30.11.2020

Startups und Corona: Ausschreibung für Venture Capital Fonds startet

Mit der „Kapitalgarantie Covid 19“ für Risikokapitalfonds werden insgesamt 50 Millionen Euro für Startups zur Verfügung gestellt.
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Corona
(c) Adobe Stock / CREATIVE WONDER

Die Auswirkungen der Coronakrise haben die österreichischen Startups stark getroffen: Neben Verzögerungen in Produktion und Entwicklung, Umsatzeinbußen und Unsicherheiten in vielen Branchen stehen die Unternehmen vor allem aufgrund ihrer besonderen Art der Finanzierung vor Herausforderungen, heißt es von der aws: Nun soll durch die Ausschreibung von Kapitalgarantien für einen oder mehrere Venture Capital Fonds zusätzliches Risikokapital für Startups mobilisiert werden. Die Fonds sind wie auch der COVID-Start-up-Hilfsfonds Teil des COVID-Pakets für Startups, das von der österreichischen Bundesregierung vorgestellt wurde.

50 Millionen Euro für Startups

Auf Basis der Richtlinien der österreichischen Bundesregierun, schreibt die aws die „Kapitalgarantie Covid 19“ für Risikokapitalfonds aus. Damit wird insgesamt ein Volumen von EUR 50 Mio. für „innovations- und technologieorientierte Unternehmen mit hohem Skalierungspotenzial“ – also für Startups – zur Verfügung gestellt. Für bis zu 50 % des Risikokapitals übernimmt die aws eine Garantie. Dadurch sollen zusätzliche private Investments für Startups mobilisiert werden, heißt es von der aws.

Kriterien für die Kapitalgarantie

Interessierte Teams können sich nun für eine Kapitalgarantie für ihren Fonds zu bewerben. Die Ausschreibungsfrist endet am 21.01.2021, 12:00 Uhr. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf einen entsprechenden Track-Record des Managementteams und auf eine breite Basis an Investorinnen und Investoren gelegt, die eine professionelle Umsetzung des bzw. der Fonds sicherstellt, nennt die aws als Kriterien: Die Entscheidung zur Kapitalgarantie wird von der aws gemeinsam mit einem Beirat aus externen Experten getroffen.

Investitions- oder Exit-Entscheidungen werden allerdings ausschließlich vom jeweils ausgewählten Fondsmanagement ohne Involvierung der aws getroffen, wird von der aws betont. Alle Details zur Ausschreibung sind unter diesem Link verfügbar.

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(v. l.) AT-Styria-Vorsitzender Herbert Ritter, BrightFlare-CEO Markus Seme, GMAR-Präsidentin Ulrike Haslauer, DCCS-Geschäftsführer Thomas Edlinger, Joanneum Research-Geschäftsführer Heinz Mayer und AT Styria-Geschäftsführer Helmut Röck © Lukas Elsneg

Der Cluster AT Styria (Plattform Automatisierungstechnik Steiermark), ein branchenübergreifendes Netzwerk von 120 Unternehmen, die in der Automatisierungstechnik tätig sind, hat bei den „European Robotics and Automation Talks“ in Graz seinen Plan für eine Robotik-Testregion vorgestellt. Dort soll die nächste Robotergeneration unter realen Produktionsbedingungen bis zur industriellen Einsatzreife entwickelt werden.

Ziel: Industrielle Einsatzreife

Mit an Bord sind unter anderem Joanneum Research, TU Graz, FH Campus 02, Magna Steyr, der KI-Softwareanbieter DCCS und der Security-Spezialist BrightFlare. Über die „Area Süd“ werden Kärntner Partner eingebunden. Dazu kommen das slowenische Netzwerk SRIP Factories of the Future, das italienische DITEDI, mit dem im Juli 2026 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet wurde, sowie Bayern Innovativ.

Aus Sicht von AT-Styria-Vorsitzendem Herbert Ritter, der auch Vizepräsident der WKO Steiermark ist, wird KI-gestützte Robotik zur zentralen Standortfrage. „Wir wollen Kooperationen erzeugen, als Enabler wirken und dafür sorgen, dass neue Technologien schneller in den Betrieben ankommen“, sagt er.

18 Millionen Euro aus Horizon Europe

Das Konsortium bewirbt sich um das einzige europaweite Leitprojekt, das Horizon Europe für die industrielle Integration KI-gestützter Robotik vorsieht. Horizon Europe ist das Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union und läuft von 2021 bis 2027. Mit einem Budget von rund 95 Milliarden Euro ist es eines der größten Förderprogramme dieser Art weltweit. Gefördert werden Projekte, in denen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus mehreren Ländern zusammenarbeiten.

Die Ausschreibung öffnet im November 2026, dafür stehen rund 18 Millionen Euro bereit. Der Antrag soll im Frühjahr 2027 eingereicht werden, die Förderentscheidung fällt im Sommer. Bei einer Zusage könnte das Projekt 2028 starten.

Drei Pilotprojekte als Rückgrat

Geplant sind drei industrielle Pilotprojekte. Im ersten arbeiten humanoide Roboter an mehreren Arbeitsplätzen einer Fertigung, bedienen Maschinen und wechseln Werkstücke. Der zweite Pilot widmet sich der innerbetrieblichen Logistik mit autonomen mobilen Robotern. Im dritten übernehmen KI-Systeme Aufgaben in Qualitätskontrolle, Inspektion und Instandhaltung.

Heinz Mayer, Geschäftsführer von Joanneum Research, erklärt das Ziel: „Jeder Pilot setzt bei einem konkreten Engpass im Betrieb an. Am Ende steht eine klare wirtschaftliche und technische Bilanz: Welche Taktzeit erreicht das System, wie zuverlässig arbeitet es, welchen Integrationsaufwand verursacht es und wann rechnet sich die Investition? Genau diese Antworten brauchen Unternehmen, bevor sie eine neue Technologie in größerem Maßstab einsetzen.“

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Startups und Corona: Ausschreibung für Venture Capital Fonds startet

  • Auf Basis der Richtlinien der österreichischen Bundesregierun, schreibt die aws die „Kapitalgarantie Covid 19“ für Risikokapitalfonds aus.
  • Damit wird insgesamt ein Volumen von EUR 50 Mio. für „innovations- und technologieorientierte Unternehmen mit hohem Skalierungspotenzial“ – also für Startups – zur Verfügung gestellt.
  • Für bis zu 50 % des Risikokapitals übernimmt die aws eine Garantie.
  • Interessierte Teams können sich nun für eine Kapitalgarantie für ihren Fonds zu bewerben.
  • Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf einen entsprechenden Track-Record des Managementteams und auf eine breite Basis an Investorinnen und Investoren gelegt, die eine professionelle Umsetzung des bzw. der Fonds sicherstellt, nennt die aws als Kriterien: Die Entscheidung zur Kapitalgarantie wird von der aws gemeinsam mit einem Beirat aus externen Experten getroffen.
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