28.11.2022

Startup Navigator: Wichtige Anlaufstellen für Startups erstmalig bundesweit zusammengefasst

Am Unternehmensserviceportal des Bundes gibt es ab sofort mit dem Startup Navigator eine neue Orientierungshilfe für Gründungsinteressierte und Startups.
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(c) AdobeStock

Wer in Österreich in ein Startup gründen möchte, sollte sich zunächst einen Überblick über die passenden Unterstützungsprogramme verschaffen. Bei der Vielzahl an Angeboten, Förderungen und Veranstaltungen, die Startup-Unternehmer:innen bei der Gründung eines Startups unterstützen, handelt es sich in der Regel um kein leichtes Unterfangen. Abhilfe soll künftig der neue Startup Navigator schaffen, der Gründer:innen am Unternehmensserviceportal des Bundes eine neue Orientierungshilfe bietet.

Startup Navigator bietet Überblick

Beim Startup Navigator handelt es sich im Prinzip um eine regelmäßig aktualisierte Webseite am Unternehmensserviceportal des Bundes, auf der die wesentlichen Anlaufstellen für Startups zusammengefasst sind. Dies umfasst sowohl Angebote auf Bundesebene und in den jeweiligen Ländern. Es ist jeweils kurz beschrieben, welcher Tätigkeit die Anlaufstelle dient und welche wesentlichen Unterstützungsleistungen sie bietet. Die Anlaufstellen sind jeweils auch mit Kontaktmöglichkeiten versehen.

„Erstmals sind diese nun bundes- und bundesländerübergreifend auf einer Informationsseite zusammengefasst. Mit dem Startup Navigator können sich alle Interessierten an einem Ort im Internet rasch einen Überblick über das weitreichende und umfangreiche Angebot für Startups in Österreich verschaffen“, so Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher über das neue Angebot.

(c) Screenshot USP

Der Startup Navigator ist laut dem Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) in enger Abstimmung mit zahlreichen Service Providern des österreichischen Startup-Ökosystems entstanden. Die Sammlung versteht sich als „erster Aufschlag“ und soll laufend ergänzt werden. Hinweise und Ergänzungen zur Webseite sind erwünscht, so das BMAW in einer Aussendung.

Plattform vermittelt Wissen

Zudem werden über den Startup Navigator allgemeine Erklärungen zu den Themen Finanzierung und Förderung geboten. Hintergrundinformationen sollen darüber hinaus für eine bessere Orientierung für Startup-Gründer:innen sorgen. So werden etwa Fragen beantwortet, welche Finanzierung in welcher Wachstumsphase eines Startups in Frage kommt. Weiters gib es eine Übersicht aller Community-Netzwerkstellen, Hinweise zu Veranstaltungen und Startup-Wettbewerben sowie Programmen zur Internationalisierung. Eine Auflistung von Co-Working Spaces in den Bundesländern soll wiederum die Suche nach passenden Büroräumlichkeiten erleichtern.


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Das Gründungsteam von AI Baseline: Xenia Galkina, CEO, und Alexander Czech, CTO | © APA-Fotoservice / Krisztian Juhasz
Das Gründungsteam von AI Baseline: Xenia Galkina, CEO, und Alexander Czech, CTO | © APA-Fotoservice / Krisztian Juhasz

KI-Agenten sollen in Unternehmen und Organisationen zunehmend komplexe Aufgaben übernehmen – etwa die Analyse von Hunderttausenden Seiten interner Berichte, Dokumente und Richtlinien. Bisherige Retrieval-Systeme stoßen dabei jedoch an technische und ökonomische Grenzen, meint man beim Wiener Startup AI Baseline. Ein KI-Agent beginne bei aktuellen Ansätzen nämlich für jede neue Frage eine eigenständige Suche, wodurch dieselben Dokumente immer wieder neu verarbeitet werden müssten. Das führe zu einem hohen Verbrauch an kostenpflichtigen Modell-Tokens, Rechenleistung und Zeit. Bei anspruchsvollen Fragen könne die Beantwortung bis zu 40 Minuten dauern, während die zugrunde liegenden Textfragmente oft nicht mehr bis zur Originalquelle zurückverfolgt werden können.

„Knowledge Space“ für mehr Effizienz und Transparenz

Um dieses Zusammenspiel aus Effizienz- und Transparenzproblemen zu lösen, hat das von CEO Xenia Galkina und CTO Alexander Czech gegründete Unternehmen eine neue Retrieval-Architektur entwickelt. Das System bildet Informationen in einer logisch verknüpften Ebene ab, wodurch die Herkunft der Daten über die Struktur des sogenannten „Knowledge Space“ erhalten bleibt. Da die aufwendige Strukturierung einmalig bei der Datenaufnahme erfolgt, soll der anschließende Rechercheprozess auch bei großen Datenmengen wirtschaftlich und nachvollziehbar bleiben. Das Versprechen des Startups: Organisationen müssen bei KI-Anfragen nicht mehr zwischen Geschwindigkeit, Kosten und Qualität wählen.

Überzeugende Benchmark-Vergleiche

Eigenen Benchmark-Tests zufolge soll der „Research Mode“ von AI Baseline im Vergleich zu herkömmlichem agentischen RAG eine um 44 Prozent höhere Antwortqualität liefern, bis zu 22-mal schneller arbeiten und 72 Prozent weniger Input-Tokens verbrauchen. Bei maximaler Performance erreicht das System laut Unternehmensangaben mehr als die doppelte Antwortqualität bei nahezu neunfacher Geschwindigkeit und rund 15 Prozent geringeren Kosten.

20.000 GPU-Stunden auf Supercomputer Leonardo im AI:AT Hub

Das im Dezember 2025 gegründete bzw. im Hub aufgenommene Startup wird von NVIDIA Inception sowie AWS unterstützt und ist Mitglied im AI:AT Coworking Hub der AI Factory Austria. Für die Entwicklung der ersten Produktversion nutzte das bootstrappende Team unter anderem 20.000 GPU-Stunden auf dem europäischen Supercomputer Leonardo, die über die AI Factory Austria und EuroHPC bereitgestellt wurden. „Die Arbeit im AI:AT Hub war für uns ein echter Booster“, heißt es von CEO Xenia Galkina. Der Zugang zu Hochleistungsinfrastruktur habe es erst möglich gemacht, die Technologie in dieser Größenordnung umzusetzen. CTO Alexander Czech verweist zudem auf den Wert des Netzwerks: „Ebenso wertvoll ist die Community: Der Austausch mit anderen Gründern […] und der Zugang zu Experten […] haben uns geholfen, über die Technologie selbst hinauszudenken“.

Die Lösung richtet sich laut AI Baseline vor allem an technische Teams in regulierten und datenintensiven Branchen wie Life Sciences, Healthcare, Recht, Finanzforschung und dem öffentlichen Sektor. Während der aktuellen Beta-Phase kann die Architektur über eine API oder als Claude Skill getestet werden. Zudem sucht das Unternehmen derzeit Design-Partner für seine Ingestion Engine.

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