26.02.2021

Solgate: IST cube investiert in BioTech-Spinoff

Solgate ist aus einem Forschungsprojekt von CeMM und IST Austria entstanden und entwickelt Medikamente auf Basis spezieller Proteine.
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Solgate-Gründer (v.l.n.r.): Georg Winter, Stefan Kubicek, Ariel Bensimon, Giulio Superti-Furga, Gaia Novarino. Foto © Thomas Zauner/IST Austria
Solgate-Gründer (v.l.n.r.): Georg Winter, Stefan Kubicek, Ariel Bensimon, Giulio Superti-Furga, Gaia Novarino. Foto © Thomas Zauner/IST Austria

Neurologischen Erkrankungen, Krebs und Stoffwechselerkrankungen – in diesen Bereichen will Solgate mit seinen Medikamenten zukünftig neue Therapien ermöglichen. Dazu nutzt das Spinoff von CeMM (Center for Molecular Medicine der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) und IST Austria (Institute of Science and Technology Austria) eine laut Unternehmen „bedeutende, jedoch bislang weitgehend ungenutzte“ Klasse von Proteinen: sogenannten Solute Carriers – die größte Familie innerhalb der Transportproteine.

„Solute Carriers sind hochinteressante therapeutische Targets. Sie haben das Potenzial, echte Durchbrüche in der Therapie von schwer behandelbaren Krankheiten zu ermöglichen“, meint CEO und Co-Founder Ariel Bensimon. Er hat das Startup gemeinsam mit Georg Winter, Stefan Kubicek, Gaia Novarino und Giulio Superti-Furga 2020 gegründet. Letzterer ist Direktor des CeMM.

Solgate: IST Cube investiert in CeMM und IST-Spinoff

Nun gab Solgate bekannt, eine Investment-Runde abgeschlossen zu haben. Ein nicht genannter Betrag kam vom auf heimische Spinoffs fokussierten Fonds IST cube und „privaten Investoren“. „Solgate ist ein großartiges Beispiel für das Potenzial interdisziplinärer Gründerteams aus zwei hervorragenden wissenschaftlichen Institutionen“, kommentiert Alexander Schwartz, Partner bei IST cube. Giulio Superti-Furga merkt dazu an: „Solgate ist das erste Startup aus einer Kooperation zwischen CeMM und IST Austria, und bereits das sechste Startup, das basierend auf Erfindungen und Know-How des CeMM entstanden ist“.

IST cube hat erst kürzlich seinen zweiten Fonds mit einem Volumen von 40 Millionen Euro präsentiert. Damit sollen die Früphasen-Investments in Startups mit akademischem Hintergrund und junge High-Tech-Unternehmen weiter verstärkt werden. Der erste Fonds hatte eine Volumen von fünf Millionen Euro gehabt und in insgesamt acht Unternehmen investiert. Für den zweiten wurden EU (EIF), Land Niederösterreich, Bund (aws) und rund 20 private Investoren als Geldgeber gewonnen.

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calliora
© calliora - Frederik Träuble und Jonas Wildberger.

Das Münchner Startup calliora von Frederik Träuble und Jonas Wildberger entwickelt eine KI-Plattform für Krankenhäuser, die den Verwaltungs- und Abrechnungsaufwand reduzieren und Erlöse besser absichern soll. Nach Angaben des Unternehmens begleitet die Software Behandlungsfälle von der Aufnahme bis zur Abrechnung und verknüpft dafür Informationen aus verschiedenen bestehenden Systemen.

calliora: Fokus auf Dokumentation und Abrechnung

Ein Schwerpunkt liegt auf Dokumentation und Abrechnung. Die Plattform unterstützt bei der Kodierung und prüft Fälle auf typische Prüfmuster des Medizinischen Dienstes. Zudem sollen abrechnungsrelevante Informationen frühzeitig erkannt und für die weitere Bearbeitung im Krankenhaus bereitgestellt werden. Für das Controlling bietet calliora eigene Auswertungen und Analysen an.

Hinter dem Produkt steht die Annahme, dass Informationen zu einem Behandlungsfall in Krankenhäusern über zahlreiche unterschiedliche Systeme und Prozesse verteilt sind. Fehlen Angaben oder werden sie nicht an der richtigen Stelle übernommen, kann dies zu zusätzlichem Bearbeitungsaufwand oder zu Problemen bei der Abrechnung führen. Calliora will diese Lücken durch eine zentrale, KI-gestützte Verarbeitung der vorhandenen Informationen verringern.

Bertelsmann und Angel-Investoren dabei

Nun hat das Münchner Startup eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über sechs Millionen US-Dollar abgeschlossen: „Unsere Pre-Seed-Runde wird von BHI – Bertelsmann Healthcare Investments und redalpine angeführt. Mit dabei sind Angel-Investoren aus Krankenhausmanagement und KI, darunter Dr. Ulrich Wandschneider (ehemaliger CEO von Asklepios und Mediclin AG), Sara Siegel (Global Health Sector Leader, Deloitte), Peter Sarlin (Postscriptum, NestAI, QuTwo & Silo AI) und Frank Hutter (Prior Labs)“, schreibt das Startup in einem LinkedIn-Post.

Die Plattform soll bereits bei der Aufnahme eines Falls unterstützen und prüfen können, ob eine Behandlung ambulant, stationär oder als Hybrid-DRG abzurechnen ist. Dabei dokumentiert sie die dafür maßgeblichen Gründe. Im weiteren Verlauf soll die Software fehlende Informationen, Fristen und mögliche nächste Schritte erkennen und das Klinikpersonal dort einbinden, wo eine menschliche Prüfung erforderlich ist.

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