewave die finanziellen Auswirkungen einer Störung anhand von Daten wie Lagerbeständen, Stücklisten und Umsatz, heißt es. Damit soll die Resilienz von einem Kostenfaktor zu einer Investitionsentscheidung werden. Unternehmen könnten Ausgaben dorthin lenken, wo sie am meisten bewirken, und sie gegenüber Geschäftsführung und Vorstand mit belastbaren Zahlen untermauern.

Künftig will Prewave diesen Ansatz nutzen, um die Lieferketten seiner Kunden ganzheitlich und proaktiv zu optimieren. Prewave Optimise, ein weiteres Tool aus der „Quantified Resilience“-Strategie, das sich derzeit in der Beta-Phase befindet, soll zeigen, wo Absicherungen über das notwendige Maß hinausgehen und wo gefährliche Lücken bestehen. Ziel ist ein Lieferantennetzwerk, das Kosten und Resilienz entsprechend der individuellen Risikobereitschaft eines Unternehmens ausbalanciert.

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