19.04.2017

Sportvideos365: Wiener Streaming-Startup erreicht 100 Millionen View-Marke

Sportvideos365 ermöglicht es, einfach Videos von (Amateur-)Sportevents zu streamen. Nun wurde die 100 Millionen View-Marke geknackt.
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(c) fotolia.com - matimix
(c) sportvideos365: Thomas Aigner

„Aktuell gehören Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung im Sport fast zur Gänze professionellen Teams und Athleten. 99 Prozent der weltweit Aktiven im Sport betreiben diesen jedoch auf semi-professionellem oder Amateur-Niveau“, sagt Thomas Aigner, Co-Founder und CEO des Wiener Startups Sportvideos365. Die Mission des vor zwei Jahren gegründeten Unternehmens sei es, Jugend-, Amateur- und Semi-Profi-Sport dabei zu helfen, attraktiver zu werden. Dazu bietet es auf seiner Plattform einen Streaming-Dienst an. Mit diesem können Highlight-Videos und die wichtigsten Szenen des aktuellen Spiels der eigenen Mannschaft erstellt und in Echtzeit veröffentlicht werden.

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Bislang rund 200.000 Tore gestreamt

Über das Osterwochenende erreichte Sportvideos365 nun die Marke von 100 Millionen Video-Views. Die Plattform ist seit rund zwei Jahren online. Fans sahen sich in dieser Zeit nach Angaben des Startups bisher über 51.000 Spiele, 700.000 Highlight-Clips und knapp 200.000 Tore auf Klubkanälen und Partnerseiten an. Die Veröffentlichung der Videos ist für die Clubs in der Basisversion kostenlos. Zusätzlich wird für jeden Verein, ebenfalls gratis, ein „Club-TV“ angeboten. Damit werden etwa Echtzeit-Highlights, Instant Social Media Sharing, Zeitlupen-Replay, Analysemodus und Videobranding möglich.

„Digitale DNA“ für jeden Club

(c) sportvideos365: Matúš Parízek

„Mit Sportvideos365 kann jeder Club seine eigene digitale DNA aufbauen“, sagt Matúš Parízek, Geschäftsführer von Sportvideos365. Die Streaming-Plattform wird derzeit von Clubs und Ligen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Spanien, der Slowakei, Tschechien und Brasilien genutzt. „Langfristig wollen wir unsere Technologie weltweit verfügbar machen. Im Moment konzentrieren wir uns darauf, mit unseren bestehenden Partnern zusammen zu arbeiten sowie neue Märkte in Europa und Südamerika zu erschließen“, erklärt Parízek.

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Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller
Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller

Im KI-Boom werden immer mehr Server benötigt und diese produzieren viel Wärme. Die Abwärme zum Heizen zu benutzen, liegt also auf der Hand, ein großer Einwand ebenso: Der Bedarf an Heizwärme unterliegt für gewöhnlich starken saisonalen Schwankungen, jener an Rechenleistung nicht. Das Innsbrucker Startup Serwas Technologies will diese Diskrepanz mit seinem System auflösen – brutkasten berichtete erst im September über ein Pre-Seed-Investment für das Unternehmen.

„Wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird“

„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird. Gerade Schwimmbäder sind dafür besonders interessant, weil sie das ganze Jahr über einen hohen Wärmebedarf haben“, erklärt Serwas-Mitgründer Timo Berkmann. Das Startup kann so gleichzeitig Abwärme an Projektpartner und Rechenleistung an externe Unternehmen verkaufen.

Das Innenbecken im StuBay im Tiroler Stubaital | (c) StuBay

In einem Hallenbad in Innsbruck läuft das System bereits. Nun wurde mit dem Freizeitcenter StuBay im Tiroler Stubaital ein weiterer Partner präsentiert. Noch vor Jahresende sollen erste Server in der Anlage aufgebaut und in die bestehende Gebäudetechnik eingebunden werden. Die eigens entwickelte Kühltechnologie ermögliche es, die entstehende Abwärme mit Temperaturen von bis zu 70 °C nutzbar zu machen, ohne dass dafür eine zusätzliche Wärmepumpe benötigt werde, heißt es vom Startup.

Schrittweiser Ausbau im StuBay geplant

Nach der ersten Anbindung gemeinsam mit anderen beteiligten Fachunternehmen soll beim System im StuBay dann ein schrittweiser Ausbau erfolgen, „der sich am Wärmebedarf und den technischen Möglichkeiten des Freizeitcenters orientiert“. Mit dem weiteren Ausbau wolle man einen wachsenden Beitrag zur Wärmebereitstellung leisten.

Nach der erwähnten Pre-Seed-Finanzierung über knapp 300.000 Euro durch Gateway Ventures, Business Angels aus dem Pioneers Club und das MCI Innsbruck will Serwas zudem weiteres Kapital aufnehmen: Aktuell läuft eine Crowdinvestingkampagne des Startups.

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