25.02.2020

Speedinvest 3: Closing mit 190 Millionen Euro übertrifft Zielbetrag

Der Risikokapitalfonds Speedinvest sammelt 190 Millionen Euro für Speedinvest 3 ein und übertrifft somit den ausgerufen Zielbetrag von 175 Millionen Euro.
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Speedinvest: Oliver Holle
(c) Speedinvest: Oliver Holle

Speedinvest hat weitere 190 Millionen Euro an Kapital für seinen neuen Fonds Speedinvest 3 aufgenommen. Das hat der VC-Fonds am Dienstagvormittag mitgeteilt. Damit wurde der ausgerufene Zielbetrag von 175 Millionen Euro übertroffen.

Das ursprüngliche Ziel ist laut Speedinvest damit vorzeitig übertroffen worden. Mit dem neu aufgelegten Fonds erhöht sich das von Speedinvest verwaltete Fondsvolumen auf mehr als 400 Millionen Euro. Der endgültige Zeichnungsschluss wird im zweiten Quartal 2020 erfolgen.

Wie es in einer Aussendung heißt, sind alle bisherigen Großinvestoren wieder in Speedinvest 3 investiert – inklusive dem US-Investor NEA, eine der größten Risikokapitalgesellschaften der Welt. Zu den Hauptinvestoren zum Zeichnungsschluss zählen wieder der Europäische Investitionsfonds EIF und die Erste Group.

+++ zum Fokus-Channel: Finance +++

Speedinvest CEO Oliver Holle im Video-Talk zum Closing

190 Millionen Euro für Speedinvest 3 | Oliver Holle im Interview

190 Millionen Euro für den Fonds Speedinvest 3. Wir sprechen mit CEO Oliver Holle über das Fundraising und Pläne mit dem Fonds.

Gepostet von DerBrutkasten am Donnerstag, 27. Februar 2020

100 Millionen Euro für Folgefinanzierungen

Rund 100 Millionen Euro an Kapital sind für Folgefinanzierungen reserviert. Damit wird laut Speedinvest eine große Lücke geschlossen, die bislang in Österreich und anderen europäischen Ländern bei der Anschlussfinanzierung für Frühphasen-Startups bestanden hat.

Der neue Fonds Speedinvest 3 wird in europäische Frühphasen-Startups aus den Bereichen Fintech, Deep Tech (Universitäts-Spinoffs), digitale Marktplätze, Industrie 4.0, digitale Gesundheit und Consumer Tech (digitaler Direktvertrieb) investieren.

Geldgeber und Partner

Rund 60 Experten sollen künftig Startups bei Wachstum und Internationalisierung unterstützen. Derzeit verfügt Speedinvest über 40 Investmentprofis, die in fünf branchenspezifischen Investment-Teams zusammenarbeiten, sowie über 20 operative Experten, die Portfolio-Unternehmen mit HR-Services, bei Marketing und Geschäftsentwicklung, sowie auch über den Standort im Silicon Valley  bei der Expansion in die USA unterstützen.

Zudem werden von fünf europäischen Standorten aus Erstinvestments in Höhe von 50.000 bis 1,5 Millionen Euro getätigt. Pro Investment kann der VC-Fonds maximal bis zu zehn Millionen nach investieren.

Das aktuelle Portfolio von Speedinvest

Das aktuelle Portfolio von Speedinvest umfasst europäischen Technologieunternehmen wie Wefox (235 Mio. Euro Series B), TIER Mobility (55 Mio. Euro Series B) und Curve (50 Mio. Euro Series B) sowie Startups wie Coachhub, TWAICE, Billie, Inkitt und Luko. Speedinvest ist zudem bei zahlreichen Startups aus Österreich beteiligt, dazu zählen beispielsweise Adverity, Tourradar oder Bitmovin.

Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer von aws, der Förderbank der Republik Österreich hebt den Stellenwert für das heimische Startup-Ökosystem hervor: „Um wachstumsstarke Startups in Österreich zu unterstützen braucht es ausreichend Risikokapital. Speedinvest hat sich hier zu einem wichtigen Player für das heimische Startup-Ökosystem entwickelt. Wir kennen Speedinvest bereits von der ersten Stunde an und freuen uns, auch beim dritten Fonds dabei zu sein, um den Standort gemeinsam weiterzuentwickeln.“

Erstes Statement von Oliver Holle

Oliver Holle, CEO des VC-Fonds, kommentiert das Closing in einem ersten Statement wie folgt: „Wir haben aus Österreich heraus einen der führenden Frühphasen-Investoren Europas geschaffen, nicht zuletzt, weil wir uns 100 Prozent auf die Bedürfnisse der Gründer fokussieren. Dafür stehe ich gerade, als jemand, der selbst als Gründer durch alle Höhen und Tiefen des Startup Lebens gegangen ist. Unser internationales Team bietet Zugang zu unmittelbar relevantem Know-How und einem einzigartigen Netzwerk, egal ob in Berlin, London, Paris oder San Francisco. So wollen wir den ambitioniertesten österreichischen Gründerinnen und Gründern eine globale Bühne bieten. Dieser kompromisslose Orientierung an den Besten der Besten ist unser Beitrag für die österreichische Startup Szene, nur so können wir als Ökosystem wachsen:“


=> zur Page des VCs

Videoarchiv: Oliver Holle im Interview

Live mit Speedinvest-Gründer Oliver Holle über den 175 Mio. Euro Fonds Speedinvest 3 und den Status Quo des größten Seed VCs Mitteleuropas.

Gepostet von DerBrutkasten am Donnerstag, 21. Februar 2019

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Die diesjährigen Nominierten des "Innovator of the Year" in der Kategorie Startups. | © brutkasten

Ein weiteres spannendes Jahr in der heimischen Startup-Welt geht in die finale Phase. Während das tiefe Tal beim Investmentvolumen endlich überwunden ist, sorgen die weiterhin angespannte gesamtwirtschaftliche Lage und immer neue geopolitische Zerwürfnisse nach wie vor für Herausforderungen.

Einige Startups müssen sich geschlagen geben, andere schlagen sich durch und manche schlagen sich richtig gut. Mit Ausdauer, Umsetzungswillen und einzigartigen Innovationen haben auch dieses Jahr viele junge Unternehmen großes geschafft.

Zehn davon holen wir als Nominierte für den Innovator of the Year in der Kategorie Startups vor den Vorhang. Der Preis wird heuer zum 6. Mal vergeben. Am 5. November findet die feierliche Award Ceremony im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum im Wiener Palais Berg statt. Neben der Kategorie Startups wird der Award dieses Jahr in den Kategorien Scaleups und Corporate Innovation vergeben. Als Preis in allen drei Kategorien winkt jeweils ein brutkasten-Medienpaket im Wert von 4.100 Euro.


Die „Innovator of the Year“-Kategorie Startups wird durch die Österreichische Notariatskammer unterstützt.


Publikumsvoting zum Innovator of the Year | Kategorie „Startups“

Nun ist, wie jedes Jahr, deine Stimme gefragt. Bis zum 1. November (23:59 Uhr) kannst du für deine:n Favorit:in abstimmen! Jede:r User:in hat pro Tag und Kategorie genau eine Stimme – es lohnt sich also, die eigene Community zu aktivieren.

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Ablatic AI

Die Ablatic-AI-Gründer vl. Florian Zimmermann (CEO) und Julian Mauerkirchner (CTO) | (c) Ablatic AI
Die Ablatic-AI-Gründer vl. Florian Zimmermann (CEO) und Julian Mauerkirchner (CTO) | © Ablatic AI

Aktuell schießen sehr viele KI-Startups aus dem Boden. Doch nur ein winziger Bruchteil davon baut ein eigenes KI-Modell. Ablatic AI aus Linz ist eines davon. Im September ging es mit seinem Large Language Model Talos an den Start, das in mehreren Benchmark-Tests mit der Weltklasse mitspielt. In einer Kategorie übertraf man sogar OpenAIs Flagship-Modell GPT-5.6 Sol. Das gelang mit einem kleinen Team und bislang ohne VC-Kapital. Trainiert wird das Modell in der AI Factory Austria AI:AT im Rahmen des EuroHPC-Programms.

Aitiologic

Die Aitiologic-Gründer (vlnr.): Andreas Posch, Stephan Beisken und Achim Plum | (c) Aitiologic
Die Aitiologic-Gründer (v.l.n.r.): Andreas Posch, Stephan Beisken und Achim Plum | © Aitiologic

Andreas Posch, Stephan Beisken und Achim Plum, die Gründer von Aitiologic, holten heuer 6,4 Mio. Euro in einer Seed-Runde, angeführt von den Healthcare-Investoren Heal Capital und Ananda Impact Ventures. Aitiologic entwickelt die Plattform „Aitios“, die zellfreie DNA im Blut untersucht und die Daten mit KI auswertet. Die Technologie geht auf die Forschung von Gründer und CEO Andreas Posch bei Siemens Healthineers zurück und wurde vom Startup exklusiv lizenziert. Zudem holte man Gordon Sanghera, den Mitgründer des britischen DNA-Sequenzierungs-Spinoffs Oxford Nanopore Technologies, an Bord. Er führte es 21 Jahre lang als CEO, bis zum Börsengang in London.

Diamens

Diamens
Das Team von Diamens (v.l.n.r.): Clara Ganhör, Marlene Rezk-Füreder, Angelika Lackner, Peter Oppelt und Eva Scharnagl | © Diamens

Das HealthTech-Unternehmen aus Linz entwickelt einen nicht-invasiven Selbsttest zur Diagnose von Endometriose, der auf Menstruationsblut basiert und Frauen operative Eingriffe ersparen soll. Im März 2026 sicherte sich das Team rund um Clara Ganhör ein sechsstelliges Investment, um die Produktentwicklung und wichtige klinische Tests weiter voranzutreiben. Das Jahr 2026 war zudem für Diamens besonders erfolgreich, da das Spinoff den S&B Award sowie den Edison-Preis in Oberösterreich gewann. Hinzu kam eine Nominierung für den EY-Scaleup Award in der Kategorie BioTech und Spin-off.

Iono Robotics

Ümit Bas, Gründer von Iono Robotics | © Iono Robotics

Das Linzer Deep-Tech-Startup Iono Robotics von Gründer und CEO Ümit Bas hat heuer in der Tabakfabrik Linz seinen humanoiden Roboter „Workmate“ erstmals öffentlich präsentiert. Das System soll in knapp zwei Jahren in Serienproduktion gehen und ist speziell für den industriellen Einsatz konzipiert. Erste Pilotkund:innen sind bereits an Bord. Gedacht ist „Workmate“, wie der Name nahelegt, als Unterstützung in Arbeitsumgebungen, konkret in Branchen wie Industrie, Logistik, Handel und Service. Punkten soll er dabei unter anderem mit einer im Kopf integrierten Drohne, die aus der Luft die Umgebung noch besser erfassen kann.

REPS

Das REPS-Team mit CEO Alfons Huber (r.), COO Laura Wiedmann (5. v.l) und CTO Sai Kumar Konduru (4. v.l.) | © Patrick Lux

Das Tiroler Startup REPS von Gründer Alfons Huber macht Straßen zu Kraftwerken: Sein Road Energy Production System wandelt die Bremsenergie von Lkw über Platten in der Fahrbahn in Strom um. Seit November 2025 läuft die erste kommerzielle Anlage im Hamburger Hafen, über 115.000 Lkw haben dort in sechs Monaten rund 6.700 Kilowattstunden erzeugt. Im Mai holte sich REPS 23,6 Millionen US-Dollar mit einem britischen VC-Fonds im Lead, nur acht Monate nach dem 1,3-Millionen-Seed. Mit dem Kapital will das Unternehmen aus Mils, an dem auch Elisabeth Köstinger beteiligt ist, international ausrollen. Über 90 Interessenten aus der Hafen- und Logistikbranche stehen laut eigenen Angaben in Gesprächen.

R-Space Technologies

Das R-Space Team mit den Gründern (1. Reihe v.l. Christof Obertscheider, Carsten Scharlemann und Wolfgang Treberspurg) | © R-Space

Viele Raumfahrt-Startups scheitern daran, dass sie ihre Technologien vor dem Markteintritt nie im All testen können. R-Space, mit Sitz am Flughafen Wien-Schwechat, will diese Hürde abbauen und bietet mit ihrem eigens entwickelten Satelliten In-Orbit-Tests als Rundum-Service an. Das Ziel: Firmen innerhalb von nur sechs Monaten ins All zu bringen. Ende 2026 soll die erste Mission an Bord einer Rakete des deutschen Herstellers Isar Aerospace mit Technologien von drei Partnerunternehmen starten. Das 2021 gegründete Unternehmen will damit die Weichen für die nächste Generation europäischer Raumfahrt stellen; die nächsten drei Satelliten sind laut eigenen Angaben bereits in Vorbereitung.

Straion

Straion
(v.l.) Fabian Friedl, Lukas Holzer, und Katrin Freihofner von Straion | © Straion

Der KI-Boom bringt eine neue Geschwindigkeit mit sich. Auch für etablierte Unternehmen führt daher kein Weg an KI-generiertem Code vorbei. Dieser birgt aber bekanntlich (noch) erhebliche Risiken. Das Linzer Startup Straion nimmt sich des Problems an und sorgt mit seiner Anwendung dafür, dass der KI-generierte Code interne Standards, Sicherheitsanforderungen und Architekturvorgaben von Unternehmen erfüllt. Damit konnte sich das Startup dieses Jahr auch ein 1,1-Mio.-Euro-Investment sichern.

Tumbleweed

Das Tumbleweed-Team | © Tumbleweed

Das Wiener Space-Tech-Startup Tumbleweed hat dieses Jahr bewiesen, dass der Zugang zum Weltall in Rekordgeschwindigkeit möglich ist: Die Hardware für die erste Orbit-Mission „Oasis Alpha“ wurde in unter neun Monaten fertiggestellt und war laut eigenen Angaben bereits frühzeitig ausgebucht. Am 7. Juli 2026 feierte das Unternehmen einen weiteren Meilenstein, als der Satellit im Rahmen einer SpaceX Transporter-17-Mission erfolgreich in eine erdnahe Umlaufbahn gebracht wurde.

Turn-Motion

Die Turn-Motion-Gründer v.l. Chien-hua Huang, Georg Popp und Manuel Lachmayr | (c) Stefan Fuertbauer
Die Turn-Motion-Gründer v.l. Chien-hua Huang, Georg Popp und Manuel Lachmayr | © Stefan Fuertbauer

Das Wiener Startup Turn-Motion von Georg Popp, Chien-hua Huang und Manuel Lachmayr fertigt maßgeschneiderte Orthesen mit KI und 3D-Druck, bis zu 15 Stück in der Zeit, die bisher für eine einzige gebraucht wurde. Die Gründungsgeschichte ist persönlich: Popp erkrankte als Kind an Polio und sollte laut Prognose den Rollstuhl kaum verlassen können. Heuer holte sich das Startup sein erstes privates Kapital, und das mit Signalwirkung: Noctua Science Ventures, der Spinoff-Fonds von Speedinvest und TU Wien, führte die Pre-Seed-Runde an, sein erstes bekanntes Investment überhaupt. Mit dabei sind das Wiener Tech-Scaleup Squer und drei Business Angels.

zone14

Tobias Gahleitner, Lukas Grömer und Simon Schmiderer (v.l.n.r.) von zone14 | © zone14

Das Wiener Startup zone14 von Simon Schmiderer, Tobias Gahleitner und Lukas Grömer baute sein Engagement im heimischen Fußball aus und schloss heuer eine Partnerschaft mit dem Wiener Sport-Club. Das Team will mit seiner Technologie Video- und Performance-Analysen im Fußball breiter zugänglich machen und konnte neben dem Hernalser Kultklub auch Ex-ÖFB-Kapitän Marc Janko als strategischen Investor für sich gewinnen. Die Technologie des Startups ist in über zehn Ländern verfügbar: Mehr als 200 Systeme sind global im Einsatz – von flächendeckenden Ausstattungen ganzer Ligen wie der ersten Profiliga Zyperns bis hin zu Traditionsvereinen wie dem SK Rapid, dem FK Austria Wien und dem SV Darmstadt 98.

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AI Summaries

Speedinvest 3: Closing mit 190 Millionen Euro übertrifft Zielbetrag

Das hat der VC-Fonds am Dienstagvormittag mitgeteilt. Zu den Hauptinvestoren zum Zeichnungsschluss zählen wieder der Europäische Investitionsfonds EIF und die Erste Group. Derzeit verfügt Speedinvest über 40 Investmentprofis, die in fünf branchenspezifischen Investment-Teams zusammenarbeiten, sowie über 20 operative Experten, die Portfolio-Unternehmen mit HR-Services, bei Marketing und Geschäftsentwicklung, sowie auch über den Standort im Silicon Valley  bei der Expansion in die USA unterstützen. Zudem werden von fünf europäischen Standorten aus Erstinvestments in Höhe von 50.000 bis 1,5 Millionen Euro getätigt. Das aktuelle Portfolio von Speedinvest umfasst europäischen Technologieunternehmen wie Wefox, TIER Mobility und Curve sowie Startups wie Coachhub, TWAICE, Billie, Inkitt und Luko.

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