22.12.2022

Statt „Fit mit Philipp“, fit mit Netflix? Und Nike

Netflix steigt mit Nike als Partner offiziell in den Fitnessbereich ein.
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Netflix, Nike Trainings Club, Training auf Netflix
(c) Netflix - Streaming-Anbieter Netflix schielt auf eine neue Zielgruppe.

Netflix versucht sich in neuen Sparten: Das Unternehmen gab bekannt, dass es ab nächster Woche „Nike Training Club“-Kurse streamen wird. Der Streaming-Dienst wird insgesamt 30 Stunden an Trainingseinheiten in zwei separaten Chargen veröffentlichen. Die Programme, die Workouts für alle Fitness-Levels beinhalten, werden in mehreren Sprachen auf allen Netflix-Tarifen verfügbar sein.

Netflix: 45 Episoden zum Start

Die erste Serie von Fitnesskursen startet am 30. Dezember, die zweite wird im Jahr 2023 veröffentlicht. Insgesamt umfasst die erste Staffel 45 Episoden, darunter die folgenden Kurse: Kickstart Fitness with the Basics, Two Weeks to a Stronger Core, Fall in Love with Vinyasa Yoga, HIIT & Strength with Tara und Feel-Good Fitness. Sobald die Kurse veröffentlicht sind, können Netflix-Nutzer nach „Nike“ suchen, um sie aufzurufen.

Der Nike Training Club-App bietet konkret Krafttraining, Yoga und Workouts, die von zertifizierten Nike-Trainern geleitet werden.

„burn and chill“

„Es ist nicht immer einfach, sich zum Training zu motivieren, aber die Möglichkeit, den ‚burn‘ zu spüren und dann direkt in eine der Lieblingssendungen überzugehen, hat einen gewissen Reiz“, schreibt das Unternehmen per Blogbeitrag.

Mit diesem Schritt setzt Netflix seine Erforschung anderer Bereiche abseits des Kerngeschäfts (Serien und Filme) fort. Im Vorjahr wurde „Netflix Games“ gestartet sowie auch Achtsamkeits- und Meditationsinhalte von Headspace.

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(v. l.) AT-Styria-Vorsitzender Herbert Ritter, BrightFlare-CEO Markus Seme, GMAR-Präsidentin Ulrike Haslauer, DCCS-Geschäftsführer Thomas Edlinger, Joanneum Research-Geschäftsführer Heinz Mayer und AT Styria-Geschäftsführer Helmut Röck © Lukas Elsneg

Der Cluster AT Styria (Plattform Automatisierungstechnik Steiermark), ein branchenübergreifendes Netzwerk von 120 Unternehmen, die in der Automatisierungstechnik tätig sind, hat bei den „European Robotics and Automation Talks“ in Graz seinen Plan für eine Robotik-Testregion vorgestellt. Dort soll die nächste Robotergeneration unter realen Produktionsbedingungen bis zur industriellen Einsatzreife entwickelt werden.

Ziel: Industrielle Einsatzreife

Mit an Bord sind unter anderem Joanneum Research, TU Graz, FH Campus 02, Magna Steyr, der KI-Softwareanbieter DCCS und der Security-Spezialist BrightFlare. Über die „Area Süd“ werden Kärntner Partner eingebunden. Dazu kommen das slowenische Netzwerk SRIP Factories of the Future, das italienische DITEDI, mit dem im Juli 2026 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet wurde, sowie Bayern Innovativ.

Aus Sicht von AT-Styria-Vorsitzendem Herbert Ritter, der auch Vizepräsident der WKO Steiermark ist, wird KI-gestützte Robotik zur zentralen Standortfrage. „Wir wollen Kooperationen erzeugen, als Enabler wirken und dafür sorgen, dass neue Technologien schneller in den Betrieben ankommen“, sagt er.

18 Millionen Euro aus Horizon Europe

Das Konsortium bewirbt sich um das einzige europaweite Leitprojekt, das Horizon Europe für die industrielle Integration KI-gestützter Robotik vorsieht. Horizon Europe ist das Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union und läuft von 2021 bis 2027. Mit einem Budget von rund 95 Milliarden Euro ist es eines der größten Förderprogramme dieser Art weltweit. Gefördert werden Projekte, in denen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus mehreren Ländern zusammenarbeiten.

Die Ausschreibung öffnet im November 2026, dafür stehen rund 18 Millionen Euro bereit. Der Antrag soll im Frühjahr 2027 eingereicht werden, die Förderentscheidung fällt im Sommer. Bei einer Zusage könnte das Projekt 2028 starten.

Drei Pilotprojekte als Rückgrat

Geplant sind drei industrielle Pilotprojekte. Im ersten arbeiten humanoide Roboter an mehreren Arbeitsplätzen einer Fertigung, bedienen Maschinen und wechseln Werkstücke. Der zweite Pilot widmet sich der innerbetrieblichen Logistik mit autonomen mobilen Robotern. Im dritten übernehmen KI-Systeme Aufgaben in Qualitätskontrolle, Inspektion und Instandhaltung.

Heinz Mayer, Geschäftsführer von Joanneum Research, erklärt das Ziel: „Jeder Pilot setzt bei einem konkreten Engpass im Betrieb an. Am Ende steht eine klare wirtschaftliche und technische Bilanz: Welche Taktzeit erreicht das System, wie zuverlässig arbeitet es, welchen Integrationsaufwand verursacht es und wann rechnet sich die Investition? Genau diese Antworten brauchen Unternehmen, bevor sie eine neue Technologie in größerem Maßstab einsetzen.“

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