15.09.2025
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Soul X Coffee: Wiener Kaffeestationen-Startup mit Alternative zu herkömmlichen Automaten

Das Wiener Startup Soul X Coffee betreibt drei Jahre nach seiner Gründung ein Netzwerk von Selbstbedienungs-Kaffeestationen in mehreren europäischen Ländern. Jede Station nimmt nur einen Quadratmeter ein und bietet Specialty-Kaffee, Milchalternativen und weitere Heißgetränke an. Mit einem Franchise-Modell sollen Partner das Geschäft Schritt für Schritt erlernen und betreiben können.
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Soul X Coffee
© Soul X Coffee - (v.l.) Roman Nikitin, Anastasiia Nikitina und Ilya Sovtsov von Soul X Coffee.

Das Wiener Startup Soul X Coffee wurde 2022 ohne Fremdfinanzierung oder staatliche Unterstützung gegründet und hat sich von einer ersten Idee zu einem Netzwerk von 70 Selbstbedienungs-Kaffeestationen in ganz Europa entwickelt. Das junge Team rund um Anastasiia Nikitina, Roman Nikitin und Ilya Sovtsov hat die Sparte „Selbstbedienungskaffee“ neu gedacht und kann jetzt auf 21.000 verkaufte Kaffeebecher pro Monat blicken (nach eigenen Angaben ein Anstieg der Stationsverkäufe um 80 Prozent pro Jahr). Von 25 verkauften Stationen im Jahr 2024 erwarten sie bis Ende 2025 ein Ausbau auf 45 Stationen.

Soul X Coffee: Geschäftsmodell mit einem Quadratmeter

Das Gründer:innen-Trio von Soul X Coffee stellte fest, dass „Specialtycoffee“ in Europa zunehmend teurer wurde. „Gleichzeitig hatten viele Menschen bereits einen Geschmack für hochwertigen Kaffee entwickelt – und wollten nicht zu schlechten Vending-Automaten zurückkehren“, heißt es per Aussendung.

Das Startup aus Wien serviert daher Specialty-Bohnen, frische Milch, Hafermilch-Alternativen, Matcha, Chai Latte und heiße Schokolade; in „modernen Stationen, die auf jeden Standort zugeschnitten sind“. Oder wie es per Website heißt: „Die Besonderheit der Selbstbedienungs-Kaffeestation Soul x Coffee besteht darin, dass dieses Geschäftsmodell nur einen Quadratmeter Platz einnimmt und gleichzeitig die Qualität eines Barista zum Preis von Kaffee aus einem Automaten beibehält“.

„Große Lücke gesehen“

Neben dem Verkauf von Kaffee sieht sich das Team in diesem Sinne auch als Exempel, wie man ein Kaffee-Business führt. Viele angehende Unternehmer in Europa würden an hohen Kosten, Risiken, Abhängigkeit von Arbeitnehmern und Komplexität scheitern. Mit dem Franchise-Modell möchte Soul X Coffee die Einstiegshürden senken: Partner können eine Station betreiben, das Geschäft erlernen und Schritt für Schritt wachsen, so der Claim.

„Wir haben eine große Lücke im europäischen Markt gesehen: Menschen wollen Unternehmen gründen, haben aber Angst vor Misserfolg oder großen Verlusten“, erklären die Gründer:innen. „Wir haben eine Möglichkeit geschaffen, bei der sich jeder als Unternehmer ausprobieren kann – mit Begleitung, Schulung, echtem Einkommen – und ohne das Risiko, ein traditionelles Café zu eröffnen.“

Aktuell ist Soul X Coffee in Österreich, Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Lettland und den Niederlanden vertreten; der Start in Luxemburg und Spanien sei bereits gesichert.

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ESNA Operations Director Linda Capusa © ESNA

Um Europa im globalen Wettbewerb zu stärken, wurde 2021, auf Basis von mittlerweile 28 Staaten, die Europe Startup Nations Alliance (ESNA) gegründet. Ihr Ziel ist es, die nationalen Rahmenbedingungen für Gründer:innen durch acht vordefinierte Standards wie „Access to Finance“, „Social Inclusion, Diversity and Protecting Democratic Values“ oder „Attracting and Retaining Talent“ zu harmonisieren. Der jährliche „Startup Nations Standard Report“ dient dabei nicht als klassisches Ranking, sondern als Benchmarking-Instrument. „Wir arbeiten eng mit allen Ländern zusammen, verifizieren Daten und betreiben intensive Recherche“, erklärt Linda Capusa, Operations Director bei ESNA im brutkasten-Interview den kollaborativen Prozess hinter dem Bericht.

Österreichs Trumpfkarte: Die Talentakquise

Mit einem Gesamtwert von 67 Prozent bewegt sich Österreich nahe am europäischen Mittelwert. Besonders beeindruckend schneidet das Land beim Thema Talentakquise ab: Mit einer Bewertung von 88 Prozent liegt Österreich klar über dem EU-Schnitt. Linda Capusa hebt hierbei vor allem die beschleunigten Visaverfahren für Gründer:innen und Fachkräfte hervor, die idealerweise weniger als einen Monat dauern sollten.

„Eine Gründerin kann die beste Idee haben, aber ohne das richtige Talent ist es schwer, das Unternehmen zu skalieren und die Idee umzusetzen“, betont sie im Gespräch. Auch Initiativen zur Rückholung von Talenten nach Österreich sowie Fortschritte bei Mitarbeiterkapitalbeteiligungen (Stock Options) fielen bei der Bewertung laut Capusa positiv ins Gewicht.

Baustellen bei Bürokratie und Frühphasenkapital

Dennoch bleibt beträchtliche Luft nach oben, insbesondere bei der Startup-Regulierung und der Digitalisierung öffentlicher Dienste. Ein konkretes Manko sieht die ESNA-Managerin beim Kapitalzugang. Im Interview betont sie, dass Österreich derzeit keine Steuerbefreiungen für Business Angels anbiete, was sie jedoch als essentiellen Hebel für die wichtige Frühphasenfinanzierung wahrnimmt.

Europa auf dem Weg zum gemeinsamen Markt

Blickt man auf den gesamten Kontinent, zeigt sich ein positiver Makrotrend: Das durchschnittliche Umsetzungsniveau von empfohlenen Maßnahmen sprang signifikant von 61 auf 70 Prozent. Treiber sind laut Capusa europaweit die schnelle, kostengünstige digitale Unternehmensgründung sowie der Ausbau öffentlicher Finanzierungen.

„Regierungen werden sich zunehmend bewusst, dass Startups andere politische Rahmenbedingungen benötigen als traditionelle Unternehmen und welchen positiven wirtschaftlichen Einfluss sie bringen“, erklärt Capusa. Am schwersten tun sich die Staaten weiterhin mit regulatorischen Innovationen, wenngleich sich auch hier Verbesserungen abzeichnen.

„EU Inc“ als Hebel gegen die Marktfragmentierung

Um die Zersplitterung der nationalen Märkte endgültig zu überwinden, setzt Capusa große Hoffnung in die europäische Initiative „EU Inc“. Der Vorschlag für ein einheitliches europäisches Gesellschaftsrecht wird von der Allianz voll unterstützt. „Es würde die Fragmentierung aufheben, den Markteintritt beschleunigen und das Skalieren erleichtern“, betont die Operations Director. „Wir konkurrieren nicht innerhalb Europas, sondern als Kontinent“, fügt sie abschließend hinzu.

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