05.02.2018

SolCube: Wiener base.energy startet Serienproduktion

Das Wiener Startup base.energy bietet mit seinem solarbetriebenen Stromgenerator SolCube eine grüne Alternative zum Dieselgenerator. Damit wurde auch bereits das Greenstart-Finale erreicht.
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SolCube base.energy
(c) base.energy: V.l.n.r: Simon Niederkircher (base.energy), Michael Brauner (consys), Ferdinand Mayr (base.energy), Johann Steindl (consys)

“Dieselaggregate stinken, sind laut und gefährlich. Solarbetriebene Generatoren wie SolCube erzeugen den Strom leise, sicher und ohne Abgase” sagt Simon Niederkircher, Co-Founder des Wiener Startups base.energy. Sein Produkt, der SolCube, ist ein kompakter Stromgenerator mit eingebauter Batterie und Steckdose. Er ist etwa so groß wie eine Bierkiste und wird mit herkömmlichen Solarmodulen aufgeladen. Damit habe man etwa im Wohnmobil oder im Schrebergarten Strom für bis zu 140 Stunden Licht, 40 Tassen Kaffee oder 14 Laptop-Ladungen, sagt Niederkirchner.

+++ Video: Greenstart Team base energy +++

Partnerschaft mit Wiener Unternehmen consys

Mit seinem solarbetriebenen Generator erreichte base.energy bereits das Finale des Wettbewerbs Greenstart im vergangenen Jahr. Wie nun verkündet wurde hat Anfang diesen Jahres die Sereinproduktion gestartet. Dafür wurde das Wiener Unternehmen Consys als Partner gewonnen. „Mit unserer Expertise konnten wir die Architektur und den Produktionsprozess von SolCube wesentlich verbessern. Nun wird der Generator kostengünstig produziert, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen“, sagt Michael Brauner, Geschäftsführer von consys.

Vertriebspartner für SolCube gesucht

Nun sei man auf der Suche nach Vertriebspartnern im In- und Ausland, heißt es von base.energy. Bis dahin wird der SolCube im Direktvertrieb verkauft. Interessenten können sich auch Geräte ausleihen, um sie zu testen. Im Marketing wird base.energy vorerst einen Fokus auf den Camping-Bereich legen, wie Niederkirchner dem Brutkasten vor einiger Zeit verriet. Dort sei das Interesse besonders groß. Dabei starte man mit dem DACH-Raum.

+++ Die Sieger des Wettbewerbs greenstart +++


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V.l.: Philipp von Lattorff, Johanna Pirker, Georg Kopetz und Dietrich Haubenberger bilden die Arbeitsgruppe
V.l.: Philipp von Lattorff, Johanna Pirker, Georg Kopetz und Dietrich Haubenberger bilden die Arbeitsgruppe "Science to Business" von Forwit | (c) Johannes Zinner

Die Verhandlungen zur gemeinsamen europäischen Gesellschaftsform EU Inc. bewegen sich langsam auf die Zielgerade zu. Mitsprache haben dabei nicht nur die EU-Kommission, die bereits im März ihren Entwurf vorlegte, und das EU-Parlament, das letztlich über das Regelwerk abstimmen wird, sondern auch der Rat der EU, also die Regierungen der Mitgliedstaaten. In der zweiten Reihe machen zudem einige mächtige Interessensvertretungen, etwa mehrere nationalstaatliche Notariatsverbände, ihren Einfluss geltend.

Eines zeichnet sich dabei bereits klar ab: Die Verhandlungen laufen auf einen Kompromiss hinaus, wie brutkasten bereits analysierte. Bereits der Kommissionsentwurf war eine im Vergleich zu den ursprünglichen Forderungen der im Startup-Umfeld formierten Initiative „EU-INC“ abgespeckte Version. Dass es in den Verhandlungen zu Abänderungen im Sinne der Initiative kommt, ist höchst unwahrscheinlich. Vielmehr stehen Streichungen zentraler Punkte im Raum, die für die Initiative zum Kern des Vorhabens zählen.

„Once in a generation-Chance für Österreich und Europa“

Diese adressiert nun auch die Arbeitsgruppe „Science to Business“ des österreichischen Rats für Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung (Forwit) in einem offenen Brief an mehrere österreichische Regierungsmitglieder. Der Arbeitsgruppe gehören TTTech-Gründer Georg Kopetz, Informatik-Professorin Johanna Pirker, Neurologe Dietrich Haubenberger und Philipp von Lattorff, Aufsichtsratsvorsitzender des Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna, an.

Die EU Inc. sei eine „once in a generation-Chance für Österreich und Europa“, heißt es im offenen Brief. Während die Bundesregierung mit der strategischen öffentlichen Beschaffung und der Errichtung eines Dachfonds bereits zwei „kritische Schwachstellen“ im Wissenstransfer in Österreich angehe, könne dies gemeinsam mit der EU mit der EU Inc. auch beim Thema Skalierung „schlagkräftig“ gelingen.

Regierung soll sich für zentrales Handelsregister und Mitarbeiter:innenbeteiligung einsetzen

Zwei aus Sicht von Forwit dafür maßgebliche Elemente der EU Inc., nämlich ein zentrales europäisches Handelsregister und eine standardisierte Mitarbeiter:innenbeteiligung, würden aber aktuell drohen, im Zuge der Verhandlungen gestrichen zu werden. Ersteres brauche man, damit es sich bei der EU Inc. tatsächlich um einen europäischen Standard handle, zweiteres, damit europäische Wachstumsunternehmen im Wettbewerb um Talente bestehen könnten. Zudem betont die Forwit-Arbeitsgruppe auch die Möglichkeiten, die die neue Gesellschaftsform KMU im Allgemeinen bieten könne.

Entsprechend fordert sie die Regierungsmitglieder im offenen Brief konkret dazu auf, sich in den Verhandlungen für das zentrale Handelsregister und die Mitarbeiter:innenbeteiligung einzusetzen, ebenso wie für die freie Wahl des Registrierungssitzes, den Zugang für alle Unternehmen und die Geltung des lokalen Arbeits- und Steuerrechts. Und zudem „die EU Inc. als Bestandteil der Umsetzung der Industriestrategie 2035 zu erachten und in der Folge entsprechend mitzugestalten.“ Man stehe den Adressat:innen und der gesamten Bundesregierung „für eine Vertiefung und Begleitung der österreichischen Position selbstverständlich zur Verfügung.“

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