18.11.2024
INSOLVENZ

Steirisches Medtech meldet Insolvenz an – rund 1,6 Mio. Euro Schulden

Das Gleisdorfer Health-Startup ilvi muss sechs Jahre nach seiner Gründung Insolvenz anmelden. Die Gründe dafür sind u.a. der zu schnelle Verbrauch eines Darlehens.
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(c) Adobe Stock

Das Unternehmen ilvi mit Sitz in Gleisdorf, Steiermark, digitalisiert mit seiner Hardware-Software-Kombination die Erfassung von Vitalwerten von Patient:innen. 2018 gab es dafür eine knapp siebenstellige Kapitalspritze unter dem Lead von eQventure. Wie nun der KSV (Kreditschutzverband) bekannt gab, wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Graz beantragt.

ilvi: Sanierungsplanquote von 20 Prozent

Es gibt 37 Gläubiger, elf Dienstnehmer:innen und rund 165.000 Euro Aktiva, bei 1,6 Millionen Euro Passiva. Das Unternehmen bietet eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren vom Tag der Annahme des Sanierungsplanvorschlages an.

Zu den Gründen für die Insolvenz zählen, dass die Umsatzerlöse der ilvi GmbH für das Jahr 2024 nicht erzielt werden konnten. Zudem wurde ein gewährtes Darlehen schneller verbraucht als ursprünglich angenommen. Eine weitere Darlehensvergabe war nicht möglich. Gespräche mit potentiellen Investoren führten ebenfalls zu keinem positiven Abschluss.

2018 gegründet

Zur Geschichte: Die ilvi GmbH wurde am 16. August 2018 von Erwin Berger und Christoph Kauer als Spin-off der Berger Medizintechnik GmbH gegründet. Nach mehreren Wechseln an der Spitze wird das Unternehmen seit dem 14. Mai 2024 durch Geschäftsführer Franz Salomon selbstständig vertreten.

Das Medtech fokussierte sich auf Softwareentwicklung im Bereich der Medizintechnik, insbesondere im Bereich mobiler Datenerfassung im Gesundheitsbereich. Darauf basierend entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen Medizintechnikprodukte.

Die mobilen Softwarelösungen hingegen zielen darauf ab, die Lebens- und Versorgungsqualität der Patient:innen zu verbessern und gleichzeitig die Gesundheitsversorgung der Zukunft sicherzustellen. Der „Personal Digital Assistant“, der Gesundheitswerte direkt am Krankenbett erfasst, via Bluetooth mit unterschiedlichen Geräten kommuniziert und Daten an das Krankenhaus-Informationssystem überträgt, soll die Arbeitsprozesse des Pflegepersonals digitalisieren und dadurch zugleich optimieren.

Fortführung von ilvi geplant

Die ilvi GmbH beabsichtigt das Unternehmen unter Umsetzung einiger Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen fortzuführen: „Der zu bestellende Insolvenzverwalter wird nunmehr zu prüfen haben, ob eine Fortführung im Interesse der Gläubiger liegt und der vorgelegte Sanierungsplan eingehalten werden kann“, sagt Brigitte Peißl-Schickmair, Leiterin Unternehmensinsolvenz Graz.

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A1
© A1/Del Missier - Natascha Kantauer-Gansch.

Das Vorstandsteam von A1 Österreich wird mit 1. Februar 2027 neu aufgestellt. Natascha Kantauer-Gansch, bisher Vorständin und CCO Consumer, übernimmt die Verantwortung für das Enterprise-Geschäft. Vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats wird sie zudem stellvertretende CEO.

Martin Resel verlässt A1

Sie folgt auf Martin Resel, der das Unternehmen nach zehn Jahren mit Ende Jänner 2027 verlässt. Resel war seit 2016 CCO Enterprise und seit 2025 auch stellvertretender CEO von A1 Österreich.

Kantauer-Gansch ist seit 1998 bei A1 tätig. Zu ihren Stationen zählen Finanzen, Technik und Service sowie Vertrieb und Marketing, zuletzt leitete sie das Consumer Business. Laut Aussendung stärkte sie als CCO Consumer die Marktposition von A1 im Privatkundengeschäft und entwickelte den Bereich in einem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld weiter. Als stellvertretende CEO soll sie eine noch breitere Rolle im Vorstand von A1 Österreich übernehmen.

Christian Schubert neuer CCO Consumer

Als CCO Consumer folgt ihr Christian Schubert, bisher Director Strategy & Value Proposition im Consumer-Bereich. Schubert ist seit 2001 bei A1 und hat Führungserfahrung in Marketing, Produktmanagement und Strategie. Er verantwortete unter anderem Internet-, IPTV- und Breitbandprodukte sowie die österreichweite Glasfaserstrategie und war Head of Product Marketing sowie Director Residential Marketing. Seit 2025 gestaltet er gemeinsam mit Kantauer-Gansch die Marktstrategie und das Privatkundenportfolio.

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