21.12.2018

Diese 10 deutschen Startups machten 2018 Negativ-Schlagzeilen

Das Startup-Leben ist kein Kindergeburtstag. Im großen Nachbarland gab es dieses Jahr viele Erfolgsgeschichten. Für einige - teilweise etablierte - Startups war 2018 jedoch ein schwarzes Jahr.
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10 deutsche Startups, denen 2018 Negativ-Schlagzeilen brachte
(c) fotolia.com - StockPhotoPro

Neben vielen Erfolgsmeldungen in Deutschland gibt es auch Startups, die es nicht geschafft haben. Der lange, heiße Sommer setzte den Modehändlern und Shopping-Portalen mächtig zu. Aber die Insolvenzen waren auch geprägt durch Missmanagement, fehlende Anschlussfinanzierungen oder falsche Richtungsentscheidungen. Auffällig ist, dass es nicht nur die jungen Unternehmen getroffen hat, sondern auch etablierte Unternehmen, deren Verschwinden aus der Szene überraschend war. Diesen zehn deutschen Startups brachte 2018 Negativ-Schlagzeilen ein.

+++ Zehn Startups, die 2018 Aufmerksamkeit in Deutschland erregten +++

1. Von Floercke

Es hätte alles so schön sein können: 2016 trat das Unternehmen von Floercke in der deutschen Ausgabe „Die Höhle der Löwen“ auf und überzeugte TV-Investor Frank Thelen für das Unternehmensmodell, der fortan nah am Unternehmen dran blieb und quasi zu dessen Aushängeschild wurde. Auch Judith Williams und Vural Öger gefiel das Konzept des Startups, hochwertige Maßanzüge und Fliegen zu versenden. Im Folgejahr sammelte der Bonner Modehändler 2017 mehr als 1,2 Millionen Euro in einer Kampagne auf der Crowdlending-Plattform Kapilendo ein. Im Oktober beschloss der Modehändler, Spirituosen und Kaviar in seinen Onlineshop mitaufzunehmen, auch, um seine Umsätze weiter steigern zu können.

Von Floerkes Richtungswechsel sorgt für Ärger. Seither hat der „Höhle der Löwen“-Kandidat massive Probleme und  Ermittlungen seitens der Staatsanwaltschaft. Es geht um nicht ausgezahlte Renditen, geschönte Unternehmenszahlen, und die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Betrug.

Branche: Modehandel

2. Lesara

Als eine der größten Pleiten der letzten Jahre muss die Insolvenz des Modehändlers Lesara verbucht werden. Das Startup verkaufte günstige Kleidung aus China über den eigenen Online-Shop. Die Investoren hatte das lange begeistert: insgesamt 80 Millionen Euro Wagniskapital hatte Gründer Roman Kirsch in den letzten Jahren erwerben können. Das Unternehmen beschäftigte gegen Ende 350 Mitarbeiter. Doch dann kam es zu großen Problemen mit dem neuen Logistikzentrum in Erfurt (Thüringen), das im August eröffnet worden war.

Es kam zu massiven Verzögerungen, Retouren wurden oft nicht korrekt verbucht und die Beschwerden im Internet häuften sich. Das Unternehmen war zuletzt in 24 Ländern unterwegs, musste aber einen Insolvenzantrag stellen. Kirsch zeigt sich indes noch immer zuversichtlich, dass der Betrieb des Startups weitergehen wird.

Branche: Mode, Online-Shopping

3. Move24

Damit hatte auch niemand gerechnet. Im März dieses Jahres musste das Umzugsunternehmen Move24 Insolvenz anmelden. Dabei wollte sich das Startup einst als Konkurrenz zu Movinga aufstellen – so der Plan von ImmobilienScout, das hinter dem Unternehmen stand. Investoren wie Cherry Ventures, DN Capital, Piton Capital, Innogy Ventures und Holtzbrinck Ventures investierten in den vergangenen Jahren mehr als 40 Millionen in Move24. Doch die Rechnung ging nicht auf: Am Ende ging Movinga als Sieger aus dem Duell (derbrutkasten berichtete) der beiden Umzugsunternehmen hervor und übernahm schlussendlich sogar Teile des Startups.

Branche: digitales Umzugsunternehmen

4. DaWanda

Besonders hart traf die deutsche Startup-Szene das Aus von DaWanda (deutsche Version von Etsy), einem Online-Portal für Selbstgemachtes. Zwölf Jahre lang war Gründerin Claudi Helmig eine feste Größe in der Gründerlandschaft. Warum genau DaWanda schließen musste, ist immer noch nicht ganz klar. Vermutlich aber, weil die Investoren kein Geld mehr nachlegten, obwohl das Unternehmen nach Umstrukturierungsmaßnahmen und Anpassung der Preismodelle wieder Licht am Ende des Tunnels hätte sehen können. Investoren wie Insight Venture Partners, Rocket Internet, Piton Capital, Point Nine Capital, Team Europe, Holtzbrinck Ventures und Vorwerk Ventures investierten in den vergangenen Jahren rund 22 Millionen in das Unternehmen, das 2017 einen Umsatz in Höhe von 16,4 Millionen hatte.

Branche: Do it yourself

5. Cringle & Lendstar

Zwei einst viel versprechende P2P-Payment-Dienste haben nacheinander innerhalb weniger Wochen Insolvenz anmelden müssen. Zunächst verkündetet die Payment-App Cringle das Aus, wenige Zeit später folgte auch Lendstar, eines der Startups, das ebenfalls durch seine Teilnahme in „Die Höhle der Löwen“ bekannt geworden war. Man habe in den vergangenen Monaten versucht, einen strategischen Partner zu finden, hieß es zum Schluss bei Lendstar.

Cringle-Gründer Joschka Friedag blies indes ins selbe Horn und erklärte, man habe in den letzten Monaten im Interesse einer Europaexpansion eine Wachstumsfinanzierung angestrebt, hierbei aber keinen Erfolg gehabt. Potenzielle Investoren seien wegen des Markteintritts von Apple und Co. vor einer Finanzierung zurückgeschreckt.

Branche: Fintech/Payment

6. Savedroid

Einen ziemlichen Hammer erlaubte sich im Frühjahr das Fintech Savedroid aus Frankfurt. Ein mysteriöser Tweet löste großes Rätselraten in der Szene aus: Gründer Yassin Hankir ließ seine Nutzer und Kleinanleger darin wissen, er habe sich mit dem ganzen Geld des Unternehmens aus dem Staub gemacht und genieße jetzt das süße Leben an einem unbekannten Strand. Die Szene stand Kopf, bis sich der Gründer höchstselbig wieder zu Wort meldete und den PR-Stunt auflöste. Zu seinen Motiven sagte der Unternehmer, er habe mit der Aktion auf die Risiken eines ICOs hinweisen und für eine bessere Regulierung sensibilisieren wollen. Leider war die Aktion nach hinten losgegangen, aber die mediale Aufmerksamkeit war Hankir im Nachgang sicher.

Branche: Fintech

7. Travelbird

Ende Oktober raste Travelbird in die Insolvenz. Zuletzt war von einem Schuldenberg von bis zu 60 Millionen die Rede. Dabei hatte das Reise-Startup große Investments, unter anderem auch von Rocket Internet, erhalten. Schlussendlich wurde Travelbird vom britischen Secret Escapes übernommen, das schon vorher Interesse an einer Übernahme gezeigt hatte.

Branche: Reise

8. Kreditech

Auch das einstige Vorzeige-Fintech aus Hamburg, Kreditech, geriet zuletzt in die Schlagzeilen. Und das gleich aus zweierlei Gründen: Zum einen hatte das Unternehmen im letzten Jahr noch 100 Millionen eingesammelt. In einer aktuellen Finanzierungsrunde hingegen sollen es gerade einmal 14 Millionen Euro gewesen sein. Zudem wird vermutet, dass es zu einer Neubewertung gekommen und der Firmenwert „quasi gen Null“ gesetzt worden sei.

Sollte dies stimmen, so  wäre eine Folge gewesen, dass es zu einer massiven Verwässerung der Anteile der Altinvestoren kam. Zum anderen sorgte Gründer Sebastian Diemer für einen kleinen Aufschrei, da er unlängst konservative Rollenbilder in der Gesellschaft über seine Social Media Kanäle gefordert hatte. Diese Aktion wurde als heikel bewertet, da die ohnehin männlich dominierte Gründerszene auch in Deutschland in der Kritik steht, zu wenig Frauen für eine Gründung zu gewinnen und zu fördern.

Branche: Fintech

9. Wimdu

Angeschoben von Rocket Internet 2011 war der Airbnb-Wettbewerber Wimdu in Deutschland online gegangen. So richtig durchsetzen konnte sich das Startup aber nie und so häufte das junge Unternehmen seit Start einen Verlust in Höhe von 62,3 Millionen Euro an. Weswegen es am Ende nur noch hieß: „facing significant financial and business challenges, Wimdu will cease operating by the end of 2018“. Ende 2016 kam es zunächst noch zum Zusammenschluss mit dem ebenfalls kriselnden 9flats – kurze Zeit später dann die Übernahme durch den dänischen Anbieter für Ferienwohnungen, Novasol. Hat alles nichts gebracht: Ende September war Schluss bei Wimdu.

Branche: digitale Wohnungsvermittlung

10. Kisura

Curated Shopping für Frauen war die Idee von Kisura, das 2012 an den Start ging. Eine kurzfristig geplatzte Finanzierungsrunde brachte die beiden Gründerinnen jedoch in Schwierigkeiten, die im Februar in einer vorläufigen Insolvenz gipfelten. Bereits zwei Monate später schlüpfte das Modeboxen-Startup aus Berlin beim Warenhändler Karstadt unter.

Branche: Mode/Curated Shopping

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Florian Haas (EY) und Daniela Haunstein (invest.austria) | Foto: EY & invest.austria

„Internationale Investor:innen sind zurück – und zwar nicht nur symbolisch, sondern mit substanziellen Tickets“, sagt Florian Haas, Head of Start-up bei EY Österreich. Nach dem „Start-up-Barometer“ vor zwei Wochen (brutkasten berichtete) veröffentlichte EY nun gemeinsam mit invest.austria auch das „Start-up Investment Barometer“ für das erste Halbjahr, das noch detailliertere Zahlen zu den Investor:innen der Finanzierungsrunden liefert.

„Der Vergleich zum Vorjahr zeigt eine massive Verschiebung: 2025 wurde der Markt noch stark von heimischen und gemischten Investor:innengruppen getragen, 2026 kommt der Großteil des Kapitals wieder aus rein internationalen Runden. Das ist ein starkes Vertrauenssignal für die Qualität österreichischer Startups und für die internationale Wahrnehmung des Standorts“, erklärt Haas.

64 Prozent des Investment-Volumens aus dem Ausland

Wie bereits im „Start-up Barometer“ zu lesen, verzeichnete der österreichische Venture-Capital-Markt in den ersten sechs Monaten des Jahres eine deutliche Erholung: Das Gesamtfinanzierungsvolumen stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 329 Prozent auf 472 Millionen Euro an, während die Zahl der Finanzierungsrunden mit 97 Abschlüssen einen neuen historischen Höchstwert erreichte.

Die detaillierte Analyse der Investorendaten zeigt nun, dass dieser Aufschwung in erster Linie durch ausländisches Kapital getragen wird. So flossen im ersten Halbjahr 2026 mindestens 300 Millionen Euro beziehungsweise 64 Prozent der Gesamtsumme von rein internationalen Investor:innengruppen nach Österreich – im ersten Halbjahr 2025 waren es lediglich rund 21 Millionen Euro beziehungsweise 27 Prozent gewesen. Der Anteil rein österreichischer Investorengruppen am Investitionsvolumen sank im selben Zeitraum von 17 auf nur noch fünf Prozent.

„Je größer die Finanzierungsrunde, desto internationaler wird die Kapitalbasis“

Trotz des gestiegenen Anteils an internationalem Kapital bilden inländische Investor:innen weiterhin das quantitative Fundament des österreichischen Ökosystems. Heimische Geldgeber waren an mindestens 61 der 97 registrierten Finanzierungsrunden (63 Prozent) beteiligt. Zudem wurden 39 Abschlüsse (40 Prozent) ausschließlich von österreichischen Kapitalgeber:innen finanziert. Auch personell stellen heimische Akteure die stärkste Gruppe: Von den mindestens 230 namentlich bekannten Investor:innen haben 116 (50 Prozent) ihren Hauptsitz in Österreich, gefolgt von Deutschland mit 49 (21 Prozent) und der Schweiz mit elf Geldgeber:innen.

Doch die Studie kommt einmal mehr zum Ergebnis: Mit steigenden Finanzierungssummen nimmt die Präsenz österreichischer Investor:innen kontinuierlich ab. Bei kleineren Deals bis zu einer Million Euro stellen sie noch 74 Prozent aller beteiligten Geldgeber:innen, bei mittelgroßen Runden (1,1 bis zehn Millionen Euro) sinkt der Wert auf 36 Prozent und bei Großfinanzierungen über zehn Millionen Euro liegt der heimische Anteil bei lediglich rund 13 Prozent. Im ersten Halbjahr 2025 lag dieser Anteil bei Deals über zehn Millionen Euro noch bei rund 80 Prozent. In der aktuellen Berichtsperiode kamen sieben der zehn größten Finanzierungsrunden ohne jegliche Beteiligung österreichischer Investor:innen zustande.

Daniela Haunstein, Managing Director von invest.austria, ordnet diese Abhängigkeit ein: „Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass internationales Kapital wieder bereit ist, größere Wachstumsfinanzierungen in Österreich zu begleiten. Das ist eine erfreuliche Entwicklung und ein wichtiges Signal für den Standort. Gleichzeitig macht die Analyse aber auch sichtbar, dass Österreich bei großen Finanzierungsrunden weiterhin stark von ausländischem Kapital abhängig ist. Um langfristig mehr Wertschöpfung, Wachstum und Skalierung im Inland zu ermöglichen, müssen wir zusätzliche heimische Kapitalquellen erschließen.“ Gerade institutionelle Investor:innen wie Pensionskassen, Versicherungen und Stiftungen würden dabei eine zentrale Rolle spielen. Deshalb sei die rasche und ambitionierte Umsetzung des angekündigten Dachfonds ein wichtiger Schritt, um privates Kapital stärker für Innovation und Unternehmertum zu mobilisieren.

„Flywheel-Effekt“

Diese ausgeprägte Abhängigkeit von ausländischen Kapitalgebern bei großen Runden birgt laut invest.austria langfristige Nachteile für das Ökosystem, die sich insbesondere bei Unternehmensverkäufen bemerkbar machen. Im ersten Halbjahr 2026 stachen neben den Finanzierungsrunden auch erfolgreiche Exits wie jener des oberösterreichischen Haustier-Tracking-Spezialisten Tractive oder die Übernahme des Linzer AI-Startups Emmi AI hervor.

Daniela Haunstein warnt jedoch davor, die Wertschöpfung solcher Exits ins Ausland zu verlieren, falls heimische Geldgeber bei der Skalierung außen vor bleiben: „Internationale Investor:innen bringen nicht nur Kapital, sondern auch Netzwerke, Erfahrung und Marktzugang. Österreichische Startups profitieren davon enorm. Gleichzeitig sollte es unser Ziel sein, künftig mehr dieser Wachstumsfinanzierungen gemeinsam mit heimischen Investor:innen darzustellen. Warum das so wichtig ist, zeigt sich ganz besonders im Exit-Fall: Wenn Aushängeschilder wie Tractive oder zuletzt Emmi AI erfolgreich verkauft werden, fließt das Geld nur dann in unseren Kreislauf zurück, wenn heimische Geldgeber:innen an Bord waren.“ Diese würden das freigewordene Kapital durch neue Investments wieder in das System zurückspielen – ein „Flywheel-Effekt“, der in anderen Startup-Nationen längst als Erfolgsmotor diene. „Je stärker unsere heimische Investor:innenlandschaft also wird, desto mehr Wertschöpfung und Know-how können wir durch diesen Kreislauf langfristig im Land halten“, so Haunstein.

Künstliche Intelligenz etabliert sich als zweitstärkster Sektor

Neben der Herkunft des Kapitals zeigt die Studie klare thematische Schwerpunkte im Verhalten der Investor:innen, wobei Künstliche Intelligenz (AI) eine herausragende Rolle einnimmt. Im ersten Halbjahr 2026 flossen insgesamt 93 Millionen Euro an österreichische Startups mit einem KI-Schwerpunkt. Dies entspricht dem zweithöchsten je in einem Halbjahr registrierten Wert seit Beginn der Auswertungen im Jahr 2023 – nur im ersten Halbjahr 2024 lag die Summe mit 117 Millionen Euro noch höher. Insgesamt entfielen 30 der 97 Finanzierungsrunden (31 Prozent) auf Unternehmen mit KI-Bezug.

Laut Florian Haas investieren Kapitalgeber in diesem Segment zunehmend zielgerichteter: „Künstliche Intelligenz ist der zentrale Innovationstreiber in nahezu allen Branchen. Investor:innen investieren heute nicht mehr nur in die Technologie selbst, sondern vor allem in konkrete Anwendungsfälle mit skalierbaren Geschäftsmodellen. Österreichische Startups können hier mit starken Lösungen in Bereichen wie Health, Cybersecurity, Enterprise Software oder Industrial Tech punkten“.

Die internationale Sichtbarkeit heimischer Entwicklungen werde zudem durch den Emmi-AI-Exit bestärkt: „Die erfolgreiche Übernahme von Emmi AI durch Mistral hat international für viel Aufmerksamkeit gesorgt und zeigt, dass Österreich im Bereich Künstliche Intelligenz nicht nur innovative Technologien hervorbringt, sondern Unternehmen mit internationaler Relevanz aufbauen kann. Solche Erfolgsgeschichten schaffen Sichtbarkeit, stärken das Vertrauen von Investor:innen und setzen wichtige Signale für die nächste Generation von AI-Gründer:innen“, so Haas.

Nachhaltigkeit: „Kapitalintensive und größere Wachstumstickets“

Ein noch größeres Finanzierungsvolumen als der KI-Bereich konnte das Querschnittsthema Nachhaltigkeit (Sustainability) für sich verbuchen. Mit insgesamt 170 Millionen Euro floss im ersten Halbjahr 2026 mehr als jeder dritte investierte Euro (36 Prozent) in Startups mit Nachhaltigkeitsbezug. Dies stellt laut der Studie den mit Abstand höchsten Betrag seit Beginn der Untersuchungen im Jahr 2022 dar.

Gleichzeitig steht diesem Rekordvolumen eine vergleichsweise geringe Anzahl an Transaktionen gegenüber: Lediglich 14 der 97 Finanzierungsrunden (14 Prozent) entfielen auf diesen Bereich. Florian Haas erklärt dieses Phänomen mit den spezifischen technologischen Anforderungen des Sektors: „Im Nachhaltigkeitsbereich beobachten wir, dass Investor:innen sehr gezielt in Unternehmen investieren, die bereits eine gewisse Größenordnung erreicht haben und Lösungen für zentrale Transformationsherausforderungen entwickeln. Themen wie nachhaltiges Bauen, Energie, Batterietechnologie oder Dekarbonisierung sind häufig kapitalintensiv und erfordern größere Wachstumstickets.“ Entsprechend konzentriere sich ein erheblicher Teil des verfügbaren Kapitals auf vergleichsweise wenige Unternehmen mit hohem Skalierungspotenzial und internationaler Relevanz.

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