07.03.2022

Startup Live in Wien und Linz: Bau dein Startup an einem Wochenende

Startup Live lädt im März und April erneut Gründer:innen dazu ein, für ein Wochenende an ihrem Startup zu arbeiten. Die Gewinner:innen des Programms kommen der Chance auf ein Pre-Seed-Investment einen Schritt näher.
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Gruppenbild AbsolventInnen vom Startup Live Programm
© Startup Live

Innerhalb eines Wochenendes ein Startup bauen – für dieses ambitionierte Ziel möchte Startup Live Raum und Plattform schaffen. Auch in diesem Jahr bietet das Pre-Accelerator-Programm von Startup Live eine Möglichkeit für Gründer:innen in zwei Tagen intensiv an ihrem Startup zu arbeiten. Das Programm findet 2022 vom 25. bis 26. März im Talent Garden in Wien und vom 1. bis 2. April in der factory300 in Linz statt. Die Teilnahme ist kostenlos, muss allerdings über die Website angemeldet werden.

In 36 Stunden am eigenen Startup arbeiten

Innerhalb des Programms dürfen sowohl einzelne Founder als auch Founder-Teams mit erfahrenen Mentor:innen an ihrer Startup-Idee arbeiten. “Das vielfach bewährte System von Startup Live gliedert die beiden Tage und gibt First Time Founders die so wertvolle Struktur. Für Teams, die schon länger an ihrer Idee arbeiten, ist das Startup Live Programm ein willkommenes Bootcamp oder die Gelegenheit, das Team mit motivierten Mitarbeiter:innen zu ergänzen”, erklärt das Unternehmen. Inzwischen würden sie mit ihrer Arbeit bereits 10.000 Startup-Live-Alumnis, 500 Mentor:innen und mehr als 2.500 Pitches zählen. “Runtastic, Shopck, MySugr, Journi, Linemetrics oder Slido sind nur ein paar der vielen erfolgreichen Startup Live-Teilnehmer“, so Startup Live.

Bedingungen für die Teilnahme am Pre-Accelerator-Programm ist ein Sitz in Österreich bzw. der Plan in Österreich zu gründen. Das Startup sollte außerdem unter zwei Jahre alt sein und an einem Produkt arbeiten.

Chance auf ein Pre-Seed-Investment

Die teilnehmenden Startups haben hier die Chance, sich mit Abschluss des Programms für den Accelerator zero21 zu qualifizieren. Die besten Teilnehmer:innen von Startup Live dürften also direkt im nächsten Schritt an diesem kostenlosen Programm teilnehmen. Innerhalb der drei Monate mit zero21 sollen die Startups auf ihr erstes Investment vorbereitet werden und hätten die Möglichkeit sich ein Pre-Seed-Investment vom Linzer Pre-Seed VC Pioneers Ventures zu sichern.

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V.l.: Philipp von Lattorff, Johanna Pirker, Georg Kopetz und Dietrich Haubenberger bilden die Arbeitsgruppe
V.l.: Philipp von Lattorff, Johanna Pirker, Georg Kopetz und Dietrich Haubenberger bilden die Arbeitsgruppe "Science to Business" von Forwit | (c) Johannes Zinner

Die Verhandlungen zur gemeinsamen europäischen Gesellschaftsform EU Inc. bewegen sich langsam auf die Zielgerade zu. Mitsprache haben dabei nicht nur die EU-Kommission, die bereits im März ihren Entwurf vorlegte, und das EU-Parlament, das letztlich über das Regelwerk abstimmen wird, sondern auch der Rat der EU, also die Regierungen der Mitgliedstaaten. In der zweiten Reihe machen zudem einige mächtige Interessensvertretungen, etwa mehrere nationalstaatliche Notariatsverbände, ihren Einfluss geltend.

Eines zeichnet sich dabei bereits klar ab: Die Verhandlungen laufen auf einen Kompromiss hinaus, wie brutkasten bereits analysierte. Bereits der Kommissionsentwurf war eine im Vergleich zu den ursprünglichen Forderungen der im Startup-Umfeld formierten Initiative „EU-INC“ abgespeckte Version. Dass es in den Verhandlungen zu Abänderungen im Sinne der Initiative kommt, ist höchst unwahrscheinlich. Vielmehr stehen Streichungen zentraler Punkte im Raum, die für die Initiative zum Kern des Vorhabens zählen.

„Once in a generation-Chance für Österreich und Europa“

Diese adressiert nun auch die Arbeitsgruppe „Science to Business“ des österreichischen Rats für Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung (Forwit) in einem offenen Brief an mehrere österreichische Regierungsmitglieder. Der Arbeitsgruppe gehören TTTech-Gründer Georg Kopetz, Informatik-Professorin Johanna Pirker, Neurologe Dietrich Haubenberger und Philipp von Lattorff, Aufsichtsratsvorsitzender des Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna, an.

Die EU Inc. sei eine „once in a generation-Chance für Österreich und Europa“, heißt es im offenen Brief. Während die Bundesregierung mit der strategischen öffentlichen Beschaffung und der Errichtung eines Dachfonds bereits zwei „kritische Schwachstellen“ im Wissenstransfer in Österreich angehe, könne dies gemeinsam mit der EU mit der EU Inc. auch beim Thema Skalierung „schlagkräftig“ gelingen.

Regierung soll sich für zentrales Handelsregister und Mitarbeiter:innenbeteiligung einsetzen

Zwei aus Sicht von Forwit dafür maßgebliche Elemente der EU Inc., nämlich ein zentrales europäisches Handelsregister und eine standardisierte Mitarbeiter:innenbeteiligung, würden aber aktuell drohen, im Zuge der Verhandlungen gestrichen zu werden. Ersteres brauche man, damit es sich bei der EU Inc. tatsächlich um einen europäischen Standard handle, zweiteres, damit europäische Wachstumsunternehmen im Wettbewerb um Talente bestehen könnten. Zudem betont die Forwit-Arbeitsgruppe auch die Möglichkeiten, die die neue Gesellschaftsform KMU im Allgemeinen bieten könne.

Entsprechend fordert sie die Regierungsmitglieder im offenen Brief konkret dazu auf, sich in den Verhandlungen für das zentrale Handelsregister und die Mitarbeiter:innenbeteiligung einzusetzen, ebenso wie für die freie Wahl des Registrierungssitzes, den Zugang für alle Unternehmen und die Geltung des lokalen Arbeits- und Steuerrechts. Und zudem „die EU Inc. als Bestandteil der Umsetzung der Industriestrategie 2035 zu erachten und in der Folge entsprechend mitzugestalten.“ Man stehe den Adressat:innen und der gesamten Bundesregierung „für eine Vertiefung und Begleitung der österreichischen Position selbstverständlich zur Verfügung.“

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