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Der Plan des Münchner Startups Sono Motors, mit dem „Sion“ ein E-Auto zu bauen, das sich über Solarpanele am Dach teilweise selbst lädt, sorgte in den vergangenen Jahren für viel Aufmerksamkeit. Auch zahlreiche potenzielle Kund:innen konnten überzeugt werden. Rund 21.000 davon leisteten gemeinsam insgesamt 42 Millionen Euro Anzahlung, also im Durschnitt 2.000 Euro pro Kund:in, und sorgten damit für einen wichtigen Teil der Finanzierung des Projekts. Dem Startup ging dennoch das Geld aus, bevor die kostspielige Produktion auf den Boden gebracht werden konnte. Nun meldete es Insolvenz an.
Börsen-Euphorie für Sono Motors währte nicht lange
Davor lag eine ganze Reihe mehr oder weniger geglückter Finanzierungsversuche. 2021 ging Sono Motors in den USA an die Börse und wurde im Nasdaq gelistet. Das schwemmte initial viel Kapital herein. Doch nach einer anfänglichen Euphorie, die den Kurs in die Höhe schnellen ließ, folgte in den Folgemonaten der Absturz der Aktie. Zuletzt wollte das Startup über private Investoren genug Geld hereinholen, um das Projekt fortzuführen. Das scheiterte jedoch.
„Schutzschirmverfahren“ in der Insolvenz dürfte Anzahlungen nicht retten
Im Februar dieses Jahrs folgte das offizielle Ende des Projekts „Sion“. Noch immer wollte man die 42 Millionen Euro Kundengelder hereinholen und fortan mit dem zweiten Geschäftsmodell, der Installation von Solarpanälen auf E-Autos anderer Anbieter, weitermachen. Mit der Insolvenz ist auch dieser Plan gescheitert. Sono Motors versucht nun über ein sogenanntes „Schutzschirmverfahren“ noch Geld für die Kund:innen herauszuholen und sich zu sanieren. Expert:innen sehen aber gegenüber dem deutschen Handelsblatt wenig Chance, dass viel für jene 21.000 Kund:innen überbleibt, die eine Anzahlung geleistet haben.





