30.05.2025
AIT POSTER AWARD

Spin-offs und Innovation im Fokus: AIT zeichnet diese Jungforscher:innen aus

Auch dieses Jahr zeichnet AIT mit seinem Poster Award junge Forscher:innen aus, um die Bedeutung von Spin-offs und innovativen Forschungen in den Vordergrund zu rücken.
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Die Preisträger:innen des diesjährigen Poster Awards 2025. (c) AIT
v.l.n.r.: Michael Moll (accent, CEO), Alexander Svejkovsky, Emmily Zaiser, Martin Krammer, Anja Dakic, Doris Agneter (c) AIT

Das AIT (Austrian Institute of Technology) vergibt jährlich den Poster Award, um gezielt unternehmerisches Denken und Innovationsgeist bei jungen Forscher:innen zu fördern. Damit will das AIT die Basis für künftige Spin-offs und technologiegetrieben Startups schaffen. Forschungsprojekte mit klarem Anwendungspotenzial und Perspektiven für wirtschaftliche Verwertung stehen hierbei im Fokus des Poster Awards.

„Innovative Forschung muss real wirken und skalierbare Geschäftsmodelle ermöglichen. Genau das fördern wir mit dem Poster Award. Unser Ziel ist es, junge Talente zu ermutigen, ihre Ideen direkt im Kontext von Markt, Anwendung und gesellschaftlichem Nutzen weiterzuentwickeln und frühzeitig an die Möglichkeit einer erfolgreichen Ausgründung zu denken“, so Alexander Svejkovsky, Managing Director des AIT.

Innovative Projekte aus unterschiedlichen Branchen

Insgesamt präsentierten elf Forscher:innen aus sechs AIT-Centern ihre innovativen Projekte. Thematisch waren die Projekte bunt gemischt in Bereichen der Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Mobilität und Life Sciences. Diese Woche wurden die besten Arbeiten bei einer Preisverleihung präsentiert.

Mit dabei sind seit vielen Jahren der niederösterreichische Startup-Inkubator accent und der Venture Capital Fonds tecnet equity. Durch diese Zusammenarbeit will man unternehmerisches Know-how einbringen und der Transfer von Forschung in marktfähige Anwendungen fördern.

„Forschungsergebnisse sind die Basis für künftige Innovationen und wirtschaftliche Wertschöpfung. Wir unterstützen die Wissenschaftler:innen des AIT dabei, frühzeitig geeignete Verwertungsstrategien zu entwickeln und passende Finanzierungen zu identifizieren. Dieses Wissen um wirtschaftliche Umsetzung sollte möglichst frühzeitig an junge Talente vermittelt werden“, sagt Doris Agneter, Geschäftsführerin des Venture Capital Fonds tecnet equity.

Erster Platz für nachhaltige Wasserstoffproduktion

Martin Krammer gewinnt den ersten Platz des AIT Poster Awards. Er präsentierte eine Lösung für eine der zentralen Herausforderungen der Protonenaustauschmembran (PEM)-Elektrolyse. Die Herausforderung hier ist die Abhängigkeit von teuren und seltenen Platinmetallen – insbesondere von Iridium.

Krammer gelang es, mittels eines innovativen Verfahrens den Verbrauch von PGM (Platingruppenmetallen) um bis zu einem Faktor zehn zu senken. Dadurch könnten die Kosten deutlich gesenkt und die Ressourcen optimiert werden, so heißt es in der Presseaussendung. Seine Arbeit würde den Grundstein für eine skalierbare sowie kostengünstigere und umweltfreundlichere PEM-Elektrolysetechnologie legen und gleichzeitig neue Anwendungsmöglichkeiten in ähnlichen Bereichen wie etwa der Brennstoffzellentechnologie öffnen.

Zweiter und dritter Platz

Den zweiten Platz konnte Emmily Zaiser mit ihrem „balanced homodyne Detektor“ für sich gewinnen. Durch die Nutzung von Standardkomponenten ist dieser neue Detektor gut für integrierte Systeme in Quantenkommunikation, Quantencomputing und Zufallsgeneration geeignet und ermöglicht eine breite technologische Skalierung.

Der dritte Platz geht an Anja Dakic, die mit ihrem Kanal-Emulator überzeugte. Er simuliert realitätsnah Funkverbindungen zwischen Fahrzeugen unter Laborbedingungen. Das ermöglicht ein Test der Vehicle-to-Everything (V2X)- Technologen und reduziert aufwendige Praxistests. Damit trage der Emulator maßgeblich zur Verkehrssicherheit bei, heißt es bei der Preisverleihung.

AIT fördert Spin-offs

„In den letzten Jahren haben wir am AIT sieben Spin-offs erfolgreich gegründet, zwei allein im letzten Jahr, weitere sind in konkreter Vorbereitung“, erklärt Svejkovsky. „Die Spin-off-Themen reichen von Life Sciences bis hin zu digitaler Plattformökonomie und Lösungen für Stadtentwicklung und Infrastruktur“, so Svejkovsky weiter.

Besonders entscheidend für den Erfolg der Spin-offs seien Kooperationen mit Universitäten und Förderagenturen, Inkubatoren und Industriepartnern. Es werden gezielt Netzwerke geschaffen, um den Übergang von Forschung zur wirtschaftlichen Nutzung optimal zu gestalten, so Svejkovsky. Durch dieses Vorgehen sollen Innovationen aus dem AIT wirksam und skalierbar am Markt etabliert werden.

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(c) whataventure
(c) whataventure

„Unternehmen, die heute rekalibrieren statt pausieren, bauen sich einen Vorsprung auf, den andere in drei Jahren nicht mehr aufholen können.“ – mit diesen Worten ordnet Stefan Peintner, CEO von whataventure, die aktuelle Marktlage im Corporate Venturing ein. Die neue Studie „The state of new business building 2026“, für die 50 Führungskräfte und Innovationsverantwortliche aus dem DACH-Raum befragt wurden, zeichnet ein Bild der Konsolidierung. Restrukturierungen, strategische Kurswechsel und wirtschaftliche Unsicherheiten haben den Druck auf Innovationsabteilungen massiv erhöht und bei vielen Unternehmen zu Budgetkürzungen geführt.

Kapitalintensive Instrumente besonders von Kürzungen betroffen

Die finanzielle Zurückhaltung der Unternehmen trifft vor allem die kapitalintensiven Instrumente im Corporate Venturing. Laut der Studie berichten 40 Prozent der Befragten im Bereich Venture Acquisitions über verringerte Mittel im vergangenen Jahr. Im Corporate Venture Building (CVB) verzeichnen 39 Prozent Budgetrückgänge, im Corporate Venture Capital (CVC) sind es 26 Prozent. Venture Clienting zeigt sich in diesem Umfeld resilienter: Hier vermelden nur 17 Prozent der betroffenen Befragten finanzielle Einschnitte.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der subjektiven Erfolgsbewertung der verschiedenen Instrumente wider. Entsprechend bewerten 81 Prozent der Befragten aus CVC-Units und 74 Prozent jener im Venture Clienting diese Instrumente als zumindest „eher erfolgreich“, während Corporate Venture Building mit 62 Prozent etwas schwächer abschneidet.

Strategie-Kopplung als Überlebenskriterium

Eine zentrale Erkenntnis der Studienautor:innen ist, dass die Phase der „breiten Exploration“ vorbei ist – das war bereits in der Studie vergangenes Jahr deutlich herausgekommen, wie brutkasten berichtete. Inzwischen werde die klare Kopplung an die Unternehmensstrategie zum Überlebenskriterium. Die erhobenen Daten untermauern diese These: 77 Prozent der nach eigener Einschätzung erfolgreichen New Business Building Units leiten ihre Themen direkt aus der übergeordneten Unternehmensstrategie ab. Bei den weniger erfolgreichen Initiativen tun dies nur 18 Prozent.

Für Einheiten, die ihre Aktivitäten als weniger erfolgreich einstufen, kristallisieren sich drei Kernprobleme heraus: 64 Prozent kämpfen mit dem Governance-Modell, 55 Prozent mit fehlendem Top-Management-Commitment und weitere 55 Prozent bemängeln eine unklare strategische Ausrichtung. Wer diese strategische Verbindung hingegen konsequent herstellt, treffe bessere Entscheidungen bei der Wahl der Instrumente und riskiere nicht den Verlust des internen Mandats, so die Schlussfolgerung in der Studie.

Mit externer Hilfe „mehr mit weniger“ erreichen

Um den gestiegenen Erwartungen bei gleichzeitig sinkenden Budgets gerecht zu werden, müssen Teams schlanker und zielgerichteter agieren. Unternehmen berichten der Studie zufolge von schnellerer Entscheidungsfindung und höherer Resilienz, wenn sie in kleinen Teams arbeiten und externe Partner gezielt einbinden. Diese Praxis nimmt spürbar zu: Die Nutzung externer Unterstützung im Corporate Venture Building stieg von 41 Prozent im Jahr 2025 auf 59 Prozent im Jahr 2026 an.

Optimismus trotz „Venture-Building-Winter“

Trotz der angespannten Ressourcenlage ist die Stimmung unter den Innovationsverantwortlichen keineswegs pessimistisch. Rund zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass New Business Building in den nächsten fünf Jahren wesentlich zum Wachstum und zur Stabilität ihrer Unternehmen beitragen wird.

Dass antizyklisches Handeln in dieser Phase ein Vorteil sein kann, unterstreicht Axel Deniz, CEO der Venture-Building-Unit Bosch Business Innovations, der in der Studie zitiert wird: „In Europa und den USA sehen wir einen Venture-Building-Winter, aber Bosch Business Innovations verdoppelt seine Einsätze – und das ist ziemlich außergewöhnlich.“ Die Konsequenz für Verantwortliche im DACH-Raum ist laut whataventure deutlich: Wer seine Aktivitäten jetzt schärft und liefert, baut Vorsprung auf; wer die Druckphase lediglich aussitzt, riskiert Budget und Mandat.

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