15.10.2025
AGRITECH

Steirisches Startup ARTI und AVL machen Traktoren fahrerlos

AVL und das steirische Startup ARTI entwickeln ein Add-on, das Traktoren in jeder Größe autonom arbeiten lässt. Erste Prototypen sind bereits im Einsatz, der Marktstart ist für 2026 geplant.
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(c) AVL

Traktoren, die selbstständig übers Feld fahren, Hindernisse erkennen und ihre Arbeit präzise verrichten – ganz ohne Fahrer: Was nach Zukunftsmusik klingt, wird in Steyr und Graz bereits Realität. Das Technologieunternehmen AVL und das steirische Startup ARTI entwickelten ein modulares System, das Landmaschinen autonom macht – herstellerunabhängig, flexibel und sicher.

Vom Labor aufs Feld

Das System wurde auf einer 4.000 Quadratmeter großen Testfläche von AVL am Standort Steyr erprobt. Auf dem Testgelände rollt ein Traktor selbstständig aus der Werkshalle, biegt ab und beginnt mit der Feldarbeit. Keine Hand am Lenkrad, keine Person in der Kabine – gesteuert wird er von intelligenter Software aus dem Hause AVL. „Wir wollen eine Lösung bieten, die sich rasch integrieren lässt, sicher ist und sich für reale Anwendungen eignet – vom Weinbau bis zur Obsternte“, erklärt Sandro Perla-Steinhuber, Software-Funktionsentwickler bei AVL.

(c) AVL

Das System kombiniert Lenkung, Bremse, Sensorik, Steuergerät, Bedienoberfläche und Satellitenkommunikation zu einer einheitlichen Steuerungseinheit (brutkasten berichtete bereits über die Space-Tech-Aspekte von ARTI). „Das System ist mit unterschiedlichster Hardware kompatibel und lässt sich flexibel in neue wie bestehende Maschinen einbetten“, so Perla-Steinhuber. Die Technologie ist als Add-on konzipiert – bei Bedarf kann die Autonomie aktiviert oder wieder deaktiviert werden.

Startup bringt KI und Orientierung

Wie kam es zur Zusammenarbeit? Das Startup wurde über die AVL Creator’s Expedition – das Innovationsprogramm der AVL – entdeckt. (brutkasten berichtete über das Programm).

ARTI liefert die Software für die autonome Navigation. „Wir steuern – etwas vereinfacht – eine Software bei, die mithilfe verschiedener Sensoren erkennt, wo sich der Traktor befindet und wohin er fahren soll – auch dann, wenn das GPS ausfällt“, erklärt ARTI-CEO Konstantin Mautner-Lassnig. Seine Software funktioniert somit auch ohne Satellitensignal und lässt sich in verschiedenste Fahrzeuge integrieren. Ein Schwerpunkt liegt auf Sicherheit: „Traktoren bewegen sich zwar langsam, können aber durch ihr Gewicht enorme Schäden verursachen. Deshalb haben wir das gesamte Safety-Konzept neu gedacht – inklusive Risikoanalyse und Validierung“, betont Mautner-Lassnig.

Gründer und Geschäftsführer von ARTI: Konstantin Mautner-Lassnig | Foto: ARTI

Markteintritt 2026: Autonomie für alle Traktortypen

Nach erfolgreichen Tests im AVL-Testareal in Steyr sind die Prototypen inzwischen auch im Feldeinsatz. Dort verrichten die elektrisch betriebenen Traktoren mit Pflügen oder Mähwerken vollautonom ihre Arbeit – unter realen Bedingungen und mit menschlicher Interaktion.

„Es geht nicht nur ums reine Fahren von A nach B, sondern um komplexe Szenarien mit wechselnden Umgebungen und niedrigen Geschwindigkeiten“, erklärt Perla-Steinhuber.

Der Marktstart ist für 2026 geplant. Das System soll für verschiedene Traktortypen verfügbar sein und richtet sich an Hersteller ebenso wie an Landwirte, die bestehende Maschinen nachrüsten möchten. „Gerade im Offroad-Bereich gelten andere Regeln – da braucht es robuste Systeme und klare Prozesse. Genau das bringen wir aus dem Automotive-Bereich mit“, sagt Perla-Steinhuber.

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Moritz Plassnig
© zVg - Moritz Plassnig.

CloudBees zählt zu den führenden Anbietern im Bereich Software-Delivery und wird von namhaften Investoren wie Goldman Sachs Asset Management, Morgan Stanley Expansion Capital und HSBC unterstützt. 2018 übernahm das milliardenbewertete US-Unternehmen das Wiener Startup Codeship, das Gründer Moritz Plassnig ab 2011 aufgebaut hatte. Nach mehreren Führungspositionen in der Softwarebranche kehrt Plassnig nun zu CloudBees zurück und übernimmt dort die Rolle des CEO sowie einen Sitz im Board of Directors.

Zuletzt war Plassnig als Chief Product Officer bei Immuta tätig, einer Plattform für Datensicherheit und -governance, wo er die Bereiche Produktentwicklung, Technik und Kundenerfolg leitete.

Plassnig: „Softwareentwicklung im Umbruch“

„Die Softwareentwicklung befindet sich erneut in einem Umbruch“, sagt Plassnig. „Unternehmen stehen unter dem Druck, Agentic Coding einzuführen, ohne die Kontrolle zu verlieren. Das erfordert Aufsicht, Nachvollziehbarkeit und menschliche Beteiligung. CloudBees hat mehr als ein Jahrzehnt damit verbracht, das Vertrauen der weltweit größten und am stärksten regulierten Engineering-Organisationen zu gewinnen. Die Frage jedes CIOs lautet derzeit: Wie kann ich mithalten, ohne die Kontrolle zu verlieren? Wir sind mit der richtigen Lösung zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“

Unter Plassnigs neuer Führung möchte CloudBees ein AI-first-Unternehmen werden, sowohl bei den entwickelten Produkten als auch intern. KI-Agenten sind bei CloudBees aktuell in den Bereichen Engineering, Marketing und Kundenbetreuung eingebettet.

„Kurs nicht beibehalten“

Die Plattform hilft Unternehmen dabei, Regeln festzulegen, Risiken zu kontrollieren und den Überblick über die Softwareentwicklung zu behalten. Änderungen durch Menschen oder KI sind jederzeit sichtbar und nachvollziehbar. So können große Unternehmen KI sicher nutzen, ohne ihre bisherigen Tools und Arbeitsweisen auszutauschen. Plassnig spricht bereits mit Kunden und wird dies auch in den nächsten Wochen weiter vorantreiben.

„Wir sind Anuj dankbar, dass er CloudBees profitabel und fokussiert hinterlassen hat. Aber der Vorstand hat Moritz nicht an Bord geholt, um den bisherigen Kurs beizubehalten“, kommentiert Sacha Labourey, Mitbegründer und Vorstandsmitglied von CloudBees, die Bestellung. „Agentic Coding verändert gerade grundlegend, was Unternehmen von uns erwarten, und CloudBees wird sich ebenso radikal wandeln. Moritz weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, Software mittels Agentic Coding zu entwickeln. Das verändert seine Sichtweise auf die Governance, die sowohl Unternehmen als auch Entwicklerteams benötigen. Er hat das nötige Gespür, um diese Transformation anzuführen.“

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