17.06.2016

Wochen-Highlights: Startups „Chefsache“, Ebay-Auktion um Warren Buffett

Was hat sich diese Woche (bis 17. Juni 2016) in der Startup-Szene getan? Ein kurzer Überblick.
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gstockstudio-fotolia: Finanzierungsrunden und Neuigkeiten in der österreichischen Startup Community.

Auch wenn viele momentan im EM-Fieber sind, schläft die Startup-Szene nicht. Übrigens hat sich auch die Brutkasten-Redaktion vom Fußball-Thema inspirieren lassen und eine Serie zur EM gestartet. Diese Woche stand übrigens im Zeichen der Politik…

Microsoft-Deal um LinkedIn

Diese Woche hat Microsoft bekannt gegeben, das Karrierenetzwerk LinkedIn für 26,2 Mrd. Dollar zu übernehmen. Der IT-Riese ist mit einem Börsenwert von rund 400 Milliarden Dollar das drittteuerste Unternehmen der Welt. Nur der iPhone-Konzern Apple und der Suchmaschinen-Riese Google reihen sich davor ein. Die Übernahme des Karrierenetzwerks LinkedIn soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Übrigens: Microsoft-Gründer Bill Gates gibt in regelmäßigen Abständen Buchtipps. Seine Empfehlungen für den Sommer kann man hier nachlesen.

Ebay-Auktion um Warren Buffett

Der drittreichste Mensch der Welt hat sich auf der Auktionsplattform Ebay für den guten Zweck versteigern lassen. Um 3.456.789 US-Dollar darf sich ein anoymer Bieter nun auf ein Abendessen mit dem Unternehmer freuen. Das Geld wird für einen guten Zweck gespendet. Hier gibt es den Artikel dazu. Der Investor, der für einen bescheidenen Lebensstil bekannt ist, feiert am 30. August seinen 86. Geburtstag. An Ruhestand denkt der 85-jährige Unternehmer übrigens nicht: “Ich plane zu arbeiten, bis ich über 100 bin.”

Frauen preschen vor

Laut der aktuellen Digitalista Studie befinden sich Frauen in der Berufswelt auf der Überholspur: Ihnen ist die Karriere im Vergleich zu männlichen Kollegen wichtiger. Und auch der Gender-Pay-Gap hat sich verringert. Kleiner Tipp: Über 80 Prozent aller Personen, die aktiv um eine Gehaltserhöhung fragen, bekommen diese auch.

++++ Hier zum Artikel zur Studie ++++

Startups werden „Chefsache“

Noch nie zuvor hat sich das politische Parkett so intensiv mit Startups beschäftigt. Schon am Mittwoch Vormittag wurde von WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz und Staatssekretär Harald Mahrer die Kreativwirtschaftsstrategie vorgestellt. Ziel des Wirtschaftsministeriums: 40 Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren investiert werden, um das Kreativpotenzial in Österreich zu fördern.

Am Abend wurde zusammen mit Außenminister Sebastian Kurz bei der Präsentation des ersten Innovationsberichts heftig diskutiert. Und am Donnerstag machte Neu-Bundeskanzler Christian Kern Startups zur „Chefsache“. Dies hatte sich die Startup-Community seit vielen Jahren bereits gewünscht. Kern und SPÖ-Startup-Beauftragte Elisabeth Hakel luden dafür Vertreter der Startup-Community ein, über die nötigen Rahmenbedingungen zu sprechen.

Kapital fürs „Fin-Tech-Ökosystem“

21 Millionen Euro an Kapital wurden vom Berliner Fin-Tech-Inkubator „FinLeap“ aufgenommen. Zusammen mit anderen Investoren sollen in den nächsten Monaten insgesamt 50 Millionen Euro in das FinTech-Ökosystem investiert werden.

Fifteen Seconds-Festival in Graz

Wir haben einen LIVE-Ticker zum Fifteen Seconds Festival: Graz ist bis heute Abend Schauplatz für Startups und Entrepreneure. Über 80 internationale Speaker werden in der Grazer Stadthalle auf rund 3000 Teilnehmer treffen. Hier geht es zum Artikel. 

1 Million Euro: Innovation to Company sucht Startups

Die Innovation to Company-Challenge der Wiener Wirtschaftskammer geht in die zweite Runde. Diesmal haben sich sieben „Buddys“ konkrete Aufgaben für Startups überlegt. A1, Accor, Microsoft, die New Frontier Group, die Post, RZB und Verbund wollen Kooperationen mit den besten Startups aus ihrem Bereich. Die Challenge wird dadurch zum größten Corporate-Innovation-Contest in Europa. Hier geht es zu näheren Infos.

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Loxone
© Loxone - Florian Wöss, President der Loxone Electronics GmbH.

Das oberösterreichische Tech-Unternehmen Loxone sah sich am Wochenende einer Cyberattacke gegenüber. Am Sonntag, dem 18. Oktober wurde der Angriff auf interne Unternehmenssysteme festgestellt und eigenen Angaben zufolge schnell reagiert und Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.

Loxone: „Systeme uneingeschränkt verwendbar“

„Wir haben umfassende Untersuchungen vorgenommen: Kundeninstallationen und die für deren Betrieb relevanten Online-Dienste sind nicht betroffen. Nutzerinnen und Nutzer der Loxone-Technologie können ihre Systeme weiterhin uneingeschränkt verwenden“, heißt es laut Aussendung.

Ein wesentlicher Sicherheitsfaktor von Loxone sei das Cloud-free-Prinzip: Die Miniserver, die zentralen Steuerungseinheiten der Gebäudeautomation, arbeiten lokal und eigenständig im jeweiligen Gebäude. Für ihren Betrieb benötigen sie weder eine Verbindung zu Servern von Loxone noch zum Internet. In der aktuellen Situation habe sich das als großer Vorteil erwiesen, denn ein Angriff auf Unternehmenssysteme von Loxone erreicht die Steuerung in den Gebäuden nicht, heißt es.

Aufklärung des Vorfalls im Gange

„Allein in Österreich werden laut Bundeskriminalamt durchschnittlich mehr als 1.200 Fälle pro Woche angezeigt. Unser Anspruch an Qualität und Zuverlässigkeit endet nicht bei unseren Produkten. Er zeigt sich gerade in Momenten wie diesen, in denen unser gesamtes Team verantwortungsvoll, konsequent und transparent mit einer fordernden Situation umgeht“, hält Florian Wöss, President der Loxone Electronics GmbH, fest.

Mittels interner IT-Spezialisten sowie externer Cybersecurity-Experten und IT-Forensiker arbeitet Loxone an der vollständigen Aufklärung des Vorfalls und der Absicherung der Systeme. Die betroffenen Systeme wurden umgehend isoliert und die zuständigen Behörden informiert. Personen, deren Daten nachweislich betroffen sind, werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben direkt verständigt.

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