05.05.2025
FAHRSCHULE

Steirisches Startup Fahro fusioniert mit Bos

Fahro wurde von zwei Schülern aus der Steiermark gegründet und bietet eine innovative Lernapp für Fahrschulprüfungen an. Jetzt fusionieren sie mit der Firma BOS in Bad Hall, die auf die Entwicklung von Softwarelösungen und Dienstleistungen für Fahrschulen spezialisiert ist.
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Die beiden Gründer von Fahro, Markus Zirngast und Christoph Grassnig, mit Alexander Dickbauer von BOS. (c) Fahro
Die beiden Gründer von Fahro, Markus Zirngast und Christoph Krassnigg, mit Alexander Dickbauer von BOS. (c) Fahro

Die beiden Gründer Christoph Krassnigg und Markus Zirngast, beide 20 Jahre alt, sind aus der Steiermark. Sie haben bereits zu Schulzeiten eine App entwickelt, die das Lernen für die Führerscheinprüfung erleichtern soll.

Fahrschule neu gedacht

Die Lernsoftware ist benutzer:innenfreundlich und verfügt über einen intelligenten Algorithmus. Der Algorithmus erstellt individuelle Lernpläne, die genau auf das Nutzungsverhalten der User abgestimmt sind. Die App setzt auch ein Tagespensum fest, das sich an die verfügbare Zeit bis zur Prüfung anpasst. Basierend auf dem Lernfortschritt werden auch gewisse Themenbereiche gezielt angepasst und intensiviert. Die spielerische Art sorgt für zusätzliche Motivation. „Unser Ziel war es, die Fahrschulausbildung zu modernisieren. So wie wir selbst es gerne gelernt hätten“, erzählt Christoph Krassnigg, einer der Gründer von Fahro.

Das ist ihnen offensichtlich gelungen, denn die innovative Lernlösung von Fahro blieb in der Branche nicht unbemerkt. „Es war offensichtlich, dass das Team von Fahro den Bedarf der Fahrschüler:innen an moderner Lernsoftware richtig erkannt und erfolgreich umgesetzt hat. Diese unternehmerische Denkweise, gepaart mit technischem Know-how, war für uns ausschlaggebend, eine langfristige Zusammenarbeit anzustreben“, so Alexander Dickbauer von Bos.

Geballte Kompetenz

Bos bringt jahrelange Erfahrung in der Verwaltung und Digitalisierung von Fahrschulen mit, während Fahro eben mit modernster Lernsoftware punkten kann. Nach dem erfolgreichen Zusammenschluss arbeiten Fahro und Bos jetzt daran, sich stetig weiterzuentwickeln. Die Entwickler wollen die bereits bestehenden Angebote jetzt auf Basis neuester Technologien aufbauen und optimieren.

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Deutscher Finanzminister plant Steuererleichterungen für Startup-Investments

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Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) | (c) Sandro Halank via Wikimedia Commons
Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) | (c) Sandro Halank via Wikimedia Commons

Im Vergleich zu Österreich hatte Deutschland die Nase bei Startup-Finanzierungen auch in Relation zur Gesamtbevölkerung zuletzt deutlich vorne. Im Vergleich zu den USA steht Österreichs großes Nachbarland aber vor demselben Problem, das auch hierzulande nur allzu gut bekannt ist: Während die Frühphasenfinanzierung im Land noch recht gut abgedeckt werden kann, sind die großen Kapitalbeträge für spätere Wachstumsphasen oft nur in Übersee zu holen – und das immer wieder in Verbindung mit einer Verlegung des Firmensitzes.

„Deutlich mehr privates Kapital“

„Mein Ziel ist, dass die Weltmarktführer von morgen in Deutschland gegründet werden und hier groß werden können“, sagte der deutsche Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil nun gegenüber der Nachrichtenagentur „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND) im Vorfeld eines Treffens mit der ostdeutschen Startup-Szene. Mit besseren steuerlichen Bedingungen für Startup-Investments wolle die deutsche Regierung daher dafür sorgen, „dass deutlich mehr privates Kapital in junge, innovative Unternehmen fließt“.

Zuletzt große Budget-Zusagen für staatliche Finanzierungsvehikel

Zudem sollen größere Startup-Finanzierungen durch deutsche Staatsfonds mehr privates Kapital mobilisieren. Dazu stehen mehrere Vehikel bereit, die zuletzt mitunter Budget-Zusagen im neun- bis zehnstelligen Bereich bekommen haben, etwa „Scale-up Direct“ von KfW Capital, für das bis Ende 2030 eine Milliarde Euro vorgesehen ist, womit Einzelinvestments bis zu 50 Millionen Euro umgesetzt werden können.

Beteiligungsfreibetrag in Österreich weiterhin nur am Wunschzettel

Wie die angedachten steuerlichen Begünstigungen konkret aussehen sollen, ist aktuell noch nicht bekannt. Ein typisches Modell wäre ein Beteiligungsfreibetrag nach Vorbild des Vereinigten Königreichs, wie er auch von den österreichischen Startup-Stakeholdern seit Jahren gefordert wird. Hierzulande schaffte es diese Maßnahme abermals nicht ins laufende Regierungsprogramm – dem Vernehmen nach vor allem wegen Widerständen des Koalitionspartners SPÖ. Dass nun im Nachbarland mit Lars Klingbeil ein sozialdemokratischer Minister einen solchen Vorschlag von sich aus aufs Tapet bringt, ist in diesem Kontext durchaus bemerkenswert.

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