27.02.2019

Die besten Städte für die Jobsuche: Wien nur auf Platz 21

Ein aktuelles Ranking vergleicht Städte nach den Faktoren, die für Jobsuchende relevant sind. Wien liegt weit hinter diversen deutschen Orten.
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Startup-Städte-Ranking - HealthTech in Wien soll weiter gefördert werden.
(c) mRGB / fotolia.

Wie sehr eignen sich welche Städte für einen berufsbedingten Umzug dorthin? Mit dieser Frage haben sich die Betreiber der Vermietungsplattform housinganywhere.com beschäftigt und kürzlich ein aktuelles Ranking der 100 besten Städten für Jobsuchende erstellt. Darin vergleichen die Autoren des Rankings die Anzahl der verfügbaren Arbeitsstellen, das durchschnittliche Gehalt, die Lebenserhaltungskosten, die Startup-Quote, die Lebensqualität sowie die Aufgeschlossenheit der Einwohner der jeweiligen Städte. Als Basis dafür dienten öffentlich zugängliche Daten auf Landes- und Stadtebene.

Aufgrund der verschiedenen Faktoren schafft es die bayrische Landeshauptstadt München auf den ersten Platz. Wien schafft es als einzige österreichische Stadt ins Ranking und belegt dort den 21. Platz. Damit liegt die Bundeshauptstadt zwar immerhin vor Städten wie Stockholm, New York und Prag, aber hinter diversen weiteren deutschen Großstädten, wie zum Beispiel Berlin (6. Platz), Frankfurt (7. Platz), Köln (18. Platz) und Stuttgart (20. Platz).

Die positiven Aspekte Wiens sind laut Studie der gute Ruf als Startup-Metropole sowie die hohe Lebensqualität. Einen Platz in den oberen Rängen kostet der österreichischen Bundeshauptstadt die ausbaufähige Aufgeschlossenheit der Bevölkerung sowie die niedrige Anzahl offener Stellen auf LinkedIn.

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Das Verenas-Team mit Gründerin Verena Nairz-Kapferer (3. v.r.). © Verenas

Die Ursprungsidee für Verenas entstand krisenbedingt: Während des ersten Corona-Lockdowns 2020 entwickelte Verena Nairz-Kapferer im eigenen Innsbrucker Café haltbare Rezepturen, um den Betrieb abzusichern. Was als Initiative für Café-Gäste begann, wird nun zum eigenständigen Geschäftsmodell. Im November 2026 gründen Verena Nairz-Kapferer und Jürgen Nairz eine eigene GmbH, um das Produktangebot im B2B-Bereich überregional zu skalieren.

Prozesssicherheit statt Spezialzutaten

Im Zentrum der Vertriebsstrategie steht der Premium-Gastrogroßhandel, über den Hotels, Cafés und Restaurants flächendeckend beliefert werden sollen. Aus mehr als 60 praxiserprobten Rezepturen konzentriert sich das Unternehmen für Großküchen auf rund 20 Varianten. Der wirtschaftliche Hebel liegt laut dem Gründungsteam dabei nicht nur beim Wareneinsatz von 0,80 bis 1,20 Euro pro fertig gebackener Portion. Standardisierte Mischungen reduzieren insbesondere den Arbeits- und Lageraufwand für Betriebe, die keine eigenen Spezialzutaten vorhalten wollen.

„Für einen Gastronomiebetrieb zählt nicht nur, was eine Portion an Zutaten kostet. Entscheidend sind auch Arbeitszeit, Einfachheit, Prozesssicherheit und eine Qualität, die unabhängig davon funktioniert, wer den Kuchen gerade zubereitet“, erklärt Jürgen Nairz, der den Vertriebsaufbau verantwortet.

Getrennte Produktion für Glutenfrei-Zertifizierung

Verena Nairz-Kapferer arbeitete ursprünglich im sozialen Bereich und verkaufte samstags selbst gebackene Kuchen. © Verenas

Die Backmischungen sind rein pflanzlich sowie zu großen Teilen zusätzlich glutenfrei formuliert. „Ich wollte nie einen Kuchen entwickeln, bei dem jemand sagt: Für vegan oder glutenfrei schmeckt der aber gut“, betont Produktentwicklerin Verena Nairz-Kapferer.

Um die geforderten Qualitätsstandards im B2B-Geschäft sicherzustellen, trennt das Startup laut eigenen Angaben die Fertigung. Vegane Varianten sollen ab November 2026 in einem Partnerbetrieb nahe Graz abgefüllt werden. Die glutenfreien Mischungen verbleiben in einer separaten Innsbrucker Produktionsstätte, um Kreuzkontaminationen auszuschließen. Damit bereitet sich das Unternehmen auf die Zertifizierung mit dem Glutenfrei-Symbol vor.

Absatzziel: 40.000 Einheiten im Jahr 2027

Flankiert von einem B2C-Onlineshop mit vorerst sieben Sorten setzt das Unternehmen auf wiederkehrende B2B-Bestellungen. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Verenas ein Absatzvolumen von rund 40.000 Einheiten an. Gespräche mit weiteren Partnern im Gastrogroßhandel laufen laut den Gründer:innen bereits, um die Distribution im kommenden Jahr überregional auszubauen.

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