29.10.2019

„Startup Live Wiener Neustadt“: Chance auf 10.000 Euro Investment

Eine Chance auf ein 10.000 Euro Investment, ein Financing Workshop, Medien-Berichterstattung, Mentoring und Zugang zu Investoren – das alles erwartet die Teilnehmer des ersten Startup Live Wochenende in Wiener Neustadt. Der Event findet vom 16. bis zum 17. November 2019 am City Campus der FH Wiener Neustadt statt.
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Startup Live
Startup Live Vienna © Startup Live

Aus einer Idee ein Business zu schaffen, ist das Ziel der internationalen Startup Live Programme. An jeweils nur einem Wochenende lernen junge Startup-Gründer alles vom Business Modeling bis hin zum perfekten Pitch. Zudem treffen auf sie auf Mentoren und Experten aus der Startup-Szene und pitchen vor renommierten europäischen Investoren.

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Ob Runtastic, Shpock oder mySugr – all diese erfolgreichen österreichischen Startups haben eines gemeinsam: Sie alle standen auf der Bühne von Startup Live, haben ihre Geschäftsidee mit Hilfe von Mentoren perfektioniert und anschließend vor einer Investorenjury gepitcht.

Startup Live Wochenende

Startup Live sucht nun nach den nächsten Aufsteigern der österreichischen Startup-Szene. Gründer können sich mit ihren Ideen online bewerben. Anschließend entscheidet eine interne Jury, welche der Projekte die Möglichkeit haben, am Startup Live Wochenende in Wiener Neustadt vom 16. bis zum 17. November teilzunehmen.

FH Wiener Neustadt

Der Event wird am City Campus der FH Wiener Neustadt stattfinden. Dort befindet sich ein Startup-Center mit Coworking-Space, ein Science Lab, ein Bloomberg Room und ein Experimental Lab. Das Programm wird außerdem unterstützt durch die Stadt Wiener Neustadt, tecnet equity, accent Gründerservice, ecoplus, Creative Pre-Incubator und der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Von den Besten lernen und vor Top-Investoren pitchen

Die ausgewählten Projekte werden laut Startup Live über das Wochenende hinweg von renommierten Experten begleitet und im Business Modeling unterstützt. Zudem sollen mit wichtigen Partnern aus der Wirtschaft netzwerken. Die besten Projekte werden ausgewählt und bekommen die Chance ihre Idee in den Final Pitches einer hochkarätigen Jury vorzustellen.

Unter den Investoren und Mentoren sind Michael Altrichter, Vorsitzender des Aufsichtsrates von startup300, Katharina Schneider, Geschäftsführerin von MediaShop und Investorin bei der „2 Minuten 2 Millionen – Die PULS 4 Start Up Show“ sowie Thomas Haller, Managing Partner von Simon-Kucher & Partners.

Für die Gewinner der Abschlusspitches winken eine Chance auf ein  10.000 Euro Investment von Pioneers Ventures und ein Financing Workshop von CONDA.

Startup-Spirit auch ohne eigene Idee

Wie Startup Live erläutert, müssen die Teilnehmer nicht unbedingt eine konkrete Idee mitbringen, um aktiv am Programm teilzunehmen. Interessierte haben die Möglichkeit sich am Wochenende einem der vielversprechenden Projekte anzuschließen, nützliche Erfahrungen zu sammeln und „Startup-Luft“ zu schnuppern.

Die Abschlussveranstaltung am Sonntag ist für Zuseher öffentlich zugänglich. Neben den neuesten Startup-Trends trifft man hier mitunter auf die bekanntesten Köpfe aus der österreichischen und internationalen Startup-Szene.


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31.07.2026

Supaso: Hartberger Startup holt sich Investment für Internationalisierung

Das steirische Verpackungs-Startup Supaso hat eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das Kapital fließt in die Serienreife der Maschinentechnologie und in erste Pilotanlagen bei Partnerbetrieben. brutkasten hat mit Mitgründer Fabian Gems über die Hintergründe gesprochen.
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v.l.n.r: Daniela Gassner (RLB), Steve Jeitler (Business Angel), Verena Kraßnig (RLB), Georg Lackner (SUPASO), Olivia Pinter (RLB), Fabian Gems (SUPASO), Jörg Schönbacher (FMMS) | (c) Supaso

Im Juli 2025 hatte Supaso am Rande des Business Angel Summit in Kitzbühel angekündigt, eine Finanzierungsrunde vorzubereiten (brutkasten berichtete). Diese Runde ist nun abgeschlossen: Angeführt wird sie von der Gerald Jeitler GmbH, beteiligt sind außerdem die Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark und die FMMS Beteiligungs GmbH.

Die Supaso FlexCo aus Hartberg produziert Isolierverpackungen aus recyceltem Altpapier, die Styropor (EPS) in der temperaturgeführten Logistik ersetzen sollen. Mit dem Kapital will das Unternehmen seine Produktionskapazitäten ausbauen und international wachsen. Zur Höhe des Investments macht Supaso allerdings keine Angaben.

Transportkosten begrenzen den Lieferradius

„Das größte Problem bei Verpackung ist natürlich die Distanz“, sagt Mitgründer Fabian Gems im Gespräch mit brutkasten. Gut liefern lasse sich in einem Radius von 300 bis 400 Kilometern. „Alles, was darüber hinausgeht, geht meistens auf die eigene Marge, weil die Transportkosten einfach steigen.“

Gems nennt dazu Zahlen: Der Warenwert einer LKW-Ladung liege zwischen 6.000 und 8.000 Euro, die Transportkosten nach Madrid bei 3.500 Euro. Eine Zustellung in die Schweiz inklusive Verzollung kostete im Vorjahr 1.900 Euro, mittlerweile 2.700 Euro. Weitergeben lasse sich das nur bedingt, ohne näher gelegenen Wettbewerbern eine Chance zu geben.

Fünf Partner, erste Pilotanlage ab Q1

Supaso setzt deshalb auf ein Machine-as-a-Service-Modell, das unter dem Namen Modular Up Cycling Hub (MUCH) vorbereitet wird: Statt fertige Dämm-Inlays quer durch Europa zu transportieren, sollen Partnerbetriebe mit eigenem Papier- und Kartonabfall vor Ort produzieren. Das Kapital fließt laut Gems in die Serienreife der Produktionslinien und in erste Testpiloten im In- und Ausland.

Fünf Partner hat Supaso nach eigenen Angaben identifiziert, darunter ein Styroporhersteller, der selbst unter Druck steht. Der Start ist für das erste Quartal des kommenden Jahres geplant, zunächst mit einer Anlage. Zwei weitere sollen nach Möglichkeit folgen. Die Validierungsphase soll bis etwa 2028 laufen, danach ist die nächste Finanzierungsrunde vorgesehen. Als besonders dynamische Märkte nennt Gems Kroatien und Slowenien.

Wie abgerechnet wird, ist offen. Getestet werden Varianten von der Leasinganlage mit Lizenzgebühr bis zu Pay-per-Use. Eine eigene Großfabrik schließt Gems aus: „Davon bin ich absolut nicht überzeugt. Wir wollen uns direkt in die Wertschöpfungskette bei Verpackungs- und Kartonageherstellern und Papierfabriken einbauen.“

Bewusst österreichische Investoren

Seit dem Business Angel Summit in Kitzbühel im Vorjahr habe man mit vielen Kandidaten gesprochen und dabei eine Erkenntnis gewonnen, so Gems: „So ein ganz klarer VC-Fall sind wir nicht.“ Man sei erstens Hardware und zweitens relativ erklärungsbedürftig. Die Präferenz sei deshalb auf österreichisches Kapital mit langem Atem gefallen, einen Exit in zwei Jahren strebe man nicht an: „Wir wollen das jetzt wirklich groß machen.“

Die FMMS Beteiligungs GmbH mit Sitz in Frohnleiten wurde Ende 2024 im Firmenbuch eingetragen und gehört zur FMMS Holding GmbH, der Beteiligungsholding von Franz Mayr-Melnhof-Saurau. Zum Portfolio zählen die Mayr-Melnhof Holz Holding, der größte Privatforstbetrieb Österreichs und ewe Küchen, insgesamt rund 2.000 Mitarbeitende in vier Ländern. Als Schwerpunkte nennt die Holding unter anderem Ressourcenwirtschaft und Greentech.

Die RLB Steiermark bringt neben Kapital vor allem Know-how bei der Ausgestaltung der Abrechnungsmodelle ein, sagt Gems – ein Punkt, der bei einem noch offenen Machine-as-a-Service-Geschäftsmodell zwischen Leasing und Pay-per-Use nicht unerheblich ist. Die Landesbank, die als größte Regionalbank im Süden Österreichs auftritt, hat ihr Beteiligungsgeschäft zuletzt gezielt ausgebaut: Für Startups, Scaleups und KMU steht ein Beteiligungsvolumen von 100 Millionen Euro bereit, wovon bereits 40 Millionen Euro investiert sind. Nachhaltige und regionale Zukunftsbranchen zählen dabei explizit zu den Investitionsschwerpunkten der Bank

Supaso wurde 2021 gegründet. Im August 2023 zählte das Unternehmen 190 Kund:innen in neun Ländern (brutkasten berichtete), im Juli 2025 über 300 in zehn Ländern, aktuell sind es nach eigenen Angaben „Hunderte“ in zwölf europäischen Ländern. Die Nachfrage nach kreislauffähigen Verpackungen wird unter anderem durch die europäische Verpackungsverordnung (PPWR) getrieben.

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