10.10.2025
EVENTBERICHT

Spin-off Austria Konferenz: 150 Teilnehmer:innen und ein Ziel – ein starkes Spin-off-Ökosystem

Über 150 Teilnehmer:innen aus Forschung, Wirtschaft und Finanzierung trafen sich in Salzburg, um Wege für mehr erfolgreiche Ausgründungen zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Zusammenarbeit über Institutionsgrenzen hinweg Innovation beschleunigen kann.
/artikel/spin-off-austria-konferenz-2025
Die Spin-off Austria Konferenz Community | (c) SkylineMedien

Erstmals in Salzburg und in Kooperation mit dem Entrepreneurship Center Network (ECN) hat die Spin-off Austria Konferenz heuer mehr als 150 Teilnehmer:innen aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Startups, Inkubatoren, Förderagenturen und Investor:innen zusammengebracht. Der Tenor: Nur im Schulterschluss von Wissenschaft, Wirtschaft und Finanzierung lassen sich Forschungsergebnisse schneller und erfolgreicher in den Markt bringen.

Keynotes: Vom Labor zum Markt

In den Keynotes zeigten Stefanie Possekel (Ascenion) und Werner Wutscher (New Venture Scouting), wie akademische Projekte den Sprung zu marktfähigen Produkten schaffen. Entscheidend seien eine klar definierte Customer Journey, hohe Umsetzungsgeschwindigkeit und klare Anreizsysteme an Hochschulen – etwa Rückkehrmöglichkeiten für Gründer:innen an ihre Herkunftsuniversitäten sowie etablierte Kooperationspfade mit Inkubatoren, Investor:innen und Förderstellen. Nachhaltiger Erfolg entsteht dort, wo das Ökosystem koordiniert agiert und Verantwortlichkeiten eindeutig geregelt sind.

v.l. Michael Hähnle, Lisa Spöck, Monique Schlömmer und Rudolf Dömötör | (c) SkylineMedien

Panels & Workshops: Synergien statt Insellösungen

Panels und Breakout-Sessions vertieften diesen Ansatz: Statt Insellösungen brauche es Synergien und den Aufbau auf bewährten Strukturen. In praxisnahen Workshops wechselten die Perspektiven – Forschende, Transferstellen, Investor:innen und Industrie spiegelten gegenseitige Erwartungen, rechtliche Rahmenbedingungen und kommerzielle Anforderungen entlang der Wertschöpfungskette. Ein zentrales Fazit: Kooperation beschleunigt die Kommerzialisierung und reduziert Reibungsverluste zwischen Labor, Markt und Kapital.

(c) SkylineMedien
(c) SkylineMedien
(c) SkylineMedien

Internationale und nationale Impulse

Internationalen Input lieferte Jana Golfmann (UnternehmerTUM) mit dem Rise Europe Playbook for Sciencepreneurs. Das Playbook bündelt Best Practices führender Universitäten und Entrepreneurship-Zentren aus Deutschland, Spanien und Schweden – von IP-Strategien über Teamaufbau bis zu Go-to-Market-Roadmaps – und zeigt, wie standardisierte Prozesse die Skalierung von Ausgründungen erleichtern.

Jana Golfmann (UnternehmerTUM) | (c) SkylineMedien

brutkasten-Whitepaper vorgestellt

Vor Ort präsentierte brutkasten sein neues Whitepaper zur Serie From Science to Business. Der Report fasst Learnings und Erfolgsfaktoren aus der heimischen Spin-off-Landschaft zusammen. In einer kurzen Vorstellung wurden zentrale Empfehlungen erläutert. im Anschluss stand der Report den Teilnehmer:innen zum Download zur Verfügung.

brutkasten zu Gast in Salzburg | (c) SkylineMedien

brutkasten diskutiert in der Serie „From Science to Business“ gemeinsam mit Expert:innen aus Forschung, Wirtschaft, Venture Capital und Industrie die entscheidenden Hebel für erfolgreiche Ausgründungen – von IP-Strategien über Finanzierung (insbesondere bei langen Entwicklungszyklen wie in den Life Sciences) bis zur Formierung interdisziplinärer Gründerteams und zu Kooperationen mit der Industrie.

Praxisbelege: FFG-Fellows zeigen Wirkung

Wie gezielte Unterstützung wirkt, zeigten zum Abschluss drei FFG-Fellows in Show-Pitches: Zahra Babaiee (EVIA), Judith Deriu (piColor) und Muaaz Abdul Hadi (P2D2; Gründer und CEO von MUST Visibility FlexCo) präsentierten Projekte, die durch Förderung, Zugang zu Finanzierung und Mentoring den Schritt von der Forschung in die Anwendung geschafft haben. Die Beispiele unterstrichen, dass neben Kapital vor allem Netzwerke, Mentoring und klare Meilensteine entscheidend sind, um Technologierisiken zu reduzieren und Markteintrittsbarrieren zu überwinden.

Die drei FFG-Fellows mit Markus Pröll-Schobel (FFG) | (c)

Über die Initiative

Die Spin-off Austria Initiative wurde von Hermann Hauser und Herbert Gartner initiiert und ist langfristig angelegt. Sie dient als Plattform für alle Stakeholder, die mehr Unternehmertum an Österreichs Hochschulen fördern möchten. Die Konferenz 2025 wurde von AplusB organisiert und von FFG, Austria Wirtschaftsservice (aws), Salzburger Sparkasse, Wirtschaftskammer Österreich (WKO) sowie der Industriellenvereinigung (IV) unterstützt.

Deine ungelesenen Artikel:
02.09.2026

Messung von CO2-Bindung: Wiener Startup sequestra eröffnet weltweit erstes Labor seiner Art

Das neue Labor des Greentech-Startups sequestra ist global das erste, das Daten über die CO2-Bindung in Schlacken, Aschen und Baurestmassen erfasst. Ab 2027 möchte das Unternehmen Anlagen zur CO2-Bindung vermarkten.
/artikel/messung-von-co2-bindung-wiener-startup-sequestra-eroeffnet-weltweit-erstes-labor-seiner-art
02.09.2026

Messung von CO2-Bindung: Wiener Startup sequestra eröffnet weltweit erstes Labor seiner Art

Das neue Labor des Greentech-Startups sequestra ist global das erste, das Daten über die CO2-Bindung in Schlacken, Aschen und Baurestmassen erfasst. Ab 2027 möchte das Unternehmen Anlagen zur CO2-Bindung vermarkten.
/artikel/messung-von-co2-bindung-wiener-startup-sequestra-eroeffnet-weltweit-erstes-labor-seiner-art
Das neue Labor von Sequestra ist weltweit einzigartig. | © sequestra

Es ist wohl eine der großen Fragen unserer Zeit: Wie kann der CO2-Gehalt in der Atmosphäre reduziert werden? Das Wiener Startup sequestra nimmt sich dieses Problems an. In seinem neu eröffneten und weltweit einzigartigen Labor erhebt es, wie viel CO2 in Schlacken, Aschen und Baurestmaterialien gebunden werden kann. Dadurch sollen die technologischen und monetären Nutzungsmöglichkeiten von diesen Materialen bewertet werden können. Kernstück ist die selbst entwickelte Analyseplattform Luma, die durch automatisierte Versuchsabläufe fundierte Daten über die CO2-Bindung und Materialumwandlung liefert.

„Maßnahmen zur CO2-Reduktion, sei es durch Verringerung industrieller Emissionen oder das Entfernen von CO2 aus der Atmosphäre, müssen durch transparente und wissenschaftlich fundierte Methoden belegt werden. Bei sequestra arbeiten wir an audit- und zukunftsfähigen Lösungen, welche das Rückgrat der Messung und Validierung von CO2-Bindung durch Mineralisierung bilden“, erklärt Chief Scientific Officer Matthias Ginterseder.

Ziel ist die globale Marktführung

Zu sequestras Kunden zählen Unternehmen z. B. aus der Stahl-, Zement- oder Bauindustrie. Die Absicht des Greentech-Startups ist klar. Es möchte globaler Marktführer im Feld der Messung und Optimierung von CO2-Mineralisierungsprozessen, also der Bindung von CO2 in z. B. mineralischen Reststoffen, werden. Mittelfristig will sequestra seine Messmethoden und Analysetechnologien zum Industriestandard entwickeln.

Sequestra untersucht wie viel CO2 in diversen Materialien gebunden werden kann. | © sequestra

2027 sollen Anlagen vermarktet werden

„Zurückblickend freuen wir uns sehr, sogar deutlich früher als ursprünglich geplant von unseren ersten Schritten der Technologieentwicklung bis zur Inbetriebnahme des kommerziellen Labors fortgeschritten zu sein“, sagt Roberto Lerche-Antoniazzi, Founder and Co-CEO von sequestra. Das Wiener Startup baut aktuell eine vorindustrielle Anlage am Standort Attnang-Puchheim. Ende 2027 möchte das Greentech-Unternehmen erste industrielle Anlagen zur CO2-Abbindung vermarkten.

Laut eigenen Angaben gehört die Firma zu den am schnellsten wachsenden Greentech-Unternehmen Mitteleuropas. Anfang des Jahres schloss sie eine Seed-Finanzierungsrunde über drei Millionen Euro ab. Überdies wurde sequestra durch die aufeinander aufbauende Förderprogramme der FFG unterstützt.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Spin-off Austria Konferenz: 150 Teilnehmer:innen und ein Ziel – ein starkes Spin-off-Ökosystem

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Spin-off Austria Konferenz: 150 Teilnehmer:innen und ein Ziel – ein starkes Spin-off-Ökosystem

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Spin-off Austria Konferenz: 150 Teilnehmer:innen und ein Ziel – ein starkes Spin-off-Ökosystem

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Spin-off Austria Konferenz: 150 Teilnehmer:innen und ein Ziel – ein starkes Spin-off-Ökosystem

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Spin-off Austria Konferenz: 150 Teilnehmer:innen und ein Ziel – ein starkes Spin-off-Ökosystem

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Spin-off Austria Konferenz: 150 Teilnehmer:innen und ein Ziel – ein starkes Spin-off-Ökosystem

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Spin-off Austria Konferenz: 150 Teilnehmer:innen und ein Ziel – ein starkes Spin-off-Ökosystem

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Spin-off Austria Konferenz: 150 Teilnehmer:innen und ein Ziel – ein starkes Spin-off-Ökosystem

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Spin-off Austria Konferenz: 150 Teilnehmer:innen und ein Ziel – ein starkes Spin-off-Ökosystem