Spezialpodcast „Rika gründet“: Eine Reise von der Idee zur Gründung
Rika Diana Mader startet im Zuge ihres brutkasten-Praktikums ihr eigenes Podcast-Projekt. Im Editor’s Choice-Podcast verrät sie erste Details zu den insgesamt zwölf Folgen von „Rika gründet – Von der Idee zur Gründung“.
Junge Menschen zum Unternehmertum inspirieren – das ist die Idee hinter dem Spezialpodcast „Rika gründet – von der Idee zur Gründung“, den brutkasten-Mitarbeiterin Rika Diana Mader im Zuge ihres Praktikums auf die Beine gestellt hat. In der aktuellen Folge von Editor’s Choice, dem Podcast aus der brutkasten-Redaktion, schildert die gebürtige Steirerin im Gespräch mit brutkasten Wirtschaft-Chefredakteurin Michaela Schellner, wie sie ihr eigenes Podcast-Projekt entwickelt hat, welche Startup-Initiativen sie dazu inspiriert haben und wieso sie davon überzeugt ist, dass die „langweilige Theorie in Fachbüchern“ nicht der Weisheit letzter Schluss ist, wenn es um die Bildung junger Menschen geht.
„Rika gründet – von der Idee zur Gründung“ will junge Menschen fürs Unternehmertum begeistern. Details dazu gibt’s im Trailer.
Who’s who der Startup-Szene vorm Mikro
Mit „Rika gründet – von der Idee zur Gründung“ begibt sich die 25-Jährige auf eine spannende Reise und holt das Who’s who der österreichischen Startup-Szene vors Mikrofon. So standen ihr zum Beispiel (Watchado, Futureone), Markus Raunig (AustrianStartups) oder Martin Rohla (2 Minuten 2 Millionen Investor) Rede und Antwort. Außerdem trifft sie in der 12 Folgen umfassenden Strecke (jeweils ca. 15 Minuten) ambitionierte Gründer und Gründerinnen, darunter auch Powerfrauen wie etwa Junggründerin Sophie Bolzer von Audvice.
Die erste Folge ist schon live und hier abrufbar, alle weiteren Folgen werden ab dem 23. August immer am Montag auf den gängigen Podcast-Plattformen wie Spotify und google Podcasts sowie auf der brutkasten-Website veröffentlicht. Also hört rein und lasst uns gerne wissen, wie es euch gefällt!
In der ersten Folge von „Rika gründet – von der Idee zur Gründung“ ist Jugendbotschafter und Keynotespeaker Ali Mahlodji zu Gast.
Hier könnt Ihr den Startup-Podcast Editor’s Choice abonnieren
Der Startup-Podcast des brutkasten kann über die folgenden Plattformen gehört und abonniert werden.
Ohne KI: BESS Invest soll Planungssicherheit für Batteriespeicher-Investments schaffen
Das Grazer Beratungsunternehmen Impeto Impact rund um Jim Lefébre bietet ein Tool zur Erlösmodellierung von Batteriespeichern. "BESS Invest" soll Entwicklern und Banken granulare Modellrechnungen für Investments liefern.
Ohne KI: BESS Invest soll Planungssicherheit für Batteriespeicher-Investments schaffen
Das Grazer Beratungsunternehmen Impeto Impact rund um Jim Lefébre bietet ein Tool zur Erlösmodellierung von Batteriespeichern. "BESS Invest" soll Entwicklern und Banken granulare Modellrechnungen für Investments liefern.
Ein Fully-Merchant-BESS (Battery Energy Storage System) ist ein Batteriespeicher, der seine Erlöse vollständig am freien Strommarkt erwirtschaftet, ohne langfristige Verträge, feste Einspeisevergütungen oder staatliche Garantien. Durch den steigenden Anteil an z.B. Photovoltaik und Windkraft kommt es im Netz häufig zu Überschussenergie und starken Preisschwankungen – etwa Negativpreisen zur Mittagszeit im Sommer. Speicherbetreiber:innen nutzen das für Arbitrage: Sie kaufen Strom, wenn er günstig ist, und verkaufen ihn, sobald die Preise wieder steigen. Zusätzlich lässt sich mit einer Batterie auch Regelenergie zur Netzstabilisierung anbieten.
Dieses Geschäftsfeld zeichnet sich zum einen durch hohe Gewinnchancen bei stark schwankenden Strompreisen, aber auch volles Risiko bei fallenden Marktpreisen oder geringer Volatilität aus. Hinzu kommt, dass ein Speicher gleichzeitig auf fünf Erlösmärkten agiert – darunter Day-Ahead und Regelenergie –, die permanent miteinander konkurrieren und sich gegenseitig Kapazitäten streitig machen. Diese unsichere Dynamik führt für Betreiber:innen wiederum zu erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten bei Banken. Hier setzt Impeto Impact mit seinem Tool BESS-Invest an.
Modellrechnungen statt Live-Einsatz
„Man kann eigentlich immer nur in einem Markt handeln. Also muss man in der Modellierung entscheiden, in welchem Markt der Strom gekauft und verkauft wird, um letztlich einen plausiblen Business Case zu erteilen“, erklärt Jim Lefébre, Gründer von Impeto Impact. Sein laut eigenen Angben komplett eigenfinanzierte Produkt soll jetzt mehr Transparenz für Investor:innen bringen und setzt bei der Modellierung auf sogenanntes Forwardtesting. „Backtesting beantwortet, was gewesen wäre“, erklärt der Gründer. „Für eine Investitionsentscheidung mit 15 Jahren Laufzeit braucht der Markt eine Antwort auf das, was kommt.“
BESS Invest soll eine fünfjährige Markthistorie mit eigenen Projektionsannahmen zu Preistrends, Reserve-Erlösen und Volatilität verknüpfen. Laut Unternehmensangaben entstünden aus diesem Zusammenspiel simulierte Marktpfade in 15-Minuten-Auflösung – bis hinunter zum eigentlichen Lastprofil der Batterie. Das Modell würde dabei eine Ergebnisbandbreite vom konservativen bis zum optimistischen Szenario abbilden. Verändere sich die Marktlage, ließe sich dies über erneute Simulationen jederzeit anpassen. Dabei handelt es sich laut Lefèbre ausdrücklich um Modellrechnungen und Schätzungen zur Plausibilisierung, nicht um eine Live-Optimierung.
Ursprünglich entstand die Idee aus Lefèbres eigenem Beratungsgeschäft: Der Markt für Großspeicher sei dynamisch, die Kapitalmobilisierung stocke jedoch mangels Transparenz, so Lefèbres Erkenntnis. Gemeinsam mit Jonas Puck von der WU Wien wurde daraus zunächst das Whitepaper „Charging Ahead“ aus dem schlussendlich das Tool mithilfe von Pilotkund:innen aus dem Kreis großer Energieversorger hervorging.
Auf Künstliche Intelligenz wird verzichtet: „Wir arbeiten bei unseren Simulationen strikt ohne KI, weil eine KI auch halluzinieren kann“, so Lefèbre. Ein geschlossener Algorithmus soll stattdessen nachvollziehbare Ergebnisse hervorbringen.
Vor der Gründung war Lefèbre unter anderem ÖVP-Pressesprecher ehe er 2017 bis 2019 die Position des Pressesprechers im Justiz- und später im Finanzministerium übernahm. Anschließend war er in diversen Positionen für Montana Tech Components des Investors Michael Tojner, sowie den Batteriehersteller Varta tätig. Bis heute vertritt er zudem die von Tojner mitgegründete eXplore!-Initiative. Außerdem fiel Lefébre in der Vergangenheit beim brutkasten mit seinem Corona-Test-Startup auf.
Co-Location und Expansionspläne
Vertrieben wird BESS Invest im Lizenzmodell mit drei Paketstufen, wahlweise als Monatslizenz oder als Berechnungskontingent im 50er-Block. Bislang modelliert die Software den reinen Speicherbetrieb. Als nächsten Schritt will das Team die Integration von Co-Location-Projekten und Industrieanwendungen angehen. Außerdem plant Lefèbre die Expansion nach Deutschland und perspektivisch in Richtung Südosteuropa.
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