10.07.2025
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Speedinvest holt Ex-Samsung-Präsident Young Sohn als Chairman

Mit Young Sohn als Vorsitzendem des Aufsichtsrats möchte sich Speedinvest künftig global aufstellen. Unter anderem sieht das Unternehmen zusätzliche Wachstumschancen in Afrika, Asien und dem Nahen Osten.
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Young Sohn | (c) Speedinvest

Speedinvest hat seinen Aufsichtsrat um eine international erfahrene Führungspersönlichkeit erweitert: Young Sohn, ehemaliger Präsident von Samsung Electronics, übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrats, wie Speedinvest am Donnerstag in einem Blog-Post bekannt gab. Der Wiener Frühphasen-VC möchte mit der Ernennung vor allem seine globale Reichweite ausbauen und europäischen Tech-Gründungen schnelleren Zugang zu Märkten in den USA und Asien eröffnen.

„In den letzten fünfzehn Jahren hat Speedinvest sich als wirklich paneuropäische Plattform für Frühphasen­investments etabliert und bereits begonnen, seine Präsenz im Nahen Osten und in Afrika auszuweiten. Jetzt, mit Young als Chairman, sind wir bereit, das Unternehmen auf die nächste globale Ebene zu heben“, erklärt CEO und Managing Partner Oliver Holle.

Young Sohns Silicon Valley Background

Sohn bringt mehr als vier Jahrzehnte Technologie- und Investmenterfahrung mit. Laut Speedinvest hat er über 600 Investitionen begleitet und 139 Börsengänge in Marktführern wie Zoom und Graphcore verantwortet. Künftig soll er seine Rolle als Founding Managing Partner von Walden Catalyst Ventures fortführen und dabei gezielt Schnittstellen zu Speedinvest schaffen.

Im Blog-Post beschreibt Speedinvest das Marktumfeld als „Tornado“ aus Technologie­beschleunigung, Handelsrestriktionen und geopolitischer Unsicherheit. „Alles drehte sich früher um die USA. Jetzt, glaube ich, werden wir eine viel flachere Welt sehen, in der Länder wie Korea, Japan und Europa stärker daran arbeiten, den Fluss von Technologie und Handel zu verbessern – nicht nur den kulturellen Austausch“, betont er.

Fokus auf „Money Velocity“

Neben globaler Vernetzung will Sohn die Skalierungsfähigkeit europäischer Startups stärken: „Gründen ist nicht so schwer. Aber Skalieren ist sehr schwierig. In den USA gibt es ähnlich viele Startups wie in Europa, aber deutlich mehr Scaleups.“ Zur Schließung dieser Lücke setzt er auf erhöhte „Money Velocity“ – also schnellere Re-Investitionen nach erfolgreichen Exits.

Holle sieht zusätzliche Wachstumschancen jenseits des Kontinents: „Wir sehen echte Möglichkeiten in Afrika, Asien und dem Nahen Osten. Unsere Wurzeln in Europa versetzen uns in die perfekte Position, diese Brücken zu bauen.“

Sohn kennt das Speedinvest-Team seit fast einem Jahrzehnt und hat bereits während seiner Zeit bei Samsung in einzelne Portfolio­unternehmen investiert – die neue Rolle soll diese Zusammenarbeit nun institutionalisieren. Sohn soll sein globales Netzwerk einsetzen, um Speedinvest-Portfoliounternehmen bei Partnerschaften, Kapitalrunden und Markteintritten zu unterstützen.

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17.06.2026

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Pröll, Länderbericht, Digital
© BKA/Regina Aigner - Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

Der kürzlich veröffentlichte 4. Länderbericht zur Digitalen Dekade der Europäischen Union zeigt Österreichs Fortschritte bei der digitalen Transformation. Besonders stark schneidet die Republik bei digitalen Verwaltungsservices ab: Im eGovernment Benchmark 2026 erreicht Österreich mit 85,5 Punkten Platz sechs unter den EU-Mitgliedstaaten und liegt damit über dem EU-Schnitt von 76,6 Punkten.

Ziel Top 3

Weitere Stärken zeigt der Bericht bei der mobilen Benutzerfreundlichkeit digitaler Services, den digitalen Grundkompetenzen, der Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Unternehmen sowie bei der Quantentechnologie.

„Wir nähern uns unserem Ziel, unter die Top 3 in der EU zu kommen. Der EU-Länderbericht zeigt klar: Österreichs digitale Transformation nimmt stetig an Tempo zu. Platz 6 im eGovernment Benchmark und Platz 1 bei der mobilen Benutzerfreundlichkeit digitaler Verwaltungsservices bestätigen den eingeschlagenen Weg. Unsere Anstrengungen rund um die ID Austria, digitale Kompetenzen und Public AI zeigen Wirkung. Das Motto lautet: digitale Verwaltung muss für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen einfacher, schneller und alltagstauglicher werden“, sagt Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

Verbesserung digitaler Grundkompetenzen

Österreich erreicht im europäischen Vergleich Platz 1 bei der Benutzerfreundlichkeit digitaler Verwaltungsleistungen auf Mobilgeräten – gemeinsam mit Luxemburg und Malta. Grundlage dafür sei ein starkes eID-Ökosystem. Die Weiterentwicklung und breitere Nutzung der ID Austria trügen dazu bei, digitale Amtswege einfacher und mobil besser nutzbar zu machen, heißt es.

Auch bei den digitalen Grundkompetenzen verbessert sich Österreich weiter und steigt von Platz 8 auf Platz 7 im europäischen Vergleich. 69,8 Prozent der Bevölkerung verfügen demnach über zumindest grundlegende digitale Fähigkeiten. Damit liegt Österreich über dem EU-Durchschnitt von 60,4 Prozent. Frauen liegen in Österreich mit 70,75 Prozent vor Männern mit 68,79 Prozent und damit entgegen dem EU-Trend.

KI-Nutzung steigt

Eine positive Entwicklung zeigt sich auch bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Unternehmen. Zwischen 2023 und 2025 ist der Anteil der österreichischen Unternehmen, die KI einsetzen, von 10,79 Prozent auf 29,95 Prozent gestiegen. Österreich liegt damit im DESI 2026 (Anm.: Index für digitale Wirtschaft der EU) auf Platz 7 von 27 Mitgliedstaaten – der EU-Schnitt beträgt 19,95 Prozent. Bei Großunternehmen nutzen bereits 68,26 Prozent KI. Auch bei der erstmals erhobenen KI-Nutzung durch Bürgerinnen und Bürger liegt Österreich mit 39,42 Prozent über dem EU-Durchschnitt von 32,66 Prozent.

Der Bericht hebt auch Österreichs starke Position in der Quantentechnologie hervor. Österreich gilt insbesondere rund um Wien und Innsbruck als europäischer Vorreiter in der Quantenforschung. Die Initiative Quantum Austria wird mit 107 Millionen Euro aus der Recovery and Resilience Facility finanziert und stärke damit gezielt Forschung, Technologieentwicklung und Standortkompetenz.

Auch Aufholbedarf

Neben den Verbesserungen zeigt der Bericht gleichzeitig weiteren Aufholbedarf, insbesondere beim Ausbau der Glasfaserinfrastruktur, der Nutzung von Cloud- und Datenanalyse-Lösungen durch Unternehmen sowie der Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen.

„Der Bericht ist Rückenwind und Arbeitsauftrag zugleich. Österreich ist in vielen Bereichen stark unterwegs, aber wir dürfen uns darauf nicht ausruhen. Gerade bei Glasfaser, Cloud, Datenmanagement und KMU-Digitalisierung müssen wir schneller werden“, betont Pröll abschließend.


Hintergrund: Digitale Dekade der EU

Mit der Digitalen Dekade hat sich die Europäische Union ambitionierte Ziele bis 2030 gesetzt. Dazu zählt unter anderem der Ausbau digitaler Kompetenzen, moderne digitale Infrastrukturen, leistungsfähige digitale Verwaltungsservices, digitale Identitäten sowie die Stärkung der digitalen Transformation von Unternehmen. Der Länderbericht bewertet jährlich die Fortschritte der Mitgliedstaaten anhand definierter Ziele und Indikatoren.

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